SKN hat Rekordmeister Rapid Punkt abgeknöpft

SKN-Jubel nach dem Ausgleichstor durch den Kopfball. von Huber. - Foto. Lackinger
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FUSSBALL. Das erste Spiel der “Doppelbegegnung” zwischen dem SKN St. Pölten und Rapid Wien endete 1:1.

SKN St. Pölten – Rapid Wien 1:1 (1:1). – SKN: Riegler; Stec, Huber, Diallo, Mehremic; Ambichl, Perchtold (89. Martic); Dieng, Thürauer (78. Hartl), Korkmaz (61. Schütz); Doumbouya. – SK Rapid Wien: Knoflach; Dibon, Sonnleitner, M. Hofmann (37. Wöber); Pavelic (73. Auer), Szanto, S. Hofmann (68. Murg), Schwab,  Schrammel; Joeliton, Kvilitaia. – Tore: Huber (45.); Joeliton (22.). -Begrüßenwerte Aktion der rund 1600 Rapid Fans. Vor dem Anpfiff durch Schiedrichter Harkam eine tolle Aktion der etwa 1600 Rapid-Fans. Sie, die den St. Pöltner Franz “Bimbo” Binder (verstorben  1989) aus Erzählungen kennen, huldigten mit einer tollen Choreographie den St. Pöltner im “Bimbo” Binder Stadion, der in “ihrem” Klub durch seine Geoalgetterqualitäten und Erfolgstrainer zur Legende wurde, mit unzähligen Porträts.

7.600 Zuschauer sorgten in der NV Arena bereits vor dem Anpfiff zum Duell mit den sehr disziplinierten Hütteldorfer Fans für viel Stimmung auf den Rängen. Und das Geschehen auf dem Rasen passte sich von Beginn an an die Atmosphäre auf den Tribünen an – denn die Fallmann-Elf, die mit dem wieder spielberechtigten Babacar Diallo und Flügelflitzer Ümit Korkmaz zwei Änderungen in der Startaufstellung zu verzeichnen hatte, zeigte von der ersten Minute an, dass sie sich nicht verstecken wollte.

Die Wölfe begannen sehr aggressiv und kamen in der Anfangsphase auch zu den besseren Gelegenheiten: Zunächst kam Diallo nach einer Flanke von Thürauer nur einen Hauch zu spät (3.), ehe ein Kracher von  Ambichl aus 25 Metern das rechte Kreuzeck nur um Zentimeter verfehlte (8.). Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und kamen zu guten Möglichkeiten: Erst war Schlussmann Christoph Riegler bei einem Querpass von Kvilitaia zur Stelle (11.), ehe er auch gegen Pavelic mit einem starken Reflex den Rückstand verhinderte (19.).

Kurz darauf war allerdings auch er geschlagen. Nach einer weiten Flanke von Thomas Schrammel kam Joeliton an der Strafraumgrenze zum Ball, ließ gleich drei St. Pöltner Abwehrspieler schlecht aussehen und erzielte den Führungstreffer (22.). Danach verloren die Gastgeber den Faden im Spiel. Ein Umstand, den Rapid beinahe ausnutzte: Erst musste Riegler außerhalb des Strafraumes in höchster Not gegen Joeliton retten (31.) wofür er nur die Gelbe  Karte sah, ehe er mit einem weiteren Weltklassereflex bei einem Weitschuss von Schwab das 0:2 verhinderte (35.).

Das gab unseren Wölfen die Gelegenheit, wieder zurück in diese Partie zu finden. Und ebendiese wurde kurz vor dem Pausenpfiff genutzt! Nach einem Ambichl-Freistoß aus dem Halbfeld stieg Michael Huber am höchsten und netzte zum umjubelten Ausgleich ein (45.). Mit diesem 1:1 ging es wenig später auch in die Kabinen.

Nach der Pause verflachte diese Partie immer mehr, wobei keines der beiden Teams in den ersten 25 Minuten ein geeignetes Mittel fand, um das Gehäuse des jeweils anderen ernsthaft zu gefährden. Kampf und körperbetontes Spiel prägten in dieser Phase das Geschehen auf dem grünen Rasen, Torszenen blieben aber Mangelware.

Und so dauerte es bis zur 69. Minute, ehe erneut ein Raunen durch die Menge ging – Cheikhou Dieng traf nach einer Kopfballvorlage von Ambichl das Leder nicht richtig und schoss somit am Kasten von Rapid-Goalie Knoflach vorbei (69.).

Manuel Hartl hatte Siegestor vor seinen Beinen

Doch als alle schon mit einer Punkteteilung rechneten, wäre beinahe noch der große Moment des eingewechselten Manuel Hartl gekommen – dieser kam nach einer Ecke aus fünf Metern frei zum Schuss, doch Knoflach holte mit dem linken Fuß den Ball aus der unteren rechten Ecke.

Somit blieb es am Ende bei der insgesamt gesehen doch gerechten Punkteteilung, mit der der Bundesliganeuling einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf einfahren konnte. Nun liegt der Fokus allerdings voll und ganz auf der Cuppartie am kommenden Mittwoch, wo man den heute liegengelassenen Triumph gegen Grün-Weiß unbedingt nachholen und ins Cup-Halbfinale einziehen möchte. Das könnte auch das Schicksalspiel von Trainer Damir Canadi werden.

Alle Fotos Helmut Lackinger, Tel. : +43 676 3087412

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