Niederösterreich bleibt Karate-Hochburg

UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten
Das erfolgreichste Team bei der Sportunion Bundesmeisterschaft in Langenlois: UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten. - Foto: zVg
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KARATE. Die diesjährigen Sportunion-Bundesmeisterschaften fanden in Langenlois statt. Die NÖ-Klubs holten sich die Bundesländerwertung.

Die Ergebnisse bestätigten das Bild, das während des ganzen Jahres entstanden ist: Der blau-gelbe Karatesport mit dem UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten ist ein fixer Teil der rot-weiß-roten Karatespitze.

Der Paradeklub der Landeshauptstadt gewann mit 16x Gold, 8xSilber und 9x Bronze die Vereinswertung, und die Sportunion Niederösterreich mit 24x Gold, 17x Silber und 29x Bronze die Bundesländerwertung. Die Sportler der Union Mugendo aus Phyra holten Rang drei unter jenen 18 Vereinen, die Medaillen gewinnen konnten.

Auch die drei bestplatzierten Einzelstarter blieben in Niederösterreich: Christoph Scheuch (Union Mugendo)
brachte 4x Gold und 1x Silber heim nach Pyhra, Daniel Fiala 3x Gold und 1x Silber und Kristin Wieninger (beide UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten) 3x Gold. Das höchste Leistungslevel präsentierte wie erwartet die WM-Fünfte Kristin Wieninger: Die SLZ/BORGL-Athletin konnte bei Kata U21, allgemeine Klasse und Kobudo in allen Belangen mehr bieten als ihre Gegnerinnen, wenngleich BORGL-Kollegin Patricia Bahledova (Gold Kata U18) einen klaren Formanstieg zu verzeichnen hatte und auch Noemi Lixandroiu und Julia Wangler (beide Bronze) top sind.

Leistungssprung unübersehbar

Den größten Leistungssprung in diesem Jahr haben zweifelsohne seit ihrem Eintritt ins Leistungszentrum die
Celo-Schwestern aus Neulengbach zu verzeichnen. Wie bei den Österreichischen Jugendmeisterschaften gewannen Sima (U10), Isra (U14) und Funda (U16) ihre Kata-Bewerbe, wobei Isra auch das Kobudo gewinnen konnte und alle Drei auch im Kumite am Stockerl standen. LZ-Trainer Erhard Kellner: „Sie haben etwas, das mehr wert ist als jedes Talent: Die Liebe zum Sport, die jede Anstrengung mühelos erscheinen und keine Müdigkeit aufkommen lässt. Ich muss sie manchmal im Sinne der Regeneration zurückbremsen. Eine ideale Trainingssituation zumal auch die Eltern dahinter stehen.“

Auffallend war wieder die Leistungsstärke der weiblichen St. Pöltner Starterinnen: Das „schwache Geschlecht“ konnte von U10 bis zur allgemeinen Klasse alle Kata-Bewerbe gewinnen. Dabei ist auch der überraschende Doppelsieg der Bucher-Schwestern Lorena und Luana (U12) zu erwähnen. Christoph Scheuch (U 12), Daniel Fiala (U18 und allgemeine Klasse) sowie Stefan Haiden (Kobudo) konnten es ihnen gleich tun.

Der Aufschwung des St. Pöltner Karatesports bringt nächstes Jahr die Staatsmeisterschaften und die Österreichischen Jugendmeisterschaften in den Raum St. Pölten, möglicherweise auch internationale Turniere.

Der Wettkampfabschluss des Jahres kommt nächstes Wochenende: In St. Pölten finden die ASKÖ-Bundesmeisterschaften (Prandtauer-Halle) statt und in Budapest der Shito Ryu-Weltcup.

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