Lukas Reiter verpasste knapp Bronzemedaille Themen:Judo Schrammte knapp an einer Medaille vorbeit: Lukas Reiter (JC Wimpassing). - Foto: ÖJV Von: Heinz Harauer 18. September 2015 JUDO. Ohne Medaillenerfolg blieb die ÖJV-Equipe am ersten Tag der U21-EM in Oberwart. Nur Lukas Reiter konnte sein Europaklasse-Niveau unter Beweis stellten. Der Niederösterreicher musste erst im Kampf um Bronze seine Hoffnungen begraben und wurde Fünfter. Der 19-Jährige vom Judoclub Wimpassing besiegte in der mit 34 Startern überaus stark besetzten 66-kg-Gewichtsklasse in den ersten beiden Runden den Ungarn Takacs und den Schweizer Stump souverän, war auch im Viertelfinale gegen den späteren Europameister Patokov (RUS) der aktivere Kämpfer, ehe er nach 15 Sekunden im Golden Score eine Waza-Ari-Wertung hinnehmen musste. „Es war ein extrem knapper Kampf. Leider bin ich dann unnötig gefallen“, übte sich Reiter in Selbstkritik. Nach einem hart erkämpften Sieg in der Trostrunde gegen Raskopine (ISR) traf der Schützling von Adi Zeltner im Kampf um Bronze auf Patryk Wawrzyczek. Mit zwei frühen Shidos brachte sich Reiter in die bessere Position, in der zweiten Kampfhälfte wendete sich aber das Blatt. „Nach der Waza-Ari-Wertung musste ich aufmachen, habe dann die Linie verloren, zu viel riskiert“, analysiert Reiter, der sich mit Rang 5 nicht so recht anfreunden konnte. „Ich wusste, dass die Medaille drin ist, die Leistung war auch gut, ich habe starke Leute geschlagen. Aber es hat eben nicht gereicht.“ Auch Nationaltrainer Rusch trauerte der Medaille nach: „Mit tut’s für ihn leid. Mit seiner Leistung hätte er sich eine Medaille verdient gehabt. Schade um den Kampf gegen den Russen. Da hätte sein Gegner durchaus die ein oder andere Strafe kassieren können.“ Jetzt ist Michaela Polleres Österreichs Medaillenhoffnung Bei den Frauen reichte es am Auftakttag nur zu einem Kampfgewinn durch Katharina Tanzer (bis 48 kg). In Runde zwei lief die Wahl-Wienerin gegen die Britin Staddon schnell einem Shido hinterher, als aktivere Kämpferin der zweiten zwei Minuten blieb ihr aber eine Wertung versagt. Pech hatte Nicole Herbst, die in ihrem Erstrundenkampf mit Shido führte, zehn Sekunden vor Schluss in einen Würger geriet und zwei Sekunden vor dem Ende abklopfte. „So etwas darf nicht passieren. Aber vermutlich hat sie nicht mitbekommen, dass der Kampf eigentlich schon vorbei war. Schade drum, nach der Auslosung habe ich mir insgeheim mehr erwartet“, bilanziert Juniorinnen-Nationaltrainer Ernst Hofer, der am Samstag mit Michaela Polleres ein wirklich heißes Eisen im Feuer hat. Michaela Polleres eroberte in Györ den U23-EM-TitelMichaela Polleres eroberte EM-BronzemedailleZeltner erkämpfte auch in Warschau PodestplatzGoldmedaille für Lukas Reiter beim Heim-WeltcupPolleres holte zweite Masters-PlatzierungPolleres setzte Medaillenserie mit Silber fortWimpassinger Judoka in Podgorica auf MedaillenjagdMichi Polleres holte sich auch „ihre“ WM-BronzeMichaela Polleres jubelt über ersten PodestplatzSilbermedaillen für Michi Polleres und Stephan HegyiMichaela Polleres fix beim Judo-European-TurnierGold für Wimpassinger Talent in Bruck