WM-Gold für Laura Stöckler im Kombinationsfinale Themen:Wettklettern Die Haagerin Laura Stöckler holte die erste Goldmedaillen für Österreich. Foto: Österr. Kletterverband Von: Heinz Harauer 10. September 2017 WETTKLETTERN. Die Niederösterreicherin Laura Stöckler holte sich die Goldmedaille beim Kombinationsfinale bei der Junioren-WM. In Innsbruck fand das zweite große Kombinationsfinale bei der Junioren-WM statt. Dabei hatte Laura Stöckler aus Haag ihren großen Auftritt und holte sich die Goldmedaille. Es ist die erste Goldmedaille für Österreich bei dieser Junioren-WM. Das Kombinationsfinale kommt in Innsbruck zum ersten Mal bei einem internationalen Bewerb zur Anwendung. Die sechs besten Junioren und Juniorinnen maßen sich zuerst im Speed, dann im Bouldern und schließlich im Lead. Die österreichische Bilanz am Ende: Gold für Laura Stöckler und der starke vierte Platz für die Oberösterreicherin Franziska Sterrer. Bei den Junioren sicherte sich Meichi Narasaki (JPN) den Kombinations-Titel. Das Format im Kombinationsfinale wird bei den Olympischen Spielen in Tokio zur Anwendung kommen, wenn die ersten olympischen Medaillen im Klettern vergeben werden. Sechs Juniorinnen und Junioren hatten sich über die Einzeldisziplinen für das Finale qualifiziert. Zur Erstellung des Rankings werden die Platzierungen aus den einzelnen Runden multipliziert. Im Fall von Punktgleichheit gewinnt derjenige Athlet, der in zwei von drei Disziplinen vorne lag. Wer also einmal gewinnt, einmal zweiter und einmal dritter wird, hat sechs Punkte, verliert aber gegen den, der zweimal gewinnt und einmal Sechster wird (ebenfalls sechsPunkte, aber in 2 Disziplinen vor dem anderen). Durch die Multiplikation gewinnen Siege in den einzelnen Runden deutlich an Gewicht. Die jüngste Teilnehmerin trumpfte auf Laura Stöckler, die jüngste Starterin, erwischte einen guten Auftakt und lag nach der Speed-Runde auf den dritten Platz. Sie hatte das kleine Finale souverän für sich entschieden. Franziska Sterrer war sogar auf Zwischenrang zwei gelaufen. Im Bouldern zeigte sich, dass ein Kombinationsfinale mehr als die Summe der Einzeldisziplinen ist: Bei Top-Favoritin Claire Buhrfeind war nach Platz sechs im Speed der Wurm drin. Die Boulder-Weltmeisterin (U20) kam über Rang fünf nicht hinaus. Ganz anders Stöckler, die eine extrem starke Runde hinlegte und im Bouldern Rang eins verbuchte. Das bedeutete vor der Lead-Runde Zwischenrang zwei. Franziska Sterrer lag auf dem dritten Zwischenrang. Im Lead kletterte Laura Stöckler dann wie entfesselt und deklassierte die bis dahin auf Rang eins gelegene Russin Iuliia Panteleeva. Die Niederösterreicherin gewann die Lead-Runde und sicherte sich souverän die Goldmedaille in der Kombination. „Heute war es unglaublich. Es ist von Beginn an extrem gut gelaufen. Beim Speed wurde ich Dritte mit einer super Zeit, da bin ich wirklich zufrieden. Dann zwei Runden vor dem Heimpublikum zu gewinnen war fast schon surreal. Ich habe es noch gar nicht realisiert. Ich könnte nicht zufriedener sein mit meiner Leistung“, so die Haagerin im Anschluss. Franziska Sterrer trennten nur mickrige drei Punkte oder zwei Züge von Bronze. Sie holte sich den starken vierten Platz und freute sich über ihre gelungene Vorstellung: „Ich habe mich echt darüber gefreut, dabei sein zu können, weil ich als Sechste der Qualifikation noch reingerutscht bin und mich jetzt auf den vierten Platz verbessern konnte. Es war sehr anstrengend. Jetzt freue ich mich auf die Europameisterschaften.“ Wie erwartet machten Yoshiyuki Ogata und Meichi Narasaki den Titel bei den Burschen unter sich aus. Schon im Bouldern und im Lead hatten sich die beiden zweimal Gold (Ogata) und Silber (Narasaki) geholt. Nachdem sie sich im Speed die Plätze eins und zwei gesichert hatten, stand dem nächsten japanischen Doppelsieg nichts mehr im Weg. Am Ende holte Meichi Narasaki den Sieg im Lead und damit den Titel. Silber ging an seinen Landsmann Ogata. Der US-Amerikaner Kai Lightner sicherte sich Bronze. Ihn übermannte fast die Müdigkeit: „Heute wäre ich am liebsten im Bett geblieben, aber ich wusste, ich muss herkommen und um den Titel kämpfen. Ich weiß nicht, ob es das Format oder einfach die letzten zehn Tage waren, aber ich fühle mich sehr müde. Ich war in allen Finalrunden und kletterte in jedem Event meiner Altersklasse mit, also hatte ich nur einen Tag Pause. Morgen freue ich mich darauf, endlich ausschlafen zu können.“ Jan-Luca Posch hatte sich in den Einzeldisziplinen den 10. Kombi-Platz geholt. Florian Klingler (24.), Mathias Posch (27.) und Dominik Haertl (28.) waren ebenfalls in allen Disziplinen angetreten. KVÖ-Athletinnen der U18 im Speed im Soll Die Jugend A trug ihre Speed-Runde aus. 20 Mädchen und Burschen waren am Start. Die Steirerin Laura Lammer (Jugend A) zeigte eine tolle Leistung und kletterte die Speed-Route in 10:03 Sekunden. Sie geht auf dem fünften Zwischenrang in die Boulder- und Lead-Runde. Auch Celina Schoibl (7.), Sandra Lettner (10.) und Eva Maria Hammelmüller (12.) sind nach wie vor auf Kurs. Louis Gundolf (19.) und Nicolai Uznik (18.) können ihren Rang mit einer guten Leistung in ihren stärkeren Disziplinen Bouldern und Lead verbessern. 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