Patrick Konrad festigte seinen Platz im Spitzenfeld

weiterhin in guter Verfassung: Der Niederösterreicher Patrick Konrad. - Foto: Bora
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RADSPORT. Der Niederösterreicher Patrick Konrad sprintet in Vence aus einer kleinen Gruppe der Favoriten auf Rang sieben.

 

Ein sonniger, aber zugleich harter Tag erwartete die Fahrer auf der sechsten Etappe von Paris – Nizza. Mit fünf Bergwertungen, eine der ersten Kategorie nur zehn Kilometer vor dem Ziel, waren die 198 Kilometer von Sisteron nach Vence eine echte Herausforderung. Schmale, winkelige Straßen erschwerten das Finale noch zusätzlich.

Es war zu erwarten, dass spritzige Fahrer wie Alaphilippe den letzten Anstieg für eine Attacke nutzen würden. Es war also besonders wichtig, diesen Anstieg in guter Position in Angriff zu nehmen. BORA – hansgrohe’s Felix Großschartner und Patrick Konrad kannten diese Gefahren und wussten, dass sie auf den letzten 20 km besonders aufmerksam sein mussten. Für den Rest des Teams ging es darum die ersten Bergwertungen zu überstehen, um dann vor dem Finale Felix und Patrick in Position fahren zu können.

Patrick Konrad am “letzten Zacken”

Diesmal war das Tempo von Beginn an enorm hoch, und nach etwa zehn Kilometern konnten sich sechs Fahrer vom Feld absetzen, die wenig später von sieben weiteren Fahrern eingeholt wurden. Nachdem mit Teuns ein Fahrer an der Spitze war, der nur eine Minute Rückstand in der Gesamtwertung hatte, begann Astana sofort im Feld zu arbeiten. Bei Rennkilometer 60 wurde Teuns aus der Spitze abgehängt, damit wurde das Tempo im Feld nun etwas gemächlicher. Trotzdem wurden die Ausreißer nie weiter als drei Minuten weggelassen. Als Quickstep und Bahrain-Merida sich an der Führungsarbeit im Feld beteiligten, begann der Vorsprung ständig zu schmelzen. Während am vorletzten Anstieg die Spitzengruppe auseinander flog, übernahm Sky im Feld die Kontrolle und wenig später in der Abfahrt, waren alle Ausreißer von einem rasenden Peloton eingeholt. Von da an blieb das Tempo unglaublich hoch bis zum Ende. Michelton-Scott bereitete einen Angriff vor, während auch BORA – hansgrohe um die besten Positionen im Feld kämpfte. Attacke folgte nun auf Attacke und die Gruppe der Favoriten wurde kleiner und kleiner. Patrick Konrad konnte sich mit letzter Kraft in der ersten Gruppe halten, während Felix Großschartner auf den letzten fünf km Probleme bekam. Am Ende holte  Molard den Sieg mit einer späten Attacke. Patrick Konrad sprintete auf einen hervorragenden siebenten Rang, Felix Großschartner konnten seinen Rückstand in Grenzen halten und verlor 1:11 auf den Etappensieger. Konrad liegt nun auf Rang zehn in der Gesamtwertung, während Felix auf den 18. Rang zurückfiel.

 

„Vor vorletzten Anstieg weg war das heute nur mehr Vollgas. Ich war total am Limit und musste wirklich hart kämpfen, um da vorne dran zu bleiben. Im letzten Kreisverkehr habe ich vielleicht die falsche Seite genommen, darum war ich danach etwas eingebaut. Aber mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden und der siebente Platz ist auch in Ordnung. Aber das Wichtigste war heute einfach vorne dabei zu sein,“ so der Niederösterreicher Patrick Konrad.

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