Raceboarder starten in Carezza in die Weltcup-Saison

Auch für Benjamin Karl beginnt die Snowboard-Saison in Carezza. - Foto: ÖSV
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SNOWBOARD. Österreichs Raceboarder starten am Donnerstag in Carezza in die neuen Weltcup-Saison.

Auf dem selektiven Pra-di-Tori-Hang in Carezza eröffnen am morgigen Donnerstag die Raceboarder mit einem Parallelriesentorlauf die Weltcup-Saison 2018/19. Zwei Tage später steigt in Cortina d’Ampezzo ein weiterer PGS. Der ÖSV ist beim italienischen „Doppelpack“ mit acht Herren und vier Damen vertreten.

Benjamin Karl kam mit guten Erinnerungen nach Carezza, konnte sich der Niederösterreicher doch vor zwei Jahren in den Dolomiten in die Siegerliste eintragen. „Im Vorjahr habe ich Carezza ja wegen einer Knöchelverletzung auslassen müssen. Ich habe also das letzte Rennen gewonnen, das ich hier gefahren bin. Ich musste auf diesen Sieg fünf Jahre warten, daher war der Erfolg damals sehr emotional. Das erste Rennen ist immer mit einem Fragezeichen verbunden, weil man nicht genau weiß, wo man steht. Aber eines ist sicher: Ich werde Vollgas geben“, kündigte der Ex-Wilhemsburger an.

Andreas Prommegger führte im Dezember 2012 vor Lukas Mathies einen rot-weiß-roten Doppelsieg in Carezza an. Zuletzt hatte der Doppelweltmeister mit Rückenproblemen zu kämpfen. Dazu kam, dass zwei Rennboards Prommeggers auf dem Rückflug vom Trainingscamp in Copper Mountain (USA) beschädigt wurden. „Wir haben eine lange und intensive Vorbereitung absolviert, in der wir qualitativ sehr hochwertig gearbeitet haben. Ich habe das Training zwar etwas dosieren müssen, da mir schon seit der vergangenen Saison der Rücken ein wenig Probleme bereitet. Mit Carezza wartet gleich zum Start ein sehr schwieriger Hang, auf dem ich aber schon einmal gewinnen durfte“, sagte der Salzburger Routinier, dessen Rennboards von der ÖSV-Servicecrew wieder auf „Vordermann“ gebracht wurden. „Mein Boardbag ist bei der Rückreise aus den USA offenbar auf einen scharfen Gegenstand geworfen worden, denn beide Bretter waren auf der Backside beschädigt. Unsere Serviceleute haben den Schaden aber so gut es ging behoben, also sollte auch vom Material her alles passen“, ergänzte Prommegger.

Mit dem Steirer Sebastian Kislinger, dem Vorarlberger Lukas Mathies und dem Kärntner Alexander Payer, der im Vorjahr beim Parallelriesentorlauf in Cortina d’Ampezzo triumphiert hat, verfügt das ÖSV-Team über drei weitere Anwärter auf Spitzenplätze. Vor allem Kislinger hat in der Vorbereitung mit schnellen Trainingszeiten überzeugt: „Ich habe mir schon in der Vorbereitung viel Selbstvertrauen holen können. Jetzt hoffe ich, dass die Zeit auch für meinen ersten Weltcup-Sieg reif ist“, so Kislinger. Lukas Mathies hat mit dem Umstieg auf neues Material auch neue Reize gesetzt: „Ich habe ja schon während der vergangenen Saison das Material gewechselt, da hatte ich aber noch mit der Umstellung zu kämpfen. Wir haben über den Sommer jedoch sehr gut gearbeitet und ich fühle mich jetzt auf den neuen Brettern sehr wohl“, betonte Mathies. Für Alexander Payer lautet das Motto für den Weltcup-Auftakt „volle Attacke“. „Im Vorjahr ist Carezza für mich mit einer verpassten Qualifikation ziemlich daneben gegangen. Das will ich heuer besser machen und gleich beim ersten Rennen voll da sein“, hat sich Payer vorgenommen.
 
Bei den Damen geht die Salzburgerin Claudia Riegler in ihre 25. Weltcup-Saison. „Ich hätte mir beim Start meiner Karriere nicht in den kühnsten Träumen erwartet, dass ich nach 25 Jahren immer noch dabei sein werde. Aber das Snowboarden ist meine ganz große Leidenschaft und ich freue mich, dass ich immer noch konkurrenzfähig bin und darum kämpfen darf, vorne mitzufahren“, sagte die 45-Jährige, die in der Vorwoche bei einem Trainingssturz eine leichte Gehirnerschütterung erlitt und deshalb in den vergangenen Tagen etwas leiser treten musste.

Sabine Schöffmann geht nach überstandener Sprunggelenksverletzung voll motiviert in den WM-Winter: „Ich habe im Sommer und im Herbst alles dafür getan, um körperlich wieder in einen Top-Zustand zu kommen. Wir haben den Fuß wieder ganz gut hinbekommen und ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht.“ Parallelslalom-Weltmeisterin Daniela Ulbing ist berzeugt, auch im PGS wieder einige Schritte nach vorne gemacht zu haben. „Ich arbeite daran, mich in beiden Disziplinen zu verbessern, wobei im Riesentorlauf alles ein wenig länger dauert als im Slalom“, verriet Ulbing.

Das ÖSV-Aufgebot für die Weltcup-Parallelriesentorläufe in Carezza und Cortina d’Ampezzo:

Damen (4): Jemima Juritz (K), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann (K), Daniela Ulbing (K).

Herren (8): Arvid Auner (ST), Aron Juritz (K), Benjamin Karl (N), Sebastian Kislinger (ST), Lukas Mathies (V), Fabian Obmann (K), Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S).

*** Programm Carezza: ***

Donnerstag, 13. Dezember:
08.45 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
12.30 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren

*** Programm Cortina d’Ampezzo: ***

Samstag, 15. Dezember:
13.00 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
17.00 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren

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