Bittere Auftakt-Pleite für unsere TT-Herren

Stefer Fegerl bezog gegen Wang Yang eine 2:3-Niederlage. - Foto: Facebook
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TISCHTENNIS. Nach einem 2:3 gegen die Slowakei stehen Österreichs Herren bei der EM bereits mit dem Rücken zur Wand.

Riesen-Enttäuschung für Österreichs Tischtennis-Herren. Statt des erwarteten Auftakterfolges mussten sich die Titelverteidiger im ersten Spiel der Gruppe B überraschend der Slowakei geschlagen geben. Trotz einer anfänglichen 2:0-Führung stand Österreich am Ende mit leeren Händen da. Jetzt benötigen Fegerl & Co. unbedingt einen Sieg über Portugal, sonst kann man sich bereits früh von den Medaillen verabschieden.

Dabei begann es noch halbwegs nach Plan. Die ersten beiden Einzel gingen zwar über die volle Distanz von fünf Sätzen, am Ende hatte Österreich aber jeweils das bessere Ende für sich. Daniel Habesohn führte zunächst gegen Lubomir Pistej scheinbar sicher 2:1 und 10:5, musste nach sieben Punktgewinnen des Slowaken in Folge aber unerwartet „Überstunden“ einschieben. Im Entscheidungssatz war er aber von Beginn wieder Herr der Lage und sorgte mit 11:6 für die Führung. Richtig eng wurde es bereits in Spiel zwei für Robert Gardos, der gegen Peter Sereda bei 0:2 und 7:9 mit dem Rücken zur Wand stand. Mit all seiner Routine gelangen dem Österreicher aber vier Punkte um im Match zu bleiben, auch die Sätze vier und fünf holte sich der Frankreich-Legionär hauchdünn mit 11:9.

Klare Führung aus der Hand gegeben

Beim Zwischenstand von 2:0 musste Stefan Fegerl gegen Abwehr-Ass Wang Yang an die Platte. Der Österreicher begann mit 11:2 zwar überfallsartig, anschließend kam Wang aber immer besser ins Spiel und ging mit zwei Satzgewinnen in Führung. Mit einem 11:9 konnte Fegerl zwar noch ausgleichen, im fünften Satz hatte diesmal aber der Slowake die Nase vorne – mit einem knappen 11:9 hielt er sein Team im Rennen und leitete damit die Wende ein. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Österreicher nichts mehr zu bestellen.

Absolut enttäuschend verlief zunächst Spiel vier, in dem Daniel Habesohn gegen Peter Sereda nie ins Spiel und in drei raschen Sätzen ohne Chance unterging. Die Entscheidung musste also im fünften und letzten Einzel fallen. Und hier erging es Robert Gardos nicht viel besser als Daniel Habesohn. Der 37-Jährige wirkte vom überraschenden Zwischenstand regelrecht geschockt und verkrampft, während WM-Achtelfinalist Lubomir Pistej wie in Trance agierte. Was immer Gardos auch versuchte, der Slowake antwortete mit einer Reihe von Zauberschlägen. Zunächst legte er mit 11:3 los, auch als Gardos etwas besser ins Spiel fand, wich er nicht von seiner Linie ab. Satz zwei holte er im Nachspiel mit 12:10, in Durchgang drei verwertete er seinen zweiten Matchball mit einem unannehmbaren Netzball auf 11:9 zum Überraschungssieg.

Die Ergebnisse:

Daniel Habesohn – Lubomir Pistej   3:2 (8,-6,3,-10,6)
Robert Gardos – Peter Sereda   3:2 (-5,-9,9,9,9)
Stefan Fegerl – Wang Yang   2:3 (2,-9,-2,9,-9)
Daniel Habesohn – Peter Sereda   0:3 (-7,-5,-5)
Robert Gardos – Lubomir Pistej   0:3 (-3,-10,-9)

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