Goffredo/Matus holten Latein–Weltmeister-Titel

Gustavs Arajs und Katharina Würrer sorgten für eine österreichische Sensation. - Foto:Gerhard Janoch
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TANZEN. Im Multiversum stand am Samstag das erste Highlight der Austrian Open Championships auf dem Programm. Goffredo/Matus holten den EM-Titel.


Selten zuvor war eine Weltmeisterschaft in den Lateinamerikanischen Tänzen so heiß diskutiert und erwartet worden. Wenig verwunderlich, hatte sich das Paar-Karussell doch seit der letzten WM kräftig gedreht und zu zahlreichen neuen Konstellationen am Parkett geführt. Auch das Weltmeisterpaar des Vorjahres, Nino Langella/Khrystyna Moshenksa, tanzt mittlerweile nicht mehr gemeinsam, der Titel war somit vakant. Umso schwieriger gestaltete sich im Vorfeld auch eine Prognose.


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89 Paare traten an, um über fünf Runden das neue Königspaar in den Lateinamerikanischen Tänzen zu küren. Unter ihnen natürlich die komplette Weltspitze mit den Top-Paaren aus Russland,  Deutschland, Moldawien und Frankreich.

Im einem spannenden Finale lieferten sich schließlich die amtierenden Europameister Armen Tsaturyan/ Svetlana Gudyno (RUS) und Gabriele Goffredo/ Anna Matus (Moldawien) sowie Marius-Andrei Balan/ Khrystyna Moshenska einen Dreikampf. Dabei konnten Goffredo/Matus schließlich alle fünf Tänze für sich entscheiden und kürten sich damit klar zum neuen Weltmeisterpaar in den  Lateinamerikanischen Tänzen. Die Sieger Goffredo/Matus zur ihrem Erfolg: „Eigentlich hatten wir nicht das Gefühl, dass es eine perfekte Darbietung war. Es war sehr schwer zu Beginn, aber mit der Fortdauer haben wir uns immer wohler gefühlt und haben uns gesteigert. Es war extrem hart. Wir können unser Glück kaum fassen Weltmeister zu sein.“

Weniger eindeutig war die Entscheidung um Platz Zwei und Drei. Während das russische Paar Tsaturyan/ Gydyno im Paso Doble und Jive überzeugte, konnte Marius-Andrei Balan mit der letztjährigen Weltmeisterin an seiner Seite, Khrystyna Moshenska, in Samba, Cha Cha Cha und Rumba reüssieren. Am Ende war es eine Punkteentscheidung im Kommabereich – Vizeweltmeister sind Tsaturyan/ Gydyno aus Russland vor Balan/Moshenska aus Deutschland.

Arajs/Würrer zufrieden mit dem  Erreichen des Viertelfinales

Für eine österreichische Sensation sorgten Gustavs Arajs und Katharina Würrer. Sie konnten ihr Ziel mehr als nur verwirklichen und schafften es unter die Top 26.  Katharina Würrer: „Dass wir zuhause, vor dieser Kulisse, dieser Atmosphäre, gleich ins Viertelfinale gekommen sind, ist einfach unglaublich. Wir haben uns im Vergleich zur letzten WM deutlich verbessert. Um nächstes Mal das Semifinale zu erreichen, müssen wir noch selbstbewusster tanzen und in der Bewegungsausführung präziser werden.“

Weniger erfolgreich lief es für das zweite österreichische Paar, Eva Fus und Christoph Holczik. Sie mussten sich bereits nach der Hoffnungsrunde verabschieden und belegten Platz 59.

Neben der WM war das WDSF World Open in den Standardtänzen der zweite Höhepunkt am zweiten Tag der Austrian Open.  Ein Paar schien sich dabei besonders heimisch zu fühlen. Simone Segatori und Annette Sudol aus Deutschland, die zwölf Monate zuvor ebenfalls im Multiversum ihren WM-Titel in den Standardtänzen geholte hatten, dominierten erneut das Parkett.  Am Ende standen sie einmal mehr ganz oben am Podest und ließen sich vom Publikum bejubeln. Platz Zwei bei den World Open ging mit Vadim Shurin und Anastasia Meohkova an Russland.

Mit Barbara Westermayer und Klemens Hofer, Zweitplazierte beim Freitag-Auftakt bei der Wiener Walzer Konkurrenz,  verpasste ein zweites österreichisches Paar den Einzug ins Viertelfinale nur knapp, sie landeten auf Platz 27. „Bis dato verlaufen die Austrian Open 2015 für uns sehr gut und wir sind wirklich zufrieden. Bei den Rising Star Standard wollen wir nochmal alles geben,“ so Westermayers Zwischenresümee am zweiten Tag der Austrian Open.

Wäre die fulminante Latein – WM nicht schon genug, steht auch morgen, Sonntag, ein weiterer Höhepunkt am Programm.  Es ist dies die Weltmeisterschaft PD im Showdance Standard. Als heiße Titelanwärter wollen Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov dabei für einen krönenden Abschluss der diesjährigen Austrian Open sorgen. Ihr klares Ziel heißt: WM – Gold für Österreich!


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