Steffi Bendrat und Beate Schrott schafften WM-Limit

Im "Gleichsprung" zum WM-Limit: Beate Schrott (li.) und Steffi Bendrat. - Foto: Georg Franschitz
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LEICHTATHLETIK. Am zweiten Tag der Hallen-Staatsmeisterschaften gab es weitere starke Leistungen zu sehen.

Paukenschlag gleich beim ersten Lauf des Tages. Stephanie Bendrat (Union Salzburg LA) schaffte es, das Limit (8,14s) über 60m Hürden für die Hallen-WM in Birmingham zu erbringen. Ihre bisherige Bestleistung steigerte sie schon in Vorlauf auf 8,08s. Im Finale war die Salzburgerin dann noch einmal um 6/100 schneller und verbesserte sich auf großartige 8,02s, die zweitbeste je von einer Österreicherin gelaufenen Zeit auf dieser Strecke.

„Ich freu mich riesig. Ich kann eigentlich nicht sagen was ich anders gemacht habe heute. Aber ich bin ruhig geblieben und der Abstand zu den Hürden hat gepasst. Im Finale dann gegen Beate zu laufen war toll, da war dann noch mehr Zunder drinnen, das hat sicher nochmal etwas gebracht und mir positive Energie gegeben. Außerdem ist es mir heuer besser gelungen, kleine Fehler von den Vorläufen dann gleich korrigieren zu können, drum habe ich mich im Finale immer steigern können.“

Im Finale dann ließ sich Beate Schrott (Union St.Pölten) dann von ihrer Konkurrentin zum zweiten WM-Limit an diesem Tag ziehen. Nach 8,15 s im Vorlauf knackte sie mit 8,13s in Endlauf die notwendigen 8,14s für Birmingham. Auch bei ihr war die Freude verständlicherweise groß.

„Das ist unglaublich, das WM-Limit war heuer gar nicht mein Ziel, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Daher bin ich absolut ohne Druck gelaufen, auch weil die Saison ja schon ziemlich gut verlaufen ist. Ich kenn das ja schon von früher, dass ich mich gegen Ende der Saison immer steigern kann. Ich bin einfach eine Spätzünderin.“

Dominik Distelberger hatte zweimal die Nase vorne

Mehrkämpfer Dominik Distelberger (UVB Purgstall) konnte sich nach dem Sieg im Stabhochsprung über zwei weitere Titel holen und kürte sich damit zum erfolgreichsten Athleten dieser Titelkämpfe. Zuerst war er im Weitsprung mit 7,26m ungefährdet, danach setzte er sich im Hürdensprint mit 7,95s durch. „Die 7,27 im Weitsprung haben sich eigentlich nicht besonders gut angefühlt, meine weitesten Versuche waren alle ungültig heute. Da ist sicher noch mehr möglich. Im Hürdenfinale wollte ich voll attackieren, das ist mir bis zur letzten Hürde auch gelungen, dort bin ich aber dann schief aufgekommen und etwas ins straucheln gekommen, dafür schaut diese Zeit sehr gut aus.“

Nach seinem Sieg über 3.000m konnte sich Andreas Vojta (team2012.at) auch die 1.500m in souveräner Manier sichern. In einem kontrollierten Temporennen lag er von Beginn an in Führung und holte sich mit einer Zeit von 3:48,40 den neunten Hallen-Staatsmeistertitel in Serie über diese Strecke.

Österreichische Leichtathletik Hallen-Staatsmeister 2018

Männer

400m: Dominik Hufnagl (SVS-LA) 48,48s ÖJBL
1500m: Andreas Vojta (team2012.at) 3:48,40
60m Hürden: Dominik Distelberger (UVB Purgstall) 7,95s ÖJBL
4x200m: ULC Riverside Mödling 1:27,81
Weitsprung: Dominik Distelberger (UVB Purgstall) 7,26m

Frauen
400m: Susanne Walli (TGW Zehnkampf Union) 55,73s ÖJBL
1500m: Anne Baumgartner (SU IGLA long life) 4:34,34min
60m Hürden: Stephanie Bendrat (Union Salzburg LA) 8,02s ÖJBL
4x200m: DSG Wien 1:39,23
Hochsprung: Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union) 1,77m
Dreisprung: Natalie Kitz (LAC Klagenfurt) 12,15 ÖJBL

 

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