Österreichs Herrenteam greift nach dem EM-Titel

Österreichs Tischtennis-Team jubelt nach dem Einzug ins EM-Finale. - Foto: Projekt Rio
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TISCHTENNIS. Österreichs Herren stehen im Finale der Europameisterschaften in Ekaterinburg. Im Endspiel trifft das rot-weiß-rote Team entweder auf Deutschland oder Frankreich.

Österreichs Tischtennis-Herren stehen im Finale der Europameisterschaften. Sicherten sie sich durch ihren gestrigen Erfolg über Portugal die erste Teammedaille seit fünf Jahren, erreichten sie durch ein 3:1 über Weißrussland zum zweiten Mal in der Geschichte das Endspiel des Teambewerbes. Erstmals im Finale des Mannschaftsbewerbes stand man 2005, damals musste man sich jedoch in Aarhus dem Gastgeber Dänemark geschlagen geben.

Wie in den Spielen zuvor machte Robert Gardos den Anfang, der Routinier startete gegen Gleb Shamurek zwar verhalten und hatte bei 7:10 drei Satzbälle abzuwehren, nach einem 12:10 holte er die folgenden beiden Durchgänge klar mit 11:1 und 11:3. Stefan Fegerl musste anschließend bei einer 2:0-Führung gegen Pavel Platonov zwar den ersten Satzverlust zulassen, stellte mit einem knappen 14:12 in Satz vier aber auf 2:0. Nicht eingeplant war allerdings die Niederlage von Daniel Habesohn im dritten Spiel. Der Wiener fand gegen den 17-jährigen Aliaksandr Khanin überhaupt nicht ins Spiel und musste eine unerwartete 1:3-Pleite in Kauf nehmen. Somit blieb es Team-Leader Robert Gardos vorbehalten, den Einzug ins Endspiel zu fixieren. In seinem zweiten Einzel gegen Platonov war er vom ersten Ballwechsel fokussiert und hielt den Weißrussen mit 3:0 sicher in Schach.

„Auch wenn bei den Weißrussen zwei jungen Spieler nominiert waren, war es kein leichtes Spiel. Sie haben alle ein gutes Service und können mit der Vorhand Druck erzeugen. Aber am Ende konnten wir uns, glaube ich, verdient durchsetzen“, so der Frankreich-Legionär.  Mit seiner EM-Performance zufrieden ist bislang Stefan Fegerl: „Spielerisch bringen ich vielleicht noch nicht hundert Prozent, aber mein Nervenkostüm hält. Ich habe die Mannschaft dreimal vor einer Niederlage und dem Ausscheiden bewahrt, bei 1:2 gegen Rumänien und jeweils bei 2:2 gegen Russland und Portugal. Es ist ein schönes Gefühl, dem Team in so wichtigen Phasen helfen zu können.“

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