Andrea Mayr läuft Marathon Olympialimit Themen:Marathon Foto: Frankfurt Marathon / Victah Saile Von: Heinz Harauer 25. Oktober 2015 LEICHTATHLETIK. Andrea Mayr (SVS Leichtathletik ) hat beim Frankfurt Marathon in 2:33:28 Stunden den zehnten Platz erreicht und das Olympialimit unterboten. Zum zweiten Mal nach London 2012 hat die österreichische Rekordläuferin damit die Qualifikation für Olympische Spiele geschafft. „Ich hatte extremen Respekt vor dem Marathon und wollte auf keinen Fall aufgeben müssen. Das Limit war heute klar das Ziel. Man kann sich im Marathon nie sicher sein. Auch auf den letzten zwei Kilometern kann man viel Zeit verlieren. Deshalb bin ich etwas kontrolliert gelaufen, um das Limit nicht zu gefährden. Es ist extrem toll, ins Ziel in die Festhalle einzulaufen“, sagte die SVS-Athletin nach dem Rennen. Gelöst, zufrieden, glücklich ist sie im Ziel angekommen. Ganz schwierige Voraussetzungen Es war in mehrfacher Hinsicht ein außergewöhnlicher Marathon für die 36-Jährige. Sportlich, weil sie ihr Training neben der Berufstätigkeit als Spitalsärztin absolvieren musste. Persönlich, weil ein Todesfall im Vorfeld das Vorhaben relativiert und zwischenzeitlich fast gestoppt hat. Ihr Vater, Dr. Michael Mayr, war im August bei einem Bootsunfall verunglückt. Nicht nur das Training hat darunter gelitten. Den Marathonstart in Frankfurt hat sie ihm gewidmet. Sichtbarer Ausdruck dafür war der familiäre Rufname ihres Vaters, den sie statt ihres eigenen Namens auf der Startnummer trug: SALVE. „Marathon ist Kopfsache. Das war diesmal besonders schwierig“, kommentierte sie. Nach 5000m-Läuferin Jennifer Wenth, Hürdensprinterin Beate Schrott sowie den Diskuswerfern Gerhard Mayer und Lukas Weißhaidinger ist Mayr die fünfte österreichische Leichtathletin mit Qualifikation für Rio 2016. Mehrere weitere starke österreichische Läufer waren in Frankfurt am Start. Der Kärntner Christian Robin (LC Villach) schaffte in 2:22:45 Stunden neue persönliche Bestzeit und steigerte sich um mehr als fünf Minuten. Begleitet von seinem Trainer Roman Weger fand er kurz nach Hälfte der Strecke Anschluss an die Spitzengruppe der Frauen, die er im Lauf des Rennens hinter sich lassen konnte. Ebenso erzielte Serienstaatsmeisterin Karin Freitag (LG Decker Itter) in 2:42:26 Stunden eine neue Bestzeit. Nur zwei Wochen nach ihrem Sieg beim Graz Marathon unterbot sie ihre bisherige Bestmarke um sechs Sekunden. Zwei Teilnehmer hatten Herzkreislauf-StillstandZwölf Sekunden fehlten auf HalbmarathonrekordWachaumarathon wieder mit neuen Ideen