Konrad und Mühlberger kämpften im Bora-Team

Gregor Mühlberger vergab durch einen Sturz einen möglichen Stockerlplatz. - Foto: Bora-hansgrohe
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RADSPORT. Gregor Mühlberger kämpfte mit Valverde und Wellens um den Sieg bei der Trofeo Tramuntana.

Nachdem fünf Mann, u.a. auch der Niederösterreicher Gregor Mühlberger, sich am Piug Major entscheidend absetzten können, stoppt ein Sturz auf den letzten Kilometern den österreichischen Staatsmeister. Nach einer absoluten Top Leistung kann er mit dem fünften Platz dennoch zufrieden sein. Mit den Rängen sechs und zehn runden sein Landsmann Patrick Konrad und Felix Großschartner eine starke BORA hansgrohe Teamleistung ab. Den Sieg holt sich wie im Vorjahr T. Wellens am zweiten Tag der Mallorca Challenge.

Das zweite Rennen der Mallorca Challenge war ein erster richtiger Härtetest für die Kletterer im Feld. Nicht weniger als sechs Bergwertungen waren auf den 140,1 Kilometern zwischen der Serra de Tramuntana und Deia zu bewältigen. Mit dem Puig Major stand auch der höchste Berg der Mittelmeerinsel auf dem Programm.

Die Teamtaktik griff

Letztes Jahr konnte Emanuel Buchmann mit einem Top-Ergebnis aufzeigen. Dieses Jahr hatte der deutsche Bergspezialist mit Patrick Konrad, Gregor Mühlberger und Felix Großschartner gleich drei österreichische Kletterer an seiner Seite. BORA – hansgrohe standen damit alle Möglichkeiten offen das Rennen mitzugestalten. Sowohl in Fluchtgruppen, als auch im Schlussanstieg. Wobei sich besonders Großschartner an den Favoriten des Tages orientieren und zum Finale abwarten sollte.

Der erste Teil des Rennes wurde von Enger, dem gestrigen Zweitplatzierten, bestimmt. Nach einigen Attacken konnte sich zuerst eine Vier-Mann-Gruppe lösen, von der Enger ein weiteres Mal attackierte. Am Aufstieg zum Puig Major änderte sich aber die Rennsituation völlig, als Wellens und Valverde ernst machten. Zuerst bildete sich eine rund 20 Mann starke Spitzengruppe, wobei BORA – hansgrohe mit Mühlberger, Konrad und Großschartner stark vertreten war. Dann konnten sich fünf Fahrer aus dieser Gruppe entscheidend absetzen – Valverde, Wellens, Brambilla, Moscon und Gregor Mühlberger. Das Quintett harmonierte gut und hatte bald einen Vorsprung von über drei Minuten. In der Abfahrt hatten Valverde und Mühlberger etwas Probleme, konnten am letzten Anstieg aber wieder aufschließen. Kurz vor dem Ziel kam Gregor, nach einer herausragenden Leistung, auf der Küstenstraße nach Deia zu Sturz. Damit waren die Siegchancen begraben, dennoch erreicht der junge Niederösterreicher noch als starker Fünfter das Ziel. Den Sprint der Verfolgergruppe gewann Patrick Konrad. Die Teamleistung komplettierte Felix Großschartner mit Rang zehn.

„Ich bin selbst überrascht, wie gut es heute gelaufen ist. Auf der Abfahrt vom Piug Major wollte ich nichts riskieren, da die Straßen extrem rutschig waren. Am letzten Anstieg konnte ich mit Valverde noch einmal aufschließen, leider bin ich aber dann doch noch gestürzt. Ich hatte keine Chance zu reagieren, es ging so schnell, ich bin einfach ohne Vorankündigung weggerutscht. Ich bin trotzdem sehr zufrieden, hätte nie gedacht, dass ich um den Sieg mitfahren kann. Es heißt jetzt vorsichtig zu sein und nicht zu früh in Form zu kommen“, so Mühlberger.

„Großes Kompliment an die ganze Mannschaft, das war heute richtig stark, was die Jungs gezeigt haben. Es war extrem rutschig und leider haben wir Emu Buchmann schon in der Abfahrt vom Orient verloren. Es ist ihm aber zum Glück nichts passiert. Als das Rennen dann am Puig richtig losging waren wir noch mit drei Mann in der Gruppe dabei. Gregor Mühlberger hat es dann noch in die Fünf-Mann-Spitze geschafft. Leider kam er rund drei Kilometer vor dem Ziel noch zu Sturz, sonst wäre in jedem Fall das Podium drin gewesen. Aber auch Patrick Konrad und Felix Großschartner sind ein starkes Rennen gefahren. Mit drei in den Top Ten haben wir zeigen können, welches Potenzial in der Mannschaft steckt,“ gab es Lob vom sportlichen Leiter Jens Zemke.

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