Planet Pure Frauen Bundesliga zurück aus Länderspielpause

SKN Frauen-Trainerin Liese Brancao. - Foto: SKN
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FUSSBALL. Nach dreiwöchiger Länderspielpause meldet sich die Frauen Bundesliga in der laufenden Meisterschaft zurück.

 Das Spitzenspiel absolvieren Tabellenführer SKN St. Pölten und Aufsteiger Wacker Innsbruck. Aber auch die direkten Duelle zwischen FC Bergheim und SKV Altenmarkt sowie zwischen den ehemaligen Serienmeistern SV Neulengbach und Union Kleinmünchen sind brisant.

Auf dem Papier ist es das Spitzenspiel der Runde, dennoch fühlt sich das Gastspiel von Aufsteiger FC Wacker Innsbruck (4.) bei Liga-Primus SKN St. Pölten (1.) am Sonntag für Schwarz-Grün wohl an wie ‘David gegen Goliath’. “Wir freuen uns auf die Aufgabe, gegen die beste Mannschaft des Landes zu spielen”, so Wacker-Trainer Masaki Morass, der seinem Team die Sensation zutraut, aber auch weiß: “Wir werden sicher viel lernen.” Neuerlich reisen die Innsbruckerinnen stark ersatzgeschwächt nach Niederösterreich. Auf Seiten der ‘Wölfinnen’ hat man viel Respekt für den Aufsteiger übrig, wie die sportliche Leiterin Liese Brancao betont: “Wir haben Innsbruck beobachtet, sie sind taktisch sehr diszipliniert und spielen sehr mutig. Wir müssen hochkonzentriert spielen.” Isabella Dujmenovic wird das Spitzenspiel verletzungsbedingt wohl verpassen.

Kleinmünchen gastiert bei Ex-Angstgegner Neulengbach

Jahrelang war der SV Neulengbach (8.) der Angstgegner von Union Kleinmünchen (7.). Doch wenn die Oberösterreicherinnen am kommenden Sonntag im Wienerwald-Stadion gastieren, sind sie diesmal die Favoritinnen – zumindest auf dem Papier. Neulengbach rangiert nach schwachem Saisonstart unmittelbar hinter Union Kleinmünchen auf Platz acht. Die Linzerinnen schieben die Favoritenrolle dennoch den Niederösterreicherinnen zu. ” Aufgrund der individuellen Klasse der Gegnerinnen sehen wir uns als klarer Außenseiter. Aus dieser Position heraus wollen wir versuchen, so kompakt wie möglich zu agieren und Nadelstiche in der Offensive zu setzen”, stapelt Co-Trainer Martin Hofer tief. Neulengbach hat jedoch aufgrund von vielen schweren Verletzungen viel von der vielzitierten individuellen Klasse eingebüßt. Am Sonntag wird es, so Trainer Mario Graf, nur über den Teamgeist gehen: “Wir sind sicher nicht Favorit, müssen über das Kollektiv kommen und sollten auf jeden Fall punkten, um uns von unten abzusetzen.” Teamspielerin Julia Hickelsberger-Füller könnte nach Verletzungspause wieder zum Einsatz kommen. Jelena Dordic ist krankheitsbedingt wohl nicht einsatzfähig. Das Tor wird diesmal die Deutsche Jessica Bos hüten.

Der SK Sturm Graz liegt mit vier Siegen aus fünf Spielen derzeit auf Rang drei und ist punktegleich mit SG USC Landhaus/Austria Wien somit direkter Verfolger von Serienmeister SKN St. Pölten. Wenn am Samstag Schlusslicht FC Südburgenland in Graz-Messendorf gastiert, sind die Rollen klar verteilt. “Ja, es ist ein Pflichtsieg, aber genau das ist oftmals die Schwierigkeit. Wir haben trotz des Tabellenstandes Respekt vor dem Gegner”, so Sturm-Trainer Christian Lang, der an das 1:1 aus dem Herbst erinnert, das schließlich die Champions-League-Teilnahme kostete. Die Steirerinnen, bei denen Schlüsselspielerin Heather Sybert aus persönlichen Gründen in die USA zurückgekehrt ist, haben in der Länderspielpause vermehrt die Offensive trainiert. Beim FC Südburgenland hat Neo-Coach Rene Mahlknecht die spielfreien Wochen genutzt, um sich ein Bild vom Kader zu machen. Trotz dünner Personaldecke und null Punkten aus fünf Spielen herrscht Zuversicht. “Sich nur hinten reinzustellen und auf ein Wunder zu hoffen, wird auf Dauer keinen Erfolg bringen”, so Mahlknecht, angesprochen auf seine taktische Herangehensweise.

Vor der Länderspielpause verlor die SG USC Landhaus/Austria Wien (2.) ihre Tabellenführung aufgrund der 1:3-Niederlage gegen Sturm an den SKN St. Pölten. Damit nicht auch noch die Grazerinnen an den Wienerinnen vorbeiziehen, braucht es am Sonntag einen Sieg beim FFC Vorderland (9.). “Es wird schwer, aber wir werden die drei Punkte machen”, gibt sich Landhaus-Trainer Andreas Radakovits selbstbewusst. Abwehrspielerin Linda Winkler steht nach Verletzungspause wieder zur Verfügung. Für die Vorarlbergerinnen hingegen läuft es in deren zweiter Bundesliga-Saison bislang nicht rund. Derzeit steht lediglich ein Sieg zu Buche. Bereits 15 Gegentreffer, die zweitmeisten ligaweit, hat die Elf von Trainer Bernhard Summer zugelassen. Es liegt also auf der Hand, wo der Hebel angesetzt werden muss. “Wir wollen endlich einmal zu Null spielen”, so der Trainer. Vorderland werde sich aber dennoch nicht verstecken und versuchen, “auch einmal gegen einen großen Gegner zu punkten.”

Nach fünf Runden sind der FC Bergheim (5.) und der SKV Altenmarkt (6.) lediglich durch zwei Tore getrennt. Beide stehen bei sechs Punkten und wollen am Sonntag mit einem Sieg den Anschluss an das obere Mittelfeld halten. Altenmarkt will zudem die jüngste, unerwartete 2:3-Niederlage gegen Wacker Innsbruck ausmerzen. “Das Mindestziel ist ein Unentschieden, aber wir wollen natürlich gewinnen”, erklärt Altenmarkt-Trainer Kurt Hoffer, der mit Ausnahme der langzeitverletzten Spielerinnen auf den gesamten Kader zurückgreifen kann. Ähnlich lautet die Zielsetzung von Bergheim-Coach Helmut Hauptmann. ” Drei Punkte wären sehr wichtig. Die Voraussetzungen sind gut, denn wir sind gut drauf und haben keine Ausfälle.”

Planet Pure Frauen Bundesliga, 6. Runde

Samstag, 13. Oktober 2018
14:00: SK Sturm Graz – FC Südburgenland (Messendorf, Trainingszentrum)

Sonntag, 14. Oktober 2018
11:00: SKN St. Pölten Frauen : FC Wacker Innsbruck (Sport.Zentrum.NÖ)
11:00: FFC Vorderland : SG USC Landhaus/Austria Wien (Röthis)
12:00: FC Bergheim : SKV Altenmarkt (Bergheim)
16:00: SV Neulengbach : Union Kleinmünchen (Neulengbach)

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