Historisch: Invaders-Sieg gegen Vienna Wikings II

Maximilian Luger (li.) und Patrick Poetsch: Abgekämpft aber glücklich über den historischen Sieg. - Foto: zVg
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AMERICAN FOOTBALL. Mehr als zehn Jahren mussten die Invaders aus St. Pölten warten, um endlich die Vikings zu schlagen.

Vienna Vikings II – Generali Invaders St. Pölten 14:20.  –Den Coin-Toss gewannen die St. Pöltner und entschieden sich mit der starken Defense aufs Feld zu kommen. Gleich zu Beginn konnte man die Vikings mit einem 3 and Out wieder vom Feld schicken, aber auch die gegnerische Defense war am Posten und so sah man sich seitens der Invaders gezwungen, in guter Feldposition ein Field Goal zu versuchen, leider erfolglos. In dieser Tonart ging es  im ersten Viertel weiter, Turnover on Downs und Punts auf beiden Seiten. Die Rot-Goldenen waren lediglich leicht im Vorteil was die Feldpositionen anging, allerdings konnten sie daraus keine Punkte machen.


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Im zweiten Viertel bot sich den Zuschauern auf dem an diesem Tag umbenannten „Bernd Dittrich Feld“ ein ähnliches Bild, ehe aufgrund einer Strafe gegen die Invaders die Vikings dann erstmals in die Nähe der St. Pöltner Endzone kamen. Einer starken Defense Leistung der Invaders war es dann zu verdanken, dass man nur ein Field Goal zum 3:0 für die Vikings auf dem Scoreboard stehen hatte. Postwendend antworteten die Generali Invaders mit einem sehenswerten Kick Return Touchdown durch Maximilian Luger der durch gutes Blocking und einen sehr schnellen Antritt allen Vikings Spielern entwischte. Die Two Point Conversion im Anschluss konnte leider nicht verwandelt werden. Spielstand somit 6:3 für die St. Pöltner.

Die außerordentlich gute Defense Leistung der St. Pöltner resultierte dann auch noch in einer Interception von Linebacker Andreas Inzinger in der Vikings Endzone. Die Invaders Offense allerdings hatte trotz einiger sehenswerter Läufe von Wolfgang Luftensteiner und Patrick Poetsch noch nicht sehr viel zeigen können.
Mühsam arbeitete sich die Offense der Wikinger kurz vor der Pause noch einmal Richtung Invaders Endzone vor, konnte allerdings erneut nur ein Field Goal erzielen zum 6:6 Pausenstand.

Den Start nach der Pause haben die Generali Invaders verschlafen und so hatte man nach einem 3 and Out beim Punt Probleme beim Snap und Punter Maximilian Luger musste selbst mit dem Ball laufen, dies brachte die Vikings in gute Feldposition. Ein weiterer Field Goal Versuch der Wiener blieb allerdings ohne Erfolg. Das dritte Viertel gestaltete sich genauso wie die ersten beiden. Offensiv brachten beide Teams den Ball nur mühsam vorwärts, was an den starken Defensivabteilungen lag. Erst kurz vor dem letzten Spielabschnitt konnte Quarterback Clemens Gloimüller den schnellen Maximilian Luger in der Endzone finden und die Invaders stellten auf 14:6 mit einer Two Point Conversion

Die St. Pöltner konnten im vierten Viertel großteils mit sehenswerten Läufen von Import Patrick Poetsch und Runningback Wolfgang Luftensteiner die Uhr kontrollieren, allerdings auch keine Punkte erzielen. Im Gegenzug konnten die Vikings mit 2 Big Plays der Invaders Defense entkommen und stellten mit einer Two Point Conversion den Gleichstand von 14:14 her. Bei gut vier Minuten auf der Uhr feierten die Vikings Fans auf der Tribüne bereits als wären sie die sicheren Sieger.

Nach einer erneuten Interception der Vikings mit einem sehenswerten Return an die 15 Yard Linie der Invaders wähnten sich die Wiener schon auf der Siegerstraße. Die Wikinger kämpften sich bis auf die 5 Yard Linie vor und nahmen dann bei einer Sekunde auf der Spieluhr ein Timeout um mit einem Fieldgoal vermeintlich alles zu entscheiden. Die starke Defense der St. Pöltner brach allerdings im Kollektiv durch die Offense Line und konnte den Kick blocken und danach auch noch einige Yards returnen bei auslaufender Uhr.

Die Nerven lagen blank

Anschließend Tumulte und unschöne Szenen auf dem Feld, die man eigentlich nicht gerne sieht bei einem Footballspiel. Die Referees entschieden auf Personal Fouls auf beiden Seiten und damit heben sich die Strafen auf und der Übeltäter, ein Vikings Spieler aus der Offensive Line, wurde nach dieser groben Unsportlichkeit vom Spiel ausgeschlossen.
Den Coin Toss zur Overtime gewannen ebenfalls die Invaders und entschieden sich erneut dafür mit der starken Defense zu beginnen. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellen sollte, denn nachdem man die ersten drei Spielzüge stoppen konnte wurde erneut der Fieldgoalversuch der Vikings geblockt.

Dann packte man auf Seiten der Invaders den Hammer aus und konnte sehr erfolgreich über Patrick Poetsch durch die Mitte laufen und mit einem Misdirection Play stand man plötzlich vier Yards vor der Endzone und damit kurz vor vor einem historischen Sieg. Und wieder war es der Import der Generali Invaders, der seine Karriere als Longsnapper begann und am College Runningback spielte, der mit all seiner Kraft in die Endzone lief und den Endstand mit 20:14 herstellte.

Weiter geht es für die St. Pöltner auswärts in Bratislava gegen die Monarchs in 14 Tagen und am 23. April mit dem ersten Heimspiel.


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