Sieber-Brüder nehmen WM-Limit ins Visier

Bernhard und Paul Sieber peilen das WM-Limit an. - Foto: ÖRV
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RUDERN. Bernhard und Paul Sieber kämpfen bei der dritten Weltcupstation in Luzern (SUI) um das Limit für die Weltmeisterschaft.

 Nach den bisherigen Saisonvorbereitungen im Leichten-Doppelvierer, ist der Fokus der beiden Wiener nun wieder ganz auf den Leichten-Doppelzweier gerichtet. Dafür bestritten sie in der Vorbereitung neue Wege, Trainerwechsel inklusive.

Das erste Jahr nach den Olympischen Spielen in Rio nutzten Bernhard (26) und Paul Sieber (24) für Neues. Anstelle des angestammten LM2x – trainierten sie in der laufenden Saison vorwiegend im vom Verband neu formierten Vierer. Paul Sieber trat zudem bei der EM erstmals in der Allgemeinen Klasse im Einer an, nachdem Bruder Bernhard die Qualifikation aufgrund eines grippalen Infekts auslassen musste. Paul Sieber damals: „Nach so langer Zeit gemeinsam im Boot war es gut, Neues auszuprobieren. Wir nehmen diese Erfahrungen definitiv mit und versuchen, sie in unserer Arbeit im Zweier einfließen zu lassen.“

Die nun beginnende Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Sarasota-Bradenton (USA) nehmen die Sieber-Brüder nun wieder in ihrer gewohnten Bootsklasse in Angriff. Den letzten Feinschliff für den Weltcup am Rotsee in Luzern holten sie sich bei Kurt Traer in Völkermarkt. Insgesamt fünf Wochen verbrachten die beiden in Kärnten, unterbrochen lediglich von einem einwöchigen Trainingslager in Slowenien. „Der Schwerpunkt in der Arbeit mit Kurt lag darin, als Ruderer wieder zusammenzufinden und ein klares Konzept in den gemeinsamen Schlag zu bringen“, so Bernhard Sieber.

Im Zuge des Trainings mit Traer, der Athletinnen wie Magdalena Lobnig oder Michaela Taupe-Traer in die Weltspitze führte, feilten die Olympia-Zwölften von Rio vor allem an der Technik. So wurde unter anderem die Platzierung im Boot getestet: Paul sitzt nun – wie auch schon in Rio – vorne, Bernhard hinten. „Wir haben bei unserem Schlagniveau in den letzten fünf Wochen große Verbesserungen erzielt. Rudertechnisch haben wir jetzt sicher ein höheres Niveau als noch letztes Jahr. Jetzt wollen wir das im Rennen auch umsetzen“, umreißt Bernhard Sieber das Training der letzten Wochen.

WM-Qualifikation erster Gradmesser

Die WM-Qualifikation im Zuge des Weltcups in Luzern ist nun der erste Gradmesser für die Brüder in der heurigen Saison. Ein Ergebnis unter den besten Elf würde ihnen einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft Ende September in Florida sichern. In der Vorbereitung blieben sie, bis auf den kurzen grippalen Infekt von Bernhard, von Verletzungen verschont und konnten voll durchtrainieren. „Wir sind topfit und zuversichtlich, dass wir die WM-Quali in Luzern fixieren können. Danach haben wir nochmals gut zwei Monate, um uns perfekt auf die WM vorzubereiten“, so Bernhard und Paul unisono.

Programm Weltcup III Luzern/SUI:
Freitag, 7. Juli:
11:55 Uhr – 12:10 Uhr: Vorläufe
17:20 Uhr – 17:25 Uhr: Hoffnungsläufe & Viertelfinale

Samstag, 8. Juli:
10:55 Uhr: D-Finale (nach Rennverlauf)
11:40 Uhr: C-Finale (nach Rennverlauf)
15:30 Uhr – 15:40 Uhr: Halbfinale (nach Rennverlauf)

Sonntag, 9. Juli:
09:40 Uhr: B-Finale (nach Rennverlauf)
14:48 Uhr: A-Finale (nach Rennverlauf)

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