Ein Tischtennis-Märchen für Stefan Fegerl

Führte Düsseldorf mit einem 3:1 gegen Gauzy ins Champions League-Finale: Stefan Fegerl. - Foto: Plohe
Share Button

TISCHTENNIS. Stefan Fegerl sorgte beim Champions League-Halbfinal-Krimis gegen Ochsenhausen für den Aufstieg von Borussia Düsseldorf ins Endspiel.

Borussia Düsseldorf – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2 (Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 5:5 (22:22 Sätze, 413:390 Bälle). – En rot-weiß-rotes Tischtennis-Märchen wurde wahr: Stefan Fegerl sorgte im zehnten Einzel des Champions League-Halbfinal-Krimis gegen seinen künftigen Klub Ochsenhausen für den Aufstieg von Meister Borussia Düsseldorf ins Endspiel.

Nach einer 2:3-Hinspiel-Niederlage feierten Stefan Fegerl und Co. zuhause einen 3:2 Sieg. Danach mussten die Sätze gezählt werden – Gleichstand! Am Ende entschied das Ballverhältnis von 413:390 für Düsseldorf. Im Endspiel wartet Titelfavorit Orenburg (Rus) um Dimitrij Ovtcharov.

Stefan Fegerl wuchs über sich hinaus

Eine unglücklichere Saison hätte Stefan Fegerl bis zu diesem denkwürdigen Abend kaum spielen können. Immer wieder verlor der ehemalige Doppel- und Team-Europameister enge Spiele, vergab hohe Satzführungen, wirkte häufig fahrig und nervös. Sicherlich einer der Gründe, warum der 29-Jährige Borussia Düsseldorf im Sommer nach zwei Jahren verlassen wird. Doch all dies schien im Duell mit Simon Gauzy (Fra) wie weggeblasen. Als ging es um nichts, spielte sich Fegerl gegen die Nummer 10 der Welt in einen Rausch. Dabei ging es um alles, noch dazu gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber.

Mit seinem 3:1-Erfolg im entscheidenden fünften Spiel schoss Fegerl seine Borussia ins Finale der Champions League. Und das, obwohl dieser nach der knappen 2:3-Niederlage seines Teamkollegen Timo Boll kurz zuvor bereits in weite Ferne gerückt zu sein schien.

Zuvor holte der Waldviertler beim 1:3 gegen Hugo Calderano, dem Finalisten der Hybiome Austrian Open 2016, einen letztendlich entscheidenden Satzgewinn.

Durch Timo Boll und Kristian Karlsson gingen die Düsseldorfer dann 2:1 in Führung, es folgte die Niederlage von Boll und das Traumspiel von Fegerl . . . „Das war ein überwältigendes Spiel. Großen Dank an die Fans. Das war wieder einmal – ich will nicht sagen ein Ding der Unmöglichkeit – aber wir waren doch mit dem Rücken zur Wand. Und solche Dinge gehen eben doch nur zu Hause in Düsseldorf. Das macht mich natürlich stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Jetzt bin ich einfach nur glücklich.“

Borussia Düsseldorf – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2 (Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 5:5 (22:22 Sätze, 413:390 Bälle).

Timo Boll – Simon Gauzy 3:2 (5:11, 11:7, 11:7, 8:11, 11:7)
Stefan Fegerl – Hugo Calderano 1:3 (11:9, 10:12, 8:11, 3:11)
Kristian Karlsson – Jakub Dyjas 3:0 (11:2, 11:7, 11:5)
Timo Boll – Hugo Calderano 2:3 (9:11, 11:3, 11:13, 11:9, 6:11)
Stefan Fegerl – Simon Gauzy 3:1 (7:11, 11:9, 11:4, 11:8)

Gardos in Frankreich erfolgreich

Robert Gardos feierte in der französischen Liga mit Chartres 3:2-Erfolge bei Jura Morez und gegen Hennebont und liegt auf Rang vier. Am Sonntag erfolgt das Halbfinal-Rückspiel im ETTU-Cup gegen Istres. Das Hinspiel konnten Gardos und Co. mit 3:0 gewinnen.

 

 

 

Kommentar hinterlassen zu "Ein Tischtennis-Märchen für Stefan Fegerl"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*