In Schwarzenbach gab es zwei Niederösterreich-Siege

Favoritin Nadja Heigl gab nach zwei Stürzen auf. - Foto: Teubenbacher
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RADSPORT. Das letzte Crossrennen des Jahres in Schwarzenbach brachte mit Julian Pöchacker und Lisa Pasteiner  zwei NÖ-Heimsiege.

Unter äußerst schwierigen Bedingungen ging das letzte Rennen 2017 und damit auch der letzte Test für die Staatsmeisterschaften mit der Premiere des Silvestercross in Schwarzenbach im Pielachtal über die Bühne.

Die absolute Elite der heimischen Szene sowie der ungarische Meister Bur Zsolt (Vialand Racing Team) fanden sich zum Jahresabschluss im Pielachtal ein. Auch bei den Damen gingen mit Lisa Pasteiner (Ghost Factory Racing), Nadja Heigl (Sportunion bikestore.cc Team) und Silke Mair (Felbermayr Wels) die Stärksten ins Rennen.

Der in den Tagen zuvor gefallene Schnee und der tiefe Boden machten das Rennen zu einem wirklichen Klassiker. Gleich zu Beginn bildete sich an der Spitze eine starke Gruppe mit Tom Mair, Bur Zsolt, Andi Hofer (Hrinkow Advarics) und Gerald Hauer. Mair und Zsolt setzten sich ein wenig von Hofer ab, dieser konnte aber mit einer enorm starken Laufleistung rasch wieder aufschließen, um zur Hälfte des Rennens sogar kurz an Mair und Zsolt vorbeizuziehen. Der ungarische Meister und Hofer kamen in der Querpassage dann aber zu Sturz und Mair übernahm abermals die Führung. Hofer folgte knapp dahinter, während Zsolt zunehmend den Anschluss verlor. Er musste wenig später das Rennen wegen technischer Probleme aufgeben.

Vier Runden vor Schluss kam Julian Pöchacker, der sein diesjähriges Crossdebüt gab und deshalb aus der letzten Reihe starten musste, Hofer und Mair, die sich vorne um die Führung duellierten, immer näher. Zwei Runden später konnte der gelernte Mountainbiker Pöchacker, der technisch und kämpferisch ein starkes Rennen fuhr, nicht nur aufschliessen, sondern auch gleich an Hofer und Mair vorbeiziehen. Er holte sich schlussendlich den Sieg, 35 Sekunden vor dem Oberösterreicher Tom Mair und 55 Sekunden vor dem niederösterreichischen Straßenprofi Andi Hofer.

Favoritin Nadja Heigl gab auf

Das Damenrennen entwickelte sich nicht minder spannend. Das internationale Aushängeschild aus österreichischer Sicht, Nadja Heigl – sie glänzte u.a. mit einem 20. Rang (U23 Rang 3) beim World Cup in Namur vor zwei Wochen – ging als große Favoritin ins Rennen. Gleich von Beginn an wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich an die Spitze des Damenfeldes, dicht gefolgt von Mountainbike-Profi Lisa Pasteiner und Cross-Spezialistin Silke Mair. Pasteiner setzte Heigl gehörig unter Druck, wodurch der Weltcup-erprobten Heigl, die scheinbar nicht mit derartigem Widerstand gerechnet hatte, in Folge mehrere technische Fehler unterliefen. Sie hatte sichtlich nicht den besten Tag erwischt, stürzte zweimal und gab wenig später das Rennen enttäuscht auf. Pasteiner, die nun an der Spitze lag, musste noch einige Runden den Atem von Silke Mair in ihrem Nacken spüren. Erst in der zweiten Rennhälfte konnte sie sich entscheidend von der Oberösterreicherin absetzen und letztlich einen ungefährdeten Sieg feiern, gefolgt von Silke Mair und dem MTB-Nachwuchstalent Cornelia Holland .

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