Österreichs U21 erfüllte den Auftrag vom Teamchef

SKN-Talent Sandro Ingolitsch. - Foto: SKN
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FUSSBALL. Nach dem 3:2-Sieg  gegen Russland steht Österreich fix im Play-off der vier besten Gruppenzweiten.

Österreich U21 – Russland U21 3:2 (1:1). – Österreich: Schlager – Ingolitsch, Lienhart, Wöber, Ullmann – Ljubicic (46. Ljubic), Danso (74. Jakupovic) – Baumgartner (55. Horvath), Laimer, Wolf – Grbic. – Tore: Adrian Grbic (12.), Hannes Wolf (48.), Arnel Jakupovic (75.) bzw. Fedor Chalov (14., 52.). – Das U21 ÖFB-Team ist die aggressivere Mannschaft und der Führung in einem flotten Fußballspiel deutlich näher als die Gäste. Adrian Grbic ist in der achten Minute besonders nahe dran, doch Torhüter Maksimenko verhindert nach einem Laimer-Querpass mit einer Glanzparade das 1:0.

Wenig später ist dann aber auch der russische Schlussmann machtlos. Maximilian Ullmann flankt präzise und scharf zur Mitte, wo Grbic nur noch den Kopf hinzuhalten braucht – 1:0. (12.) Die Russen haben jedoch die passende Antwort und gleichen schon zwei Minuten später durch Topstürmer Fedor Chalov aus. Der Führende der Torschützenliste der russischen Premier Liga nutzt eine Unachtsamkeit eiskalt zum 1:1. (14.). Vor der Pause büßt die Begegnung dann etwas an Unterhaltungsfaktor ein. Die Österreicher kontrollieren das Geschehen, können aber die Führung vorerst nicht zurückerobern.

Das gelingt dann aber unmittelbar nach Wiederanpfiff, als Hannes Wolf mit einer Einzelleistung die gesamte russische Abwehr düpiert und zum 2:1 trifft. (48.) Zum Leidwesen der Österreicher haben die Gäste jedoch wieder die postwendende Antwort parat. Erneut ist es Chalov, der ein scharfes Zuspiel von Zhigulev verarbeitet und Schlager mit einem Lob keine Chance lässt. (52.).

Werner Gregoritsch setzt auf totale Offensive

Beide Teams drängen in der letzten halben Stunde auf den Sieg. ÖFB-Teamchef Werner Gregoritsch bringt in der zweiten Halbzeit mit Arnel Jakupovic, Sascha Horvath und Ivan Ljubic drei Offensivkräfte – und beweist damit ein “goldenes Händchen”: Arnel Jakupovic verwertet wenige Augenblicke nach seiner Einwechselung eine Kopfballablage von Grbic zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer (75.).

“Es war eine Nervenschlacht”, sagt ÖFB-Teamchef Werner Gregoritsch über die Begegnung und über die langen Minuten, bis nach dem Schlusspfiff endlich der Aufstieg in die Play-offs feststand. “Ich habe bis zum Schluss immer an die Mannschaft geglaubt, weil sie in diesem Lehrgang hervorragend trainiert und heute heroisch gekämpft hat”, sagt Gregoritsch. “Ich freue mich, dass schlussendlich alle Umstellungen aufgegangen sind”, so der Teamchef, der in der Halbzeit-Pause Wolf auf die linke Seite beorderte und Siegestor-Schütze Jakupovic einwechselte. “Er hat bestätigt, was er im Training gezeigt hat”, so der 60-Jährige über den krankheitsbedingt erst am Wochenende zur Mannschaft gestoßenen Empoli-Stürmer.

Durch den Sieg beenden die Österreicher die Gruppe 7 auf Platz zwei. Gleichzeitig reichen die Leistungen des U21-Nationalteams auch zum Einzug ins Play-off. Mitte November spielen die vier besten Gruppenzweiten die beiden letzten Tickets für die UEFA U21 EURO in Italien aus. Die möglichen Gegner lauten u.a. Polen und Griechenland. Vor zwei Jahren ist man aufgrund der Auswärtstorregel an Spanien gescheitert (1:1, 0:0).

“Ich freue mich, dass wir zum zweiten Mal in Folge im Playoff dabei sind. Wir werden uns wieder gut vorbereiten und ich hoffe, dass die Mannschaft den Flow aus den Spielen gegen Serbien und Russland in den November mitnimmt”, so Gregoritsch.

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