Jugendspiele in Brasilien: Träume sind geplatzt

AuchÖsterreichs Volleball-Burschen schafften nicht den Aufstieg. -Foto: ÖVV
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BEACHVOLLEYBALL. Der Traum einer Teilnahme an den Jugendspielen in Brasilien ist für Österreich geplatzt.


 Österreich braucht die Flüge nach Buenos Aires nicht buchen. Julia Mitter und Ronja Klinger scheitern im Loser-Bracket genauso wie die Burschen Laurenz Leitner und Theo Reiter. Bei den Mädels erwiesen sich die Polinnen heute als kompakter, aggressiver und siegeshungriger, bei den Burschen hatten die Engländer einen besseren Tag.
 
Julia Gierczynska/Patrycja Jundzill aus Polen waren im ersten Match des Entscheidungstages die Gegnerinnen von Julia und Ronja. Die 18-jährige Ronja (1,78 m) und die 16-jährige Julia (1,73 m) beginnen nervös, die Polinnen können einen kleinen Vorsprung herausspielen. Dann fangen sich die Steirerinnen etwas, punkten drei Mal hintereinander. Die Polinnen kontern jedoch, dominieren weiter, wirken sicherer, siegeshungriger, schaffen sich einen soliden Fünf-Punkte-Vorsprung (13-18). Die Österreicherinnen können sich hingegen nicht aus dem Tief befreien, müssen den ersten Satz mit 15-21 abgeben. Coach Matthias Pack kann seine Mädels jedoch aufmuntern, zu Beginn des zweiten Durchgangs wirken sie kompakter und konzentrierter als zuvor, haben sich auf die für sie neuen Bedingungen am Side Court besser eingestellt. Doch bei 5-5 schaffen die Polinnen wieder die Partie zu übernehmen. Ihre Körpersprache wiederspiegelt deren Ambition dieses Spiel jedenfalls zu gewinnen, sie wirken aggressiv und fokussiert. Mit einem starken Servicespiel legen die Polinnen vor, das Side-out-Spiel der Österreicherinnen funktioniert nicht. Dann wird das Heimteam endlich aktiver, befreit sich aus der Schockstarre, holt auf, gleicht aus, geht mit 13-12 in Führung. Jetzt ist die Partie zumindest ausgeglichen. Das große Risiko beim Service führt leider jedoch zu entsprechenden Fehlern, die Ronja und Julia jedoch mit einem verbesserten Side out ausgleichen können. Das Match wird immer spannender, mit 18-19 geht Polen wieder voran. Dann Matchball Polen: aus der Traum. Mit 18-21 gewinnen Gierczynska/Jundzill den zweiten Satz und sichern sich so die Chance auf Buenos Aires. Coach Matthias Pack: „Wir haben erst ganz spät in unser Spiel gefunden und leider nur eine viel zu kurze Phase gut Beachvolleyball gespielt. Der Unterschiede ausgemacht haben heute Morgen  eindeutig Service und Annahme.“

Auch die Burschen scheiterten
 

Unter den Augen der Familie, den ÖVV-Funktionären und treuen Fans, starten Laurenz (1,92 m) und Theo (1,82 m) um 9:50 Uhr gegen die Engländer Luis Javier und Joaquin Bello. Beide Teams finden rasch ins Match, mit einem sehenswerten Block vom Salzburger gleichen die Österreicher zum 5-5 aus, nützen anschließend Fehler der Engländer gnadenlos aus und erhöhen auf 9-6. Nach der anfänglichen Führung, setzt die Konzentration aus und die Brüder aus England schaffen den Anschluss zum 15-15. Jetzt wendet sich das Blatt, die Engländer setzen sich ab und gewinnen den ersten Satz 19-21. Der zweite Satz beginnt ausgeglichen. Nach zwei Breaks der österreichischen Paarung, kämpfen sich ihre Gegner zurück, gleichen wieder aus und erhöhen während der nächsten Ballwechsel den Druck, 13-18. Gegen Ende des zweiten Satzes sind zwar auf Seiten der Briten noch ein Paar Fehler zu sehen, doch reicht es nicht für die Österreicher. Sie geben auch diesen Satz ab, 17-21. Auch die Burschen fahren nicht nach Argentinien.  
 
Coach Tom Schroffenegger: „Die Burschen haben sehr guten Kampfgeist gezeigt, doch steckt ihnen der gestrige Tag in den Knochen. Drei harte Spiele am Samstag waren leider zu viel, dennoch bin ich stolz auf die Leistungen von Theo und Laurenz.“ Nik Berger, ÖVV-Sportdirektor: „Bei beiden Teams war die Müdigkeit aus den drei Partien von gestern zu sehen. Was ein bisserl gefehlt hat, war der unbedingte Glaube an den Sieg. Wir haben die Gegner zu wenig unter Druck setzen können. Wir sind immer hinterher gelaufen, waren nie vorne. Das war heute etwas unter unseren Möglichkeiten. Jetzt ist es wichtig, dass sie Siebenter werden und wir das Turnier mit einem Sieg beenden.“

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