Auch keine Medaille für Österreichs TT-Damen

Auch Österreichs Frauen verpassten eine EM-Medaille. - Foto: ÖTTV
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TISCHTENNIS. Auch Österreichs Damen sind so wie die Herren bei der EM in Luxemburg nicht mehr im Rennen um Medaillen.

Österreich – Niederlande   2:3. – Liu Jia – Li Jie   2:3 (-5,-8,14,8,-9), Sofia Polcanova – Britt Eerland   3:0 (11,10,6), Amelie Solja – Kim Vermaas   3:1 (8,9,-12,5), Sofia Polcanova – Li Jie   0:3 (-7,-9,-9),  Liu Jia – Britt Eerland   0:3 (-5,-7,-10). – Österreich verlässt Luxemburg endgültig ohne EM-Medaille!  Nach dem frühzeitigen Aus der Herren verpassen die Damen durch ein knappes 2:3 gegen die Niederlande das Semifinale.

Nichts wurde es aus der erhofften Medaille für Österreichs Damen bei den Mannschafts-Europameisterschaften in Luxemburg. Wie schon im WM-Achtelfinale 2016 musste man sich der Niederlande knapp mit 2:3 geschlagen geben und spielt nun um die Plätze fünf bis acht.

Zunächst mussten Österreichs Frauen einen Rückstand hinterherlaufen, nachdem Liu Jia im Duell gegen die in der Weltrangliste als Nummer 24 zwei Plätze vor ihr liegende Li Jie eine denkbar knappe 2:3-Niederlage einstecken musste. Die Abwehrspielerin agierte in der Defensive bombensicher und punktete darüber hinaus immer wieder mit ihrem gefährlichen Vorhand-Angriff, nach 0:2-Rückstand und Abwehr von drei Matchbällen in Durchgang drei rettet sich die Linzerin aber in einen entscheidenden fünften Satz. In diesem musste sie von Anfang einen Rückstand hinterherlaufen, nach 5:8 gelang ihr auf 9:9 erstmals der Ausgleich. All die Mühe war am Ende aber vergebens, bei eigenem Aufschlag suchte Li Jie ihr Heil im Angriff und punktete damit zweimal zum Sieg.

Für den Ausgleich sorgte Sofia Polcanova. Die großgewachsene Froschbergerin präsentierte sich wie schon über das ganze Turnier hinweg in Topform und feierte gegen Britt Eerland mit 3:0 den sechsten Sieg in ihrem sechsten Spiel. Den entscheidenden Punkt zur zwischenzeitlichen Führung steuerte – wie schon beim wichtigen Sieg im Gruppenspiel gegen Portugal – Amelie Solja bei. Gegen die niederländische Nummer drei Kim Vermaas ließ sie bei 2:0 in Satz drei zwar drei Matchbälle ungenutzt, war in Durchgang vier mit 11:5 aber wieder klar spielbestimmend.

Entscheidung fiel im letzten Spiel

Nachdem sich Li Jie in Spiel im vierten Spiel neuerlich als uneinnehmbare Festung erwies und Sofia Polcanova ihre erste Niederlage zufügte, musste die Medaillenentscheidung in der fünften und letzten Begegnung fallen. In dieser ging Liu Jia zwar als erklärte Favoritin gegen Britt Eerland ins Spiel, wie so oft bei diesem Turnier kam der Favorit aber ins Straucheln. Wie praktisch über die gesamte Veranstaltung hinweg konnte „Susi“ nicht ihre besten Leistung abrufen. Die Niederländerin wusste das perfekt auszunutzen und schoss ihre Mannschaft mit einem klaren 3:0 ins Halbfinale und zur Medaille. In Satz drei schien die Österreicherin bei 10:7 noch einmal heranzukommen, mit fünf Punkten in Folge beendete Eerland aber das Spiel. Wie schon gegen Portugal ging Liu Jia damit leer aus.

Nach dem Spiel war die 35-Jährige dementsprechend enttäuscht: “Das Spielsystem von Eerland liegt mir nicht, sie serviert immer lange und zwingt mir damit offene, schnelle Ballwechsel auf. Schon bei Olympia habe ich nur ganz knapp gegen sie gewonnen. Aber nach dem 0:2 gegen Portugal und dem knappen 2:3 im ersten Match gegen Li Jie war natürlich auch mein Selbstvertrauen im Keller.“

 

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