Szilagyis Teamabschied in Wien gegen Dänemark Themen:Handball Viktor Szilagyi beendet seine großartige Handballkarriere. - Foto: BHC Von: Heinz Harauer 11. Juni 2016 HANDBALL. 201 Länderspiele absolvierte Viktor Szilagyi für Österreich. Seine Karriere begann mit sieben Jahren bei der Union St. Pölten. Österreich bestreitet das erste Spiel des WM-Play-Offs am 12. Juni in Dänemark (live auf ORF Sport+), drei Tage später fällt in Wien die Entscheidung, wer zur Weltmeisterschaft im Jänner 2017 nach Frankreich fahren darf. Werbung Teamchef Patrekur Jóhannesson muss auf einige verletzte Stammspieler verzichten: Alexander und Maximilian Hermann fehlen ebenso verletzungsbedingt wie Raul Santos, Tobias Wagner oder Sebastian Frimmel. Daher gab es einige Umstellungen im Team: auf Linksaußen ist HLA-Torschützenkönig Tobias Schopf (UHK Krems) mit dabei, am Kreis ist Dominik Bammer wieder mit im Team. Sein Debüt feiert der junge Ante Esegovic von Bregenz Handball. Der Vorverkauf für den großen Showdown am kommenden Mittwoch in der Albert-Schultz-Eishalle läuft sehr gut: 4.500 Tickets sind bereits weg. In diesem Spiel entscheidet sich nicht nur, ob Österreich sich für die Weltmeisterschaft 2017 in Frankreich qualifiziert, es ist auch das allerletzte Pflichtspiel von Kapitän Viktor Szilagyi. Der Regisseur beendet nach dem WM-Play-Off-Schlager gegen Dänemark seine aktive Karriere, wird zukünftig als sportlicher Leiter des Bergischen HC fungieren. Szilagyi: „Natürlich ist die Wehmut manchmal da, war es auch bei meinem letzten Bundesliga-Heimspiel oder dem allerletzten Bundesliga-Spiel in Flensburg. Aber jetzt sind wir alle fokussiert auf diese beiden Spiele gegen Dänemark: es geht hier ja nicht um eine Abschiedstournee, sondern darum, dass wir uns für die WM qualifizieren wollen. Daher steht natürlich die sportliche Qualifikation im Vordergrund, sowohl jetzt in der Vorbereitung als auch auf dem Feld.“ Beispiellose Karriere begann bei Union St. Pölten Eine Karriere, die mit sieben Jahren bei der Union St. Pölten begann. Sein Vater István Szilágyi wurde 1985 vom sportlichen Leiter Karl Paris als Trainer zum damaligen Landesligaklub geholt. Der 207-fache ungarischer Nationalspieler, EM- und WM-Teilnehmer, schaffte mit den St. Pöltnern den Aufstieg in die Staatsliga A und war später bis Sommer 2013 Trainer des österreichischen Erstligisten UHK Krems. Werbung Sohn Viktor Szilágyi durchlief alle Nachwuchs-Mannschaften und debütierte mit 16 Jahre in der HBLA, seine erste Teamberufung erhielt er am 16. Februar 1998 für das Länderspiel gegen Litauen. Dabei erzielte der Youngster zwei Tore. Derzeit liegt Szilagyi bei 898 Treffer. Nur Andreas Dittert hat mit 1.098 mehr Tore für Österreich erzielt. Über TSV Innsbruck wechselte der Neo-Österreicher in die deutsche Bundesliga zu Bayer Dormagen, dann zum TUSEM Essen. Mit diesen Klub holte er sich den EHF-Pokal. „Figo“ wechselte dann zum THW Kiel, wo 10.500 Fans über den neuerlichen Meistertitel und den Cupsieg jubelten. Dabei kam er wegen langwieriger Verletzung kaum zum Einsatz. Weitere Stationen waren VfL Gummersbach und Flensburg. Seit Sommer 2012 steht Szilagyi beim Bergischen HC unter Vertrag, wo er auch seine großartige Spielerkarriere beendete. Der HSV-Fan („Wenn ich nicht Handballer geworden wäre, wäre ich Fußballtorhüter beim HSV“) ist übrigens der einzige Handballer weltweit, der alle wichtigen Klub-Titel der EHF gewonnen hat. Highlight war der Champions-League-Sieg 2007 mit Kiel. Bisher spielte Szilagyi 201 Mal für das Nationalteam Österreichs und erzielte 898 Treffer. Das WM-Play-off gegen Dänemark geht am 12. und 15. Juni in Szene. Werbung Falken „verschenkten“ einen möglichen HeimsiegKremser Handballer spielten in Linz groß aufHypo NÖ besiegte spanisches TeamHard zum Auftakt harter Prüfstein für die KremserStadtchef Stadler empfing Union HandballerinnenUHK Krems scheiterte nach großartiger LeistungHandball-Hypo peilt den nächsten Titel anStockeraus Damen-Team erstmals ÖHB-Cup-SiegerUnion-Handballerinnen stehen im Cup-FinaleUHK voll auf Kurs in die oberste TabellenregionUHK Krems verpasste Einzug ins ViertlfinalePetar Angelov sicherte Kremser Auswärtssieg