Kogler will Alpe Adria Rally Cup und 2WD-Gesamtsieg

Michael Kogler will Alpe Adria Rally Cup und 2WD-Gesamtsieg. - Foto: Privat
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MOTORSPORT. Die Nennliste der ersten Niederösterreich-Rallye zeigt ein repräsentatives Starterfeld.

Zwölf moderne R5-Boliden in der Top-Auslage, aber auch 13 der beim Publikum höchst beliebten historischen Rallye-Fahrzeuge – dazu kommen jene zweiradgetriebene Autos, welche den Rahmen für den spannenden Titelfight der ORM2WD bilden und auch jene bunte Mischung, welche der Austrian Rallye Challenge und dem Alpe Adria Rally Cup zuzuordnen ist.

Die nahezu 80 Teilnehmer umfassende Nennliste der ersten Niederösterreich-Rallye zeigt ein repräsentatives Starterfeld mit den stärksten heimischen Piloten und jenen aus unseren Nachbarländern Deutschland, Italien, Tschechien und Ungarn.

Die Speerspitze der ersten Niederösterreich-Rallye bilden mit Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager und seinem jungen Herausforderer Hermann Neubauer jene beiden Fahrer, die in den vergangenen Jahren das Geschehen dominiert haben und im Vorjahr mit einem Krimi von einem Finale die wohl beste ORM-Saison seit vielen Jahren abfeierten.

Hermann Neubauer wiederum suchte nach seinem Staatsmeistertitel 2016 und dem Vizemeistertitel 2017 gemeinsam mit seinem Copiloten Bernhard Ettel die internationale Herausforderung in der Rallye-Europameisterschaft. Als er wegen Umstellungsproblemen vom WRC auf den R5 die Wechselland-Rallye quasi aus Übungszwecken absolvierte, gewann er dort prompt.

Ob einer der internationalen Gäste die heimische Rallye-Elite in Verlegenheit bringen könnte, ist nur schwer abzuschätzen. Der Tscheche Jaroslav Orsak beispielsweise fährt erst seit 2016 R5-Autos, wurde damit im gleichen Jahr Fünfter bei der ERC-Rallye auf den Azoren, belegte im Vorjahr in Liezen Platz neun und flog im Waldviertel von der Piste. Ungarns Jozsef Trencsenyi ist seit 2014 in der R5-Kategorie unterwegs, wechselte ab 2017 von Ford auf Skoda und landete im Vorjahr beim Finale im Waldviertel auf Platz sieben. Maximilian Koch und Lisa Brunthaler aus Deutschland fuhren 2017 einen Fabia der S2000-Kategorie und sind erst heuer mit dem R5 unterwegs.

Während also an der Spitze ein spannender Fight der heimischen Staatsmeister zu erwarten ist, könnte der eine oder andere internationale Gast eine wichtige Rolle im großen Duell um den Titel des Vizestaatsmeisters spielen.

Zwar liegt in der ORM-Tabelle Johannes Keferböck auf Platz zwei hinter dem bereits feststehenden Staatsmeister Niki Mayr-Melnhof – doch sein Kontrahent Gerhard Aigner liegt nach Abzug des Streichresultats drei Punkte vor Keferböck. Der Sieg bei der Jännerrallye würde Keferböck bei Punktegleichstand zu Gute kommen, daher würden ihm drei Punkte mehr als Aigner genügen, um Vizestaatsmeister zu werden. Bei den Copiloten hat jedoch Aigner-Co Marco Hübler die Nase deutlich vorne – was daran liegt, dass Keferböck sich im Laufe der Saison von Hannes Gründlinger trennte und die WM-erfahrene Ilka Minor ins Cockpit holte. Auch bei Team und Fahrzeug optimierte Keferböck hin zu Eurosol Racing und Skoda Fabia R5.

Luca Waldherr führt zwar in der ORM2WD, doch in der Junioren-Staatsmeisterschaft liegt er exakt acht Zähler hinter Christoph Zellhofer, dem Sohn von Max Zellhofer. Sowohl Waldherr als auch Zellhofer kämpfen auch noch um den Staatsmeistertitel in der ORM2WD – dort gesellt sich ein „Junior“ hinzu, der diesen Titel jedoch höchstens in seinem Namen enthalten hat.

ORM2WD: Heißer Dreikampf als Finale Grande

Luca Waldherr 91, Christoph Zellhofer 90, Willi Stengg 88 – so knapp liegen die drei Titelfighter in der Rallye-Staatsmeisterschaft für Zweirad angetriebenen Fahrzeuge (ORM2WD) beieinander. Da keiner der drei ein Resultat streichen muss, fällt das Rechnen leicht.

Hinzu kommt, dass auch Max Zellhofer einen Suzuki Swift S1600 zünden wird: „Die Rallye führt ja fast an unserer Haustüre vorbei -da muss man ganz einfach dabei sein.“ Warum sich Luca Waldherr auch vorstellen kann, „den Titel mit einem dritten Platz hinter zwei R3-Autos einzufahren“, liegt an Michael Kogler und Simone Boscariol, die jeweils einen Citroen DS3 R3 pilotieren und noch um den Gesamtsieg im Alpe Adria Rally Cup kämpfen. Für Kogler steht außer Frage: „Unser Ziel kann nur der 2WD-Gesamtsieg sein.“

Michael Kogler, wieder mit Andre Kachel am Start, kommt als Tabellenleader zu seiner Heimrallye und möchte hier naturgemäß den “Sack zumachen“. Sein schärfster Konkurrent, der Italiener Simone Boscariol, steuert wie Kogler einen Citroen DS3 R3 und weist mit 214 Punkten jedoch bereits einen hohen Rückstand auf.

Sensationell ist der dritte Tabellenrang von Peter Schöller und Theresa Krautsieder im Unior Ford Escort RS 2000 mit 157 Zählern auf dem Konto – doch der Italiener Marco Crozzoli (136 Punkte) auf Opel Astra GSI will das AARC-Podium noch unbedingt erklimmen…

In der Ape Adria Rally Trophy musste Gerald Rigler leider seinen Start absagen, weshalb der Italiener Bernd Zanon daher die Chance hat, den Titel nach Italien zu holen.

In der Austrian Rallye Challenge führt Lokalmatador Riccardo Holzer die Tabelle an, doch es können noch zahlreiche Piloten den Titel holen, darunter Martin Pucher oder Christian Hochstöger.

In der Junior ARC jagt der Niederösterreicher Michael Franz die beiden Oberösterreicher Michael Lengauer und Fabian Bartel-Huemer.

 Weil in der Austrian Rallye Trophy der Leader Gerald Rigler wie erwähnt nicht starten kann, haben Michael Kogler und Florian Liendl noch Chancen auf den Titel.

In der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft tobt an der Spitze ein Zweikampf zwischen Christian Eberherr (Ford EscortRS 2000) und Anton Reisenhofer (Opel Ascona B) – nur ein Punkt trennt die beiden. Im Historischen Rallye Cup führt Lancia-Pilot Günther Königseder überlegen.

 

 

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