Auf Österreichs Karateka wartet nächste Großereignis

Erfolgreiches St. Pöltener Karateteam in Ljubljana. Foto: UKT
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KARATE. Das Ljubljana-Open gilt als erstes Qualifikationsturnier für die Jugend-EM im kommenden Februar in Sotschi.


Die für das rot-weiß-rote Karate erfolgreichste Jugend-Weltmeisterschaft aller Zeiten ist Vergangenheit, die Karten werden neu gemischt. Die Karateka denken bereits ans nächste Großereignis, die Jugend-Europameisterschaft in der russischen Olympiastadt Sotchi im kommenden Februar. Als erstes Qualifikationsturnier wurde von der Spitzensport-Kommission des Österreichischen Karatebundes die Ljubljana Open festgelegt, an denen 105 Vereine aus 14 Nationen mit 735 Nennungen ihre Top-Athlet/innen entsandten.

Heeressportlerin Kristin Wieninger hatte ihre Ex-Klubkollegin Patricia Bahledova (nun Vorarlberg) als Gegnerin um EM-Ticket (U21), SLZ-Athletin Funda Celo musste erstmals bei den Juniorinnen (U18) an den Start gehen und hatte mit ihrer Gegnerin ums EM-Ticket, der routinierten und um fast zwei Jahre älteren Feldkirchnerin Laura Verschnig eine schwer lösbare Aufgabe.

Überdies hatte sich Funda Celo vorgenommen, neben der U18-Kata auch in der U21-Kategorie und in der allgemeinen Klasse zu starten. Ein kompliziertes Unternehmen, bei dem die Neulengbacherin zwischen drei Kampfflächen hin- und herwechseln musste. Letztlich trafen sich Celo und Verschnig tatsächlich im U18-Finale, das die Kärntnerin knapp mit 2:3 für sich entscheiden konnte.

Spannendes Finale beim Ljubljana Open

Eine kleine Sensation ergab sich dann im U21-Finale, das nicht wie erwartet Wieninger und Bahledova bestritten. Beim Duell der beiden Vize-Weltmeisterinnen unterlag Bahledova bereits im Viertelfinale der SLZ-Sportlerin Celo glatt mit 1:4, konnte sich aber über die Trostrunde Bronze erkämpfen. Das Finale gewann dann Wieninger knapp mit 3:2 vor einer hochmotivierten Funda Celo, die sich danach auch in der allgemeinen Klasse blendend in Szene setzen konnte: Der Sieg ging abermals an Kristin Wieninger, doch Celo katapultierte sich mit einer Top-Leistung als zweitbeste Österreicherin zur Bronzemedaille, indem sie sich in der Trostrunde mit einem 3:2 Sieg über Verschnig für die U18-Niederlage revanchierte und sich den dritten Podestplatz bei drei Starts sicherte.

„Was Funda Celo heute mit ihren drei Simultanstarts geleistet hat ist absolut sensationell!“ freut sich LZ-Chef Erhard Kellner, der sich auch über die beiden Goldenen von Kristin Wieninger freute: „Sie ist sehr stabil geworden und hat auch dann die Nase vorne, wenn‘s eng wird. Das macht die Top-Sportlerin aus!“

Fast untergegangen wäre das Abschneiden weiterer Youngster aus dem St. Pöltner Raum: Die 11jährige Sima Celo gewann unangefochten den U12-Kata-Bewwerb, Schwester Isra Celo, 13, holte sich im U14- und im U16-Bewerb jeweils als beste Österreicherin Silber. Und die beiden Mugendo-Sportler Emil Fessel (Silber) und Christoph Scheuch (Bronze) stimmten ebenfalls in den Medaillenregen ein.

Nächste Woche geht es für Wieninger und Celo ins Ursprungsland des Karate, nach Okinawa, zu einem Premiere League-Turnier, eine Woche drauf wieder nach Slowenien zum zweiten EM-Qualifikationsturnier.

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