Janus Baumanis war auch in Kapstadt wieder top

Starker Auftritt von Janis Baumanis auch in Südafrika. - Foto: Privat
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MOTORSPORT. Beim letzten Lauf zur World Rallycross Championship 2018 fuhr Janis Baumanis ins Halbfinale.

Auf zum letzten Gefecht hieß es wie in vielen Motorsport-Serien weltweit auch für die FIA World Rallycross Championships. An diesem Wochenende stand das Saisonfinale auf dem Programm. Dafür musste auch das STARD-Team aus Niederösterreich eine etwas weitere Anreise in Kauf nehmen. Der 12. und somit letzte Saisonlauf ging nämlich auf dem Killarney International Raceway von Kapstadt in Südafrika über die Bühne.

Unter der malerischen Kulisse des Tafelbergs machte das Privatteam von Manfred Stohl auch diesmal klar, dass es die Konkurrenz der millionenschweren Werksteams nicht zu scheuen braucht. STARD-Pilot Janis Baumanis legte schon am ersten Tag mit einem sehr starken Eröffnungs-Vorlauf einen wichtigen Grundstein zu einem neuerlichen Spitzenergebnis mitten in der absoluten Weltelite. Der Lette platzierte den STARD-eigenen Ford Fiesta RX auf den fünften Platz und ließ einen elften Platz im zweiten Vorlauf folgen. Wie wichtig das gute erste Ergebnis vom Vortag war, zeigte sich heute Vormittag. Im dritten Vorlauf ging nach einem harten Infight die Kardanwelle des Boliden zu Bruch. Dadurch nur noch mit Vorderrad-Antrieb ausgestattet, war der STARD-Pilot chancenlos, und plötzlich wackelte der schon sicher scheinende Einzug in die Final-Phase wieder. Im entscheidenden vierten Qualifikationslauf jedoch ließ Janis Baumanis mit getauschter Kardanwelle dann nichts anbrennen und löste mit einem achten Rang und Platz neun in der Gesamtwertung relativ sicher das Ticket ins Semifinale.

Reifenschaden verhinderte Finaleinzug

Dort wartete mit dem bereits feststehenden Weltmeister Johan Kristoffersson, Timmy Hansen, Andreas Bakkerud und Kevin Hansen freilich ein Giganten-Quartett sowie mit Timur Timezyanov auch noch der vorjährige STARD-Teamkollege auf Baumanis. Doch der Lette schlug sich vorerst prächtig, kam trotz letzter Startreihe super weg, fand mit Hilfe guter Jokerlap-Strategie noch besser ins Rennen . . . und musste sich letztendlich trotzdem geschlagen geben. Ärgerlicher Weise nicht durch einen Gegner, sondern durch einen Reifenschaden, der dann nur Platz fünf zuließ – leider zu wenig fürs Finale, für das sich nur die ersten Drei qualifizierten. „Schade, da war heute einiges mehr drin“, litt auch STARD-Teamchef Manfred Stohl mit seinem Fahrer mit. „Das hat wirklich lange Zeit sehr gut ausgeschaut für einen Finaleinzug. Aber gegen das Pech kannst halt nix machen.

Durch den Bruch der Kardanwelle in der Früh ist Janis auch um eine weit bessere Startposition im Semifinale umgefallen. Das wäre gegen das bärenstarke Feld seiner Konkurrenten natürlich schon auch hilfreich gewesen.“
Die WM-Bilanz 2018 des STARD-Team ist trotzdem eine stolze: Mit Pilot Janis Baumanis stand man heuer ein Mal im Finale (Kanada), acht Mal im Semifinale (Barcelona, Portugal, Belgien, Norwegen, Schweden, USA, Deutschland), nur drei Mal (Silverstone, Frankreich, Lettland ) musste man die Heimreise nach den vier Vorläufen antreten.

Das Fazit des Teamchefs nach dem zweiten WM-Jahr von STARD fällt dementsprechend positiv aus. Manfred Stohl: „Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dieser WM-Saison. Am Anfang haben wir nicht gewusst, wo wir stehen und ob wir mit dem enormen Wettrüsten der Werksteams überhaupt mithalten können. Nun wissen wir, dass wir in der Lage sind, großen Widerstand zu leisten. Das ist der Lohn für die großartige Arbeit der ganzen STARD-Truppe vom ersten bis zum letzten Mann. Da hat jeder einzelne durch seinen Einsatz und seine hervorragende Arbeit mitgeholfen, dass wir uns über viele schöne Momente freuen konnten. Zumal wir auch gesehen haben, dass manchmal wirklich nur Bruchteile gefehlt haben, um sogar noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Chemie zwischen unserem Team und Janis Baumanis passt einfach ideal. Daher freuen wir uns, nächstes Jahr die Arbeit noch zu intensivieren und so vielleicht noch weiter in die Weltspitze vordringen zu können.“

Der finale Lauf zu den FIA World Rallycross Championships 2018 in Kapstadt endete übrigens standesgemäß – mit einem Sieg des neuen, alten Weltmeisters Johan Kristoffersson.

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