Legende Maria Sykora feierte 70. Geburtstag

Legendäre Union-Leichtathletinnen: Inge Aigner (li.), Inge Kment, Eva Egger (Janko), Edda Lutz, Maria Sykora und Liese Sykora (Prokop). - Foto: Wöll
Share Button

LEICHTATHLETIK. Maria Sykora, Hallen-Europameisterin über 800 Meter, feierte vor kurzem ihren 70. Geburtstag.

Maria Sykora gehörte gemeinsam mit ihrer Schwester Liese Prokop, Eva Janko (Egger), Ingrid Kment, Edda Lutz, Ehrentraud Haberl (Schmidt) und Inge Aigner (Weichart) in den frühen 1960er-Jahren dem legendären Damenteam der UNION St. Pölten an. Maria zählt zu den erfolgreichsten Leichtathletinnen von Österreich. Am 10. November feierte sie ihren 70. Geburtstag.

Maria Sykora, in Tulln als Tochter des Bezirkshauptmannes Hans Sykora geboren, wuchs in einer Sportfamilie als sechstes von sieben Kindern auf. In der Schulzeit begann sie Handball zu spielen und wurde mit dem UHC-Tulln niederösterreichischer Landesmeister, bevor sie zum Laufsport wechselte.

Vielseitigkeit war ihr größtes Plus

Dort begann auch ihr internationaler Höhenflug. Von 1967 bis 1971 war sie Österreichische Meisterin im 400-Meter-Lauf. 1968, 1969, 1971 und 1972 gewann sie jeweils den Titel über die 800-Meter-Distanz. „Zwischendurch“ war sie 1970 Meisterin auch im 100-Meter-Hürdenlauf. Ihre Vielseitigkeit bewies sie auch als Meisterin im Fünfkampf 1970 und 1971.

Bei den Europameisterschaften 1969 erreichte die Union-Sportlerin im 400-Meter-Lauf den Endlauf mit Landesrekord von 53,6 s im Vorlauf und von 53,2 s das Halbfinale. Im Finale stellte sie mit 53,0 s erneut einen Landesrekord auf und gewann die Bronzemedaille hinter den beiden Französinnen Nicole Duclos und Colette Besson, die beide mit 51,7 s einen neuen Weltrekord aufstellten.

Den internationale größten Erfolg gab es 1970 in Wien: Maria Sykora wird in 2:07,0 min Halleneuropameisterin über 800 Meter vor der Russin Ljudmila Bragina (2:07,5 min). In der 4-mal-1-Runde-Staffel gewinnt Österreich mit Maria Sykora, Brigitte Ortner, Christa Kepplinger und Hanna Burger die Bronzemedaille. Ein Jahr später holte sich Maria Sykora in Sofia im 400-Meter-Lauf in 54,4 s hinter der Russin Wera Popkowa und Inge Bödding die Bronzemedaille. Ein Jahr später gab es in Grenoble (FRA) neuerlich einen Stockerlplatz: Österreich gewann in der Besetzung Christa Kepplinger, Maria Sykora, Carmen Mähr und Monika Holzschuster die 4-mal-1-Runde-Staffel die Bronzemedaille.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*