Rieglers Topform sicherte SKN den Bundesligaplatz

SKN-torhüger Riegler ist es zu verdanken, dassder SKN St. Pölten in der Bundesliga bleibt. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Mit einem “erzitterten” Remis gegen Wiener Neustadt sicherte sich der SKN St. Pölten den Bundesligaplatz.

SKN St. Pölten – SC Wr. Neustadt 1:1 (1:0). – SKN: Riegler; Stec, Huber, Luan, Ingolitsch; Schütz (72. Balic), Ljubicic, Martic, Atanga (56. Ambichl); Bajrami (80. Muhamedbegovic), Pak. – SC Wr. Neustadt: Schierl; Hager, Ljubic, Prada; Gründler (69. Kienast), Diarra, Brandner (60. Rusek), Harrer; Miesenböck , Salihi, Ebenhofer (78. Zivotic). – Tore: 1:0 Atanga (44.), 1:1 Luan (75., Eigentor). – Rote Karte: Kienast (91., Tätlichkeit). – NV Arena, 4.800 Zuseher, SR Lechner. – Mit einer guten Ausgangslage und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ging es für unsere Wölfe ins Rückspiel der diesjährigen Relegation. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken wollte man das Duell mit den Wr. Neustädtern endgültig für sich entscheiden und das Ticket für das dritte Jahr im Fußballoberhaus lösen. Aufstellungstechnisch vertraute Leitwolf Dietmar Kühbauer großteils auf die Erfolgsmannschaft aus dem Hinspiel. Einzig der wiedergenese David Atanga rückte für den verletzten Daniel Luxbacher ins Team…eine Tatsache, die noch sehr wichtig für die Wölfe sein würde!

Traumtor ebnet den Weg

Doch zunächst musste unser Flügelflitzer ganz schön was einstecken: Denn bereits nach 40 Sekunden wurde er von Prada mit einem Brutalofoul abgeräumt. Schiedsrichter Lechner beließ es aber bei Gelb (1.) – eine klare Fehlentscheidung. Im Anschluss übernahmen allerdings die Gäste das Kommando auf dem Feld und drückten bereits früh auf den ersten Treffer. So musste etwa Luan in höchster Not gegen Miesenböck retten (9.), ehe Gründler aus guter Position verzog (15.).

Die St. Pöltner Wölfe brauchten gut eine halbe Stunde, ehe sie selbst zu ihrem Spiel fanden: Den ersten Abschluss verzeichnete dann Youngster Ljubicic, der nach einem Atanga-Solo von der Strafraumgrenze am langen Eck vorbeischoss (26.), ehe Schütz nach einer schnellen Kombination aus kurzer Distanz das Visier schlecht eingestellt hatte (32.).

Kurz vor der Pause kam aber der große Auftritt von David Atanga: Nach einem hohen Ball von Huber aus der Abwehr heraus nahm sich der Ghanaer ein Herz und hob das Leder volley aus 35 Metern über den zu weit vor dem Tor stehenden Schierl zum 1:0 in die Maschen (44.). Ein Treffer der Marke Traumtor, der das Tür zur Bundesliga wieder ein Stück weiter aufstieß! Mit dieser knappen Führung ging es auch in die Kabinen.

Zittern bis zum Schlusspfiff

Doch entschieden war mit diesem Zwischenstand noch lange nichts. Denn die Gäste warfen in der zweiten Hälfte nochmals alles nach vorne. Zwar hatte Pak die erste Gelegenheit nach der Pause (47.), danach stürmten aber nur mehr die Neustädter. Erst trafen Harrer und Miesenböck jeweils nur das Außennetz (64., 73.), ehe Riegler gegen Letztgenannten kurz darauf mit einer Glanztat den Ausgleich verhinderte (74.).

Bei der anschließenden Aktion war aber auch er machtlos, als Salihi nach einem Gestocher den Ball Richtung Tor beförderte, wo er von Luan in Netz abgelenk wurde: 1:1 (75.)! Die Mählich-Elf roch ihre Chance und die Wölfe bekamen in der Defensive zunehmend Probleme. Bereits drei Minuten später hatte Ebenhofer nach einer weiteren überragenden Parade von Riegler gegen Salihi die Möglichkeit, den Zweitligisten per Abstauber in Front zu bringen, verzog aber zum Glück vom Elferpunkt (78.).

Als dann noch Stec bei einem Hager-Kopfball per Flugeinlage auf der Linie den Rückstand verhinderte, machte sich bei den Gästen allerdings langsam aber sicher Verzweiflung breit (83.). Diese entlud sich letztendlich in der Nachspielzeit, als Kienast nach einer Tätlichkeit an Huber die Rote Karte kassierte (91.). Es war der negatzive Schlusspunkt eine nervenaufreibenden Partie, an deren Ende die Kühbauer-Elf jubeln durfte.

Mit diesem Remis bleibt man nämlich auch in der Saison 2018/2019 Teil der österreichischen Bundesliga! Jetzt geht es für die Spieler erstmal in den wohlverdienten Urlaub, ehe Ende Juni der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen wird.

Nüchtern sieht SKN-Choach Dietmar Kühbauer das Remis: „Natürlich sind wir jetzt alle sehr happy, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Nach dem 1:0, einem Genieblitz von David Atanga, hätten wir ruhiger spielen müssen. In den letzten 20 Minuten haben wir alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Der Puls ist bei uns Trainern und den Ersatzspielern in dieser Phase auf 270, 280 geklettert. Die Neustädter haben dann alles riskiert, mehr als noch vor der Pause, viel mit langen Bällen operiert, während wir offensichtlich dem Stress Tribut zollen mussten. Gott sei Dank haben wir mit Riegler einen Toptorhüter, einen der besten in Österreich.“

Christoph Riegler sieht man die Erleichterung an: „Es ist uns nicht ein Stein, sondern eine ganze Weltkugel vom Herzen gefallen. Wir sind nicht so wie gewollt ins Spiel gekommen und haben die Wiener Neustädter vor allem nach der Pause zu viel spielen lassen. Es war dann eine reine Nervenschlacht. Deshalb sind wir auch froh, dass wir sie gewonnen haben.“

 

 

 

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