U21-Nationalteam könnte Geschichte schreiben

Mannschaftskapitän Philipp Lienhart. - Foto: ÖFB
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FUSSBALL. Das U21-Nationalteam will in Thessaloniki den Grundstein für erstmalige EM-Teilnahme legen.


Das U21-Nationalteam ist in Richtung Thessaloniki abgehoben, wo am Freitag das Hinspiel des EM-Quali-Playoffs gegen Griechenland auf dem Programm steht. Die Begegnung wird um 17 Uhr (MEZ) angepfiffen und von ORF Sport+ live übertragen.

Österreich bestreitet im rund 28.000 Zuschauer fassenden Toumba-Stadion, der Heimstätte von PAOK Thessaloniki, am Abend noch das Abschlusstraining. Tags darauf kämpft die Mannschaft von ÖFB-Teamchef Werner Gregoritsch dann an Ort und Stelle um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag. Das von Raiffeisen präsentierte Heimspiel in der NV-Arena in St. Pölten geht am 20. November (19 Uhr, live auf ORF Sport+) über die Bühne. (Tickets gibt es derzeit noch um 6 Euro).

Der Jahrgang 1996 hat die Chance, als erstes U21-Nationalteam der ÖFB-Geschichte an einer EM-Endrunde teilzunehmen. Dabei hatten viele die Österreicher nach dem unglücklichen Start in die EM-Qualifikation im Herbst 2017 bereits abgeschrieben. Doch die ÖFB-Elf setzte 2018 zur Aufholjagd an und sicherte sich mit vier Siegen und einem Unentschieden noch die Teilnahme am Playoff der vier besten Gruppenzweiten.

Aus etwas anderer Ausgangsposition gehen die Griechen ins Rennen um eines der verbleibenden Tickets für die UEFA U21 EURO 2019 in Italien und San Marino (16. bis 30. Juni). Die Mannschaft von Torwart-Legende Antonios Nikopolidis hielt lange Zeit Kurs auf Platz eins und die direkte EURO-Teilnahme. Schlussendlich rutschten die Hellenen durch eine Niederlage gegen Kroatien noch ins Playoff ab.

Die Spieler sind hungrig

ÖFB-Teamchef Werner Gregoritsch beziffert die Chancen, das Playoff im dritten Anlauf – im Vorjahr scheiterte man aufgrund der Auswärtstorregel an Spanien – erstmals zu überstehen mit 50:50. „Wir sehen uns auf keinen Fall in der Favoritenrolle. Die Griechen haben eine starke Qualifikation gespielt und bewiesen, dass dieser Jahrgang Qualität hat“, so Gregoritsch.

„Ich habe vernommen, dass wir der ‚Wunschgegner‘ der Griechen sind. Das ist eine Zusatzmotivation für uns, denn wir wollen kein ‚Wunschgegner‘ sein, soviel kann ich versprechen“, betont Gregoritsch, der nach starken Trainingseinheiten im Teamcamp von Bad Erlach zuversichtlich ist: „Ich habe das Gefühl, dass die Spieler hungrig sind, als erste U21 zur Europameisterschaft zu fahren. Der Fokus der gesamten Mannschaft sowie des Betreuerteams auf dieses Ereignis ist absolut spürbar.“

ÖFB-Teamkapitän Philipp Lienhart unterstreicht: „Jeder Spieler freut sich auf die Playoffs, darauf haben wir zwei Jahre lang hingearbeitet. Wir hatten eine schwere Qualifikation mit guten Gegnern, jetzt wollen wir den letzten Schritt machen“, so der Freiburg-Legionär.

Offensivmann Mathias Honsak – mit sechs Treffern bester ÖFB-Torschütze der Qualifikation – muss aufgrund einer Bänderverletzug im Knöchel für beide Duelle passen. Maximilian Wöber (Gelbsperre) und Sascha Horvath (krank) verpassen das Hinspiel. Gregoritsch: „Wir haben gegen Serbien und Russland bewiesen, dass wir mit solchen Situationen umgehen können. Ich vertraue der Mannschaft, sie hat genug Qualität.“

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