Karate: Österreichs Teilnehmer blieben ohne Medaille

Bundestrainerin Marianne Kellner (li.), Verena Köfinger, Kristin Wieninger, Funda Celo. - Foto: ÖKB
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KARATE. Beim K1 Premiere League-Turnier in Berlin gab es für die rot-weiß-roten Karateka keinen Stockerlplatz.

Ein lachendes und ein weinendes Auge gab es für Österreichs Nationalteam beim K1 Premiere League Turnier in Berlin (760 Top 50-Nennungen aus 72 Nationen in 14 Kategorien): Alle der 15 rot-weiß-roten Einzel-Starter/innen, darunter auch die Salzburger Kumite-Weltmeisterin Alisa Buchinger und Europameisterin Bettina Plank (OÖ), überstanden nicht mehr als zwei Runden und sahen das Podest diesmal nur aus der Ferne.

Die St. Pöltnerin Kristin Wieninger (UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten / World Ranking Nr. 30) gewann im Kata-Bewerb die erste Runde mit 3:2 gegen Ana Cruz (Portugal / World Ranking Nr. 59), schied aber in Runde zwei gegen die starke Italienerin Viviana Bottaro (World Ranking Nr. 6) mit 0:5 aus. Da Bottaro später gegen Europameisterin Sandra Sanchez (Spanien) ausschied, gab es für die Heeressportlerin keine Trostrunde und keine Platzierung.

Für SLZ/BORGL-Athletin Funda Celo (ebenfalls UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten/World Ranking Nr. 42) war bereits in der ersten Runde gegen die WM-Dritte von Bremen 2014, die Lokalmatadorin Jasmin Jüttner (World Ranking Nr. 20) mit 0:5 Endstation. Sie litt allerdings in der letzten Woche an einer schweren Darminfektion, die ihr sage und schreibe fünf Kilo Körpergewicht kostete. Daraus ergab sich auch ein beträchtliches Kraftdefizit.
Einzig das Kata-Damen-Team mit Funda Celo, Verena Köfinger (Union Langenlois) und Kristin Wieninger erreichte nach Freilos mit einem 4:1-Sieg über Serbien das Semifinale, wo aber beim Einzug ins Finale den Gegnerinnen aus Rußland trotz Fehlerhaftigkeit (Asynchronität und Gleichgewichtsverlust) der Vorzug gegeben wurde. „Die Russinnen machten klare Fehler. Diese wurden aber nicht berücksichtigt. Wir bereiten uns professionell vor – ein Teil der Kampfrichter offensichtlich nicht“, waren Bundestrainerin Marianne Kellner und ÖKB-Sportdirektor Martin Kremser bezüglich des Semifinal-Kampfgerichts einer Meinung.

Das deutsche Team, Weltmeister 2014, das in den Vorrunden ebenfalls gegen Rußland ausgeschieden war, trat gegen die Niederösterreichrinnen zum Kampf ums Podest nicht an. Als Trostrundensieger gewann das St. Pöltner Team dadurch die Bronze-Medaille und damit den einzigen Podestplatz des Karate Austria-Teams. Ein Trostpflaster über die Trostrunde.

Der Karate-Zirkus bewegt sich nun nach Übersee, wo am kommenden Wochenende in Santiago de Chile das nächste K1 Turnier stattfinden wird.
 

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