Universiade: Preiner holt Gold im Siebenkampf

Andreas Vojta schaffte locker den Einzug ins Finale.- Foto: Facebook
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LEICHTATHLETIK. Verena Preiner (Union Ebensee) gewann bei der Studenten-Weltmeisterschaft in Taipeh den Siebenkampf.


Verena Preiner (Union Ebensee) gewann den Siebenkampf überlegen mit 6.224 Punkten und hatte damit am Ende 389 Zähler Vorsprung auf die zweitplatzierte Alysha Burnett (AUS). Rang drei ging an Noor Vidts (BEL). Die Oberösterreicherin übertraf damit zum dritten Mal in ihrer Laufbahn die 6.000-Punkte Marke und blieb trotz der widrigen äußeren Umstände nur acht Zähler unter ihrer Bestleistung von der U23-EM im Juli.

Die bislang letzte Goldmedaille einer weiblichen ÖLV-Athletin bei der Studenten-WM datierte aus dem Jahre 1970, als Maria Sykora den 400m-Lauf gewann.

Österreichs Mehrkämpferinnen haben damit für ein weiteres Highlight im Jahr 2017 gesorgt. Verena Preiner setzte ihre großartige Serie fort und holte sich nach dem ÖLV-Hallen-Fünfkampf-Rekord, Rang sechs bei der Hallen-EM, Silber bei der U23-EM, einem tollen Wettkampf bei der WM in London nun zum Abschluss der Saison noch Gold im Siebenkampf bei der Universiade. Umso beachtlicher ist ihre Leistung in Anbetracht der Tatsache, dass ihr Trainer Wolfgang Adler diesmal aus privaten Gründen nicht dabei sein konnte, gerade im Mehrkampf ein wichtiger Faktor.

Andreas Vojta über 5000m im Finale

Andreas Vojta (team2012.at) bestritt am Samstag seinen Vorlauf über die 5000m. Den Vorteil im zweiten Lauf zu sein und zu wissen, welche Zeit für eine Finalqualifikation notwendig ist, nutzen er uns seine Mitstreiter perfekt aus, indem sie abwechslend die Führungsarbeit übernahmen und ein konstantes Tempo in Richtung dieser Zeit liefen. Als für den Niederösterreicher klar war, dass der Aufstieg sicher ist, nahm er sogar Tempo raus und lief als Siebenter seines Laufes in 14:29,78min deutlich in den Endlauf. “Es hat gut gepasst dass das Teamwork in unserem Lauf so gut geklappt hat. Als wir nur mehr zu neunt waren war die schwierigste Aufgabe richtig durchzuzählen und so konnte ich die letzte Runde gemütlich auslaufen und Kraft sparen. Im Finale kann alles passieren, jetzt heißt es gut regenerieren, was nicht einfach ist, da man wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und Temperaturen sehr viel schwitzt.”

Dominik Hufnagl (SVS LA) lief über die 400m Hürden in seinem Vorlauf 51,24s und qualifizierte sich damit über die Zeitregel für das Semifinale. Dort gelang dann keine Steigerung mehr, in 52,29s beendete der Schwechater den Bewerb als insgesamt 22.

Viola Kleiser (Union St.Pölten) zog als Zweite ihres Vorlaufes über 100m mit 11,82s mit einem lockeren Lauf in die zweite Runde ein. Auch dort schaffte sie als Dritte den direkten Einzug ins Semifinale. Die 11,80s kamen aber unter äußerst widrigen Bedingungen zustande, da sich der Start wegen eines Gewitters um eine Stunde verzögerte, die Läuferinnen sich aber zu diesem Zeitpunkt bereits im Callroom befanden. Im Halbfinale kam dann aber das Aus, mit 12,07s (-1,9) blieb Rang 16.

Auch über die lange Sprintstrecke hielt das Wetterpech für die Niederösterreicherin an, bei 3,2m/s Gegenwind kam sie in ihrem Vorlauf über 200m auf 24,02s, qualifizierte sich damit aber ebenfalls für das Semifinale. Dort war dann aber auf der ungünstigen Bahn 1 mit 24,13s (-0,7) und Gesamtrang 14 wie schon über die 100m ebenfalls Schluss.

Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) kam über die 100m mit 10,62s zwar in die Zwischenrunde, schied dort aber mit 10,64s als Lauffünfter aus. Als Gegner hatte er u.a. den US-Vizemeister Cameron Burrell (PB 9,93s). Über 200m kam bereits im Vorlauf auf Bahn 1 mit 21,79s (-1,6) und Rang 29 das Aus, für den Aufstieg wären 21,60 notwendig gewesen.

Victoria Hudson (SVS LA) scheiterte in der Speerwurf-Qualifikation mit 49,35m. Auch sie war von der langen Wartezeit im Callroom betroffen. Sie beendete den Wettkampf auf Platz 22.

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