Lietz in Shanghai mit Porsche auf Titelkurs

Der Ybbsitzer Richard Lietz peilt in Shanghai einen Podestplatz an.. - Foto: Porsche
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MOTORSPORT. In Shanghai, im Reich der Mitte, biegt Richard Lietz in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC auf die Zielgerade der Saison ein.

Für Richard Lietz läuft im Kampf um den Titel weiter alles nach Plan: Mit seinem 470 PS starken Porsche 911 RSR startet er morgen, Sonntag, auf dem Shanghai International Circuit als Spitzenreiter im World Endurance Cup für GT-Piloten zum vorletzten Saisonrennen. Sein Teamkollege in der stark besetzten Klasse GTE-Pro ist der Däne Michael Christensen, mit dem er in diesem Jahr schon die Rennen am Nürburgring und in Austin gewonnen hat.

Das Sechsstundenrennen auf dem 5,541 Kilometer langen Shanghai International Circuit ist neben dem Formel-1-Grand-Prix das zweite motorsportliche Großereignis in China. Die Strecke wurde 2004 eröffnet und ist eines der vielen Prestigeobjekte, mit dem das Land zu Beginn des neuen Jahrtausends der Welt sein technisches Know-how und seine Wirtschaftskraft demonstrieren wollte. Bei ihrem Bau mussten wegen des sumpfigen Untergrunds über die gesamte Anlage verteilt rund 43.000 Pfähle in den Boden gerammt werden.

Ein Podiumsplatz ist Realität

„Nach Shanghai reise ich immer wieder gerne. Das ist eine tolle Stadt, die Tradition und Moderne auf faszinierende Art und Weise vereint. Letztes Jahr gab es einen Doppelsieg für Porsche, und ich bin zuversichtlich, dass wir auch diesmal wieder ganz vorne dabei sind. Unser Auto funktioniert, wir haben ein gutes Paket. Ein Podium sollte auf jeden Fall möglich sein. Die Strecke hat eine sehr lange Gerade und einige schnelle Kurven, deshalb muss man bei der Abstimmung der Aerodynamik einen guten Kompromiss finden. Das ist aber nicht einfach, weil sich der Belag im Laufe des Rennwochenendes teilweise dramatisch verändert. Anfangs liegt kaum Gummi auf der Strecke, weil dort nicht allzu viele Rennen stattfinden, doch der Reifenabrieb wird wird von Tag zu Tag mehr. Das macht die Abstimmung noch schwieriger. Doch wir haben in den vergangenen Jahren auf dieser Strecke viel Erfahrung gesammelt und sind deshalb recht optimistisch.“

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