Schütz-Doppelpack ließ Sturm Graz erzittern

Auch zwei Tore von Daniel Schütz konnten nicht die Niederlage gegen Sturm Graz verhindern. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Der SKN hatte den Bundesliga-Tabellenführer voll gefordert, erlitt einmal mehr eine unglückliche 2:3-Niederlage.

SK Sturm Graz – SKN St. Pölten 3:2 (3:2). – SKN: Riegler; Stec, Diallo, Huber, Mehmedovic; Rasner; Schütz, Martic (87. Riski), Hofbauer (26. Balic), Bajrami; Entrup (80. Pak). – Sturm Graz: Siebenhandl; Maresic, Schoissengeyr, Lykogiannis; Koch, Jeggo, Zulj, Potzmann; Hierländer, Alar (73. Röcher), Zulechner (65. Eze). – Tore: Schoissengeyr (1.), Potzmann (6.), Schoissengeyr (33.); Schütz (11., 38.). – In ihrem ersten Spiel der Rückrunde wollten der SKN St. Pölten die Abschiedsfeier von Sturm-Cheftrainer Franco Foda gehörig verpatzen und nach bisher nur einem Punkt in der Fremde endlich auch in einem Auswärtsspiel voll anschreiben. Das SKN- Trainergespann musste die Startelf allerdings gehörig umbauen und brachte aufgrund von Sperren und Verletzungen mit Diallo, Mehmedovic und Martic gleich drei frische Kräfte. Der Beginn der Partie sollte allerdings überhaupt nicht nach Wunsch verlaufen…

Denn wie schon vor einem Jahr geriet das Tabellenschlusslicht in der Merkur Arena bereits früh klar ins Hintertreffen. In der ersten Aktion des Spiels konnte Riegler zwar noch gegen Zulechner retten, beim darauffolgenden Eckball und dem Kopfball von Schoissengeyr war er aber machtlos – 1:0 für die Hausherren (1.). Nur wenige Minuten nach dem ersten Gegentreffer verlor Diallo als letzter Mann gegen Zulechner leichtfertigden Ball: Er legte frei vor dem Tor auf Potzmann ab und der schob ohne Probleme zur 2:0-Führung für Sturm ein (6.). Der Fehlstart war damit perfekt.

Doch der SKN bewies ab diesem Zeitpunkt große Moral und kämpfte sich in ein zu diesem Zeitpunkt fast schon verloren geglaubtes Spiel zurück. Denn mit dem ersten gefährlichen Angriff gelang in der 11. Minute der Anschlusstreffer. Nach einem Steilpass auf dem linken Flügel zog Schütz auf und davon, ließ im Grazer Strafraum zwei Gegenspieler stehen und vollendete überlegt ins lange Eck zum 1:2 (11.). Und beinahe wäre den Wölfen kurz darauf der Ausgleich gelungen, doch Mehmedovic scheiterte mit einem Kracher aus zwanzig Metern an einer starken Parade von Goalie Siebenhandl (16.).

Wenig später folgte der nächste Tiefschlag: Kapitän Dominik Hofbauer verletzte sich bei einem Zweikampf im Mittelfeld unglücklich am Knöchel und musste mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden (26.). Die daraus entstandene kurzeitige Unordnung nutzte Sturm eiskalt aus und erhöhte durch den zweiten Treffer von Schoissengeyr nach einer Ecke auf 3:1 (33.).

Abermals fanden die Niederösterreicher die richtige Antwort: Nach einem Wechselpass in den Strafraum legte Entrup in den Rückraum auf Schütz ab, der mit einem satten Schuss ins rechte Eck seinen Doppelpack schnürte und die Wölfe wieder heranbrachte (38.). Mit diesem 2:3-Rückstand ging es auch in die Kabinen.

Aufopferungsvoller Kampf nicht belohnt

Nach dem Seitenwechsel übernahm das Wolfsrudel dann endgültig die Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz. Zwar blieben die Grazer immer wieder im Konter gefährlich, den Stempel drückten dem Spiel aber die Lederer-Elf  auf. Allerdings versandeten die Angriffe leider vor der Strafraumgrenzer, da meistens die entscheidende Idee im vorderen Drittel fehlte.

So blieb ein Entrup-Kopfball, der zu zentral auf das Tor kam, lange Zeit die einzige Ausgleichsmöglichkeit (49.), während auf der Gegenseite Zulechner (53., 63.) zwei Möglichkeiten auf die Entscheidung auf dem Fuß hatte, dabei jeweils aber das Tor nicht traf. Kurz vor dem Ende bot sich de,m Tabellenschlusslicht nochmals die große Gelegenheit zum Ausgleich, als der eingewechselte Pak einen weiten Ball in die Spitze auf den aufgerückten Huber verlängerte, dieser aber frei vor Siebenhandl das Leder nicht traf (93.).

Somit musste Trainer Lederer mit seinem Team wieder mit leeren Händen den Platz verlassen, obwohl der Tabellenführer keineswegs besser war und sich einen Zähler verdient hätte. Am nächsten Wochenende gibt´s im Heimspiel gegen den SK Rapid Wien die letzte Gelegenheit um nochmals voll anzuschreiben, ehe es in die Winterpause geht.

 

 

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