Platz sechs für Österreich bei Priester-Fußball-EM

Das österreichische Priesterteam ist mit großem Engagement bei der EM angetreten. - Foto: Wolfgang Zarl
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FUSSBALL. Bei der Priester-EM in Brescia (Italien) errang Österreich Platz 6. Das ist die bisher beste Platzierung. 

Wesentlich besser lief es für die Polen. Sie sind somit zum fünften Mal Europameister und ziehen in dieser Wertung mit Kroatien gleich. Bei den Teams von Ungarn und Montenegro spielten sogar zwei Bischöfe mit. Voraussichtlich wird Montenegro das Turnier 2019 austragen, Ersatz wäre Ungarn. 16 Länder nahmen in diesem Jahr mit insgesamt 250 Priestern teil. “Die siegreichen Länder konnten auf einen großen Pool an jungen Priestern zurückgreifen“, so Kapitän, Tormann und Pfarrer von Ybbs/Donau, Hans Wurzer. Er meint, dass für Österreich noch mehr möglich gewesen wäre, aber jetzt sei man auf Augenhöhe mit den anderen Nationen, ist der Ybbser Pfarrer stolz. Wurzer konnte aus 3.600 heimischen Geistlichen auswählen. Die österreichische Nationalmannschaft setzt sich übrigens aus Priestern aus sechs Nationen zusammen. Wurzer schätzt das Ergebnis noch höher ein als in den letzten Jahren: „Wir haben das beste Ergebnis erreicht, dafür gebührt unseren neuen und jungen Priestern große Anerkennung.“ Um sich richtig zu motivieren, ruft das österreichische Team vor jedem Spiel ein ehrfurchtsvolles, kraftvolles, dreifaches „Halleluja“.

Am 18. März können Fans der österreichischen Nationalmannschaft bei einem Benefizfußballturnier in Bruck/Mur zuschauen.

Sportbischof Alois Schwarz sprach großes Lob aus

Erste Reaktionen gibt es bereits. So Österreichs Sportbischof Alois Schwarz: „Meine Gratulation und meine Bewunderung für die sportliche Leistung und für den Teamgeist! Eine Freude mit den Priestern, die so große Begabungen haben.“ Sepp Eppensteiner von der Kirchensportlerorganisation „Kirche und Sport“ erklärt: „Der Grundstein für diesen Erfolg wurde bereits bei der EM 2015 in Österreich gelegt, bei der das Team zusammengewachsen ist und große Popularität gewann. Hartes Training, Gottvertrauen und schon steht man ganz vorne in Europa. Platz 6 einfach nur genial.“ Es freue ihn, wie unglaublich populär das Team in Österreich sei.

Wurzer bedankt sich auch bei den österreichischen Fans: „Wir haben gespürt, dass uns viele die Daumen gedrückt haben. Manche sprachen sogar von „Wunder-Team“. Die Geistlichen haben bei dem Turnier immer viel Spaß und es ist viel Lebensfreude zu spüren. Es kommen Priester aus ganz Europa zusammen und bringen ihre Traditionen mit. Alle Teams singen fröhlich ihre heimischen Lieder. “Gerade bei den österreichischen Liedern sei besonders viel Stimmung aufgekommen”, so der beliebte Seelsorger Hans Wurzer.

Martin Cargnelli

 

 

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