Distelbergers Combeback startet in Frankreich

Feiert sein Comeback in Frankreich: Dominik Distelberger. - Foto: OOc
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ZEHNKAMPF. Der Purgstaller Dominik Distelberger kämpft seit seinem letzten Wettkampf bei der EM im vergangenen Jahr mit einer Verletzung an der Schulter. Dert letzte Test in Linz über 100 m und im Weitsprung verlief zufriedenstellend.

Kommendes Wochenende will der Athlet der Union Purgstall im französischen Talence starten und an die 8.000 Punkte herankommen. Über seine sportlich Zukunft und den Olympischen Spile in Rio de Janeiro gab der Mostviertler ein umfangreiches Interview.
Dominik, wie groß ist die Vorfreude auf deinen Comeback-Wettkampf?
Dominik Distelberger: Riesig. Nach den ganzen Problemen – ich hatte eine Schulter-OP und zwei Achillessehnenentzündungen – bin ich froh, dass es jetzt wieder bergauf geht. In den Wurfdisziplinen passt es sehr gut, Stabhochsprung war zuletzt auch sehr gut, aber die Läufe fehlen mir komplett.

Dein Trainer hat uns verraten, dass bei den Wurfdisziplinen ein großer Schritt nach vorne gelungen ist.
Distelberger: Werfen und Krafttraining ist trotz der Verletzungen immer halbwegs gegangen. Dadurch konnte ich mich gut weiterentwickeln und steigern. Mit dem Diskus habe ich heuer bereits drei Mal über 45 Meter geworfen, im Vorjahr waren es noch 42 Meter. Aber auch die Trainingsleistungen mit Kugel und Speer passen gut.

Was ist in Talence für dich möglich?
Distelberger: Die Erwartungen sind sicher nicht die, die ich sonst an einen Mehrkampf habe. Ich bin selbst gespannt, was am Ende rauskommt, schaue auch nur von Disziplin zu Disziplin. Es ist ein bisschen eine Wundertüte.

Das Rio-Limit ist also demnach kein Thema?
Distelberger: Ich gehe sicher nicht zu 100 Prozent drauf los. Für die 8.100 Punkte müsste schon ein kleines Wunder passieren, ganz einfach weil mir die Grundlage fehlt und ich noch nicht abschätzen kann, wie ich den Wettkampf verkrafte. Körperlich habe ich es aber sicher drauf, dass ich die 8.000 Punkte knacke.

Was weißt du über das Mehrkampf-Meeting in Talence?
Distelberger: Ich habe bislang nur Gutes gehört, wollte schon ein paar Mal in Talence starten, es hat sich dann aber nie ergeben. Im Zehnkampf sind 12 Starter mit 8.000 Punkten und mehr am Start. Es ist zugleich das Finale der mit 30.000 Dollar dotierten World Challenge. Damit locken sie die guten Athleten an. Das hat einen großen Vorteil.

Nämlich?
Distelberger: Es motiviert mich, wenn richtig gute Athleten mit mir am Start sind. Dann ist die Spannung bei mir höher und es funktioniert in den einzelnen Disziplinen besser. Ich kann mich dann einfach mehr pushen.

Du hast eingangs deine Steigerung in den Wurfdisziplinen angesprochen. Wie sehr pushen dich dort deine Trainingskollegen Lukas Weißhaidinger und Gerhard Mayer?
Distelberger: Wir tauschen uns aus, helfen uns gegenseitig. Bei Gerhard hilft es mir schon, wenn ich ihm zuschaue. Er ist technisch einer der besten Werfer, das hat bei mir schon angeschlagen und ich kann ich mir in Sachen Technik nach wie vor einiges abschauen.

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