Gold und fünfmal Bronze für St. Pöltener Karateka

Erfolgreich auf Medaillenjagd: Kristin Wieninger, Verena Köfinger und Funda Celo. - Foto: zVg
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KARATE. Durch die Aufnahme des Karate ins olympische Programm entwickelt sich ein richtiger Hype.

Der 36. Grand Prix Slovakia hat mit 1930 Nennungen aus 192 Organisationen aus vier Kontinenten seinen Umfang fast verdoppelt, sodass er auf drei Tage erweitert werden musste. Trotz des Mammutprogrammes konnten sich Niederösterreichs Kata-Damen – gecoacht von Bundestrainerin Marianne Kellner – in Bratislawa erneut in der internationalen Spitze platzieren.

Den Anfang machte „Küken“ Isra Celo aus Neulengbach. Die 13jährige (U14) startete in Vorbereitung auf die Herbstwettkämpfe in der U16-Kategorie und wurde sensationell als beste der Österreicherinnen Dritte. Sie begann mit einem 4:1 gegen die starke Ungarin Vada Toth und setzte mit einem 5:0 über die Slowakin Claudia Duranova fort, ehe sie von der Schottin Emma Ruthven im Semifinale gestoppt wurde. Ein Trostrundensieg (4:1) über die Italienerin Margherita Rossi ergab das verdiente Bronze. „Ich freue mich, wenn ich in der WKF Youth League offiziell für das österreichische Nationalteam starten darf,“ so Isra.

Eine weitere Top-Leistung gelang Schwester Funda Celo. Die SLZ/HASL-Athletin eroberte in zwei Klassen den dritten Platz. Bei den Juniorinnen (U18) gewann sie die ersten Duelle gegen die Slowakin Julia Klimakova (5:0) und die Ungarin Zsofia Kiss (4:1), verlor aber dann gegen die Slowakin Simona Puistova. Den Bronzekampf gegen die Tschechin Dominika Sabova dominierte sie mit einem 5:0. Im  anderen Pool erkämpfte sich völlig überraschend die Langenloiserin Verena Köfinger ebenfalls Bronze: Nach Freilos und einem 3:2 über Emma Ruthven (SCO) wurde sie zuerst von der Kroatin Sara Malcec gebremst, ließ aber in der Trostrunde nichts anbrennen und holte sich mit einem 5:0 über die Slowakin Emma Sommerova Bronze.

Funa Celo  lieferte Sensation

Die eigentliche Sensation schaffte Funda Celo (World Ranking Nr 46) in der allgemeinen Klasse, wo sie – erstmals als beste Österreicherin – Platz drei erringen konnte. Sie gewann die beiden ersten Runden über die Ungarin Czenge Fabian (4:1) und mit 3:2 die slowakische Turnierfavoritin Ema Brazdova (World Ranking Nr. 36) und unterlag im Semifinale der Slowakin Jana Vanusanikova (World Ranking Nr 108). Den Kampf um Bronze gegen Team- und Trainingskollegin Verena Köfinger gewann Celo mit 4:1 Kampfrichterflaggen.

HSZ-Athletin Kristin Wieninger war in der U21-Klasse, in der sie 2017 WM-Bronze in Teneriffa erkämpfen konnte, auch in Bratislawa nicht zu biegen. Nachdem die beiden Slowakinnen Barbora Znamenackova (5:0) und Dominika Sabova (5:0) gegen die SLZ/BORGL-Absolventin aus St. Pölten chancenlos waren, wartet im Finale die Lokalmatadorin und mehrfache Jugend-Europameisterin Ema Brazdova, gegen die Wieninger noch nie gewonnen hat. Der Sieg ging dennoch erstmals an die UKC Zen Tai Ryu HAK-Athletin, der ein 3:2 für Gold genügte. „Ich habe Brazdova in der ‚Höhle des Löwen‘ geschlagen – eine Angstgegnerin weniger,“ zieht Wieninger selbstbewusst Bilanz.

Nicht so gut lief es dann in der allgemeinen Klasse wo Wieninger (World Ranking Nr. 44) die erste Runde gegen die Slowakin Barbora Lazinova glatt mit 5:0 gewann, dann aber von der späteren Siegerin Alzbeta Oveckova (World Ranking Nr. 36) mit 1:4 eliminiert wurde. In der Trostrunde unterlag sie dann der Ungarin Laura Sterck (World Ranking Nr. 34) und beendete den Bewerb als Siebente. Letztlich gab es in der allgemeinen Klasse Bronze für das Team Celo/Köfinger/Wieninger hinter der Slowakei und Tschechien.

„Unsere vorwiegend traditionelle Ausbildung mit Schwerpunkt Mental- und Persönlichkeitsbildung macht sich eindrucksvoll bezahlt,“ freut sich Trainer Erhard Kellner, der insbesondere die Kooperation mit dem NÖ. Sportleistungszentrum St. Pölten als Grundvoraussetzung für internationale Top-Leistungen erkannt hat.
 

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