Weltcup-Auftakt für die heimischen Kanusportler

Österreichs Kajak-Zweier Spitzen-Duo Viktoria Schwarz und Ana Roxana Lehaci. - Foto: Energie AG
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KANUSPORT. Der Weltcup-Auftakt in Ungarn gilt als erste Standortbestimmung für die heimischen Sprint-Asse.

Am Donnerstag startet mit den Para-Bewerben der erste Weltcup für die heimischen Kanu-Sprint Asse. In der ungarischen Kanuhochburg Szeged findet vom 17. bis  20. Mai der erste von nur zwei Weltcups der heurigen Saison statt. Für Österreichs Kajak-Zweier (K2) Spitzen-Duo Viktoria Schwarz und Ana Roxana Lehaci ist es eine erste Standortbestimmung für den Saisonhöhepunkt, die WM im August. Bei den Herren starten Nachwuchshoffnung Christoph Kornfeind aus Wien im Kajak-Einer (K1) und erstmals im Weltcup Manfred Pallinger aus Oberösterreich im Canadier-Einer (C1). Bei den parallel stattfindenden Para-Bewerben qualifizierte sich Mendy Swoboda im KL2-200 als Zweiter seines Vorlaufes für das Finale am Freitag um 12:30 Uhr.

Internationale Größen wie Olympia-Goldmedaillengewinner im K1 200 m, Liam Heath (GBR) oder Lokalmatadorin Renata Csay (HUN), 18-fache Goldmedaillengewinnerin in der 5.000 m Distanz, werden sich dieses Wochenende in Ungarn die Ehre geben. Für das Spitzen-Duo aus Oberösterreich – Viktoria Schwarz und Ana Roxana Lehaci – wird es ab Freitag ernst. Die beiden starten im K2 über 200 und 500 m. Nach einem Aufbautrainingslager zu Jahresbeginn gemeinsam mit den Oberösterreichischen Schwimmern zog es die beiden im Februar für ein mehrwöchiges Trainingslager nach Australien, wo sie Kontakt mit ihrem neuen Trainer, dem Kroaten Stjepan Janic, knüpften. Janic trainiert unter anderem das starke slowenische Damenteam.  “In Australien haben wir sein Training übernommen und Vasile (Anm. Lehaci – Nationaltrainer Rennsport) führt das Training in Abstimmung mit ihm zu Hause durch. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden funktioniert gut. Wir haben unsere Technik umgestellt und eigentlich die meiste Zeit im Einer trainiert, wo Ana und ich sogar Bestzeiten gefahren sind. Für uns ist es enorm wichtig, dass wir mit dem slowenischen Team eine starke Trainingsgruppe haben“, so Viktoria Schwarz.

„Es ist das erste wichtige Rennen der Saison und eine Prognose abzugeben, wo wir stehen ist schwierig. Wir fühlen uns gut in Form und bis zur heurigen WM im August in Portugal bleibt auch noch genug Zeit, um uns weiterzuentwickeln und die Technik im Zweier zu verbessern. Eine Technikumstellung braucht einfach seine Zeit“, meint Ana Roxana Lehaci weiter.

Markus Mendy Swoboda schaffte Finaleinzug

Bei den Herren gehen der junge Wiener Christoph Kornfeind im K1 über 1.000 und 5.000 m und erstmals im C1 über 200 und 500 m der in Amstetten geborene Wahl-Linzer Manfred Pallinger ins Rennen. Kornfeinds Vorlauf über 1.000 m steht ebenfalls am Freitag am Programm und Pallinger muss für seine ersten Voläufe über 200 und 500 m noch bis Samstag warten.

Bereits heute startete Para-Kanute Markus Mendy Swoboda in der KL2-Klasse über 200 m in den Bewerb und schaffte als Vorlauf-Zweiter locker den Einzug ins Finale am Freitag. Nachdem der doppelt beinamputierte Kanute in der Vergangenheit ebenfalls sehr erfolgreich in der VL2-Kategorie (Anm.: Kanu mit Ausleger und Stechpaddel) unterwegs war, wurde er in dieser Saison in die VL3-Klasse aufgestuft und muss gegen Athleten mit Beinen antreten. „Angeblich wurden die Gruppen aufgrund wissenschaftlicher Studien zusammengelegt, die ergeben haben, dass es keinen Unterschied macht, ob man Beine hat oder nicht, da die Sitzposition die gleiche ist. Ich kann mir das nicht ganz vorstellen und werde mir das hier in Szeged genau anschauen. Wenn ich nicht vorne mitfahren kann wie bisher, werde ich mich aus dieser Kategorie zurückziehen und mich voll auf die KL2-Klasse konzentrieren“, analysiert Swoboda.

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