Ganz wichtige Punkte für Vöslau zum Klassenerhalt

Am Ende setzen sich die Bad Vöslauer knapp mit 30:28 durch und machten einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. - Foto: Fivers
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HANDBALL. Ersatzgeschwächte Hollabrunner beim Tabellenführer chancenlos, St. Pöltner Falken  entführten Punkt aus Köflach.

HBA Fivers WAT Margareten – Vöslauer HC 28:30. – Beste Torschützen: Martinovic M. (7); Muck (5), Pesic (4), Strazdas (4). – Die Wienerinnen konnten die zuletzt in Kärnten fehlenden Marin Martinovic, Alexander Hutecek und Nikola Stefanovic einsetzen. Vöslau trat in Bestbesetzung an. Vom Anpfiff an entwickelte sich ein enges, bis zum Ende hin spannendes Spiel, bei dem beide Teams zeigten, dass sie heute als Sieger vom Platz gehen wollen. Schon nach 30 Sekunden gingen die Fivers durch Marin Martinovic mit 1:0 in Führung brachte. Und weitere 39 Sekunden, ehe Augustas Strazdas seine erste Zwei-Minutenstrafe erhielt. Als die FIVERS durch Martinovic mit 4:1 in Führung gehen, hatte Strazdas bereits seine zweite Zeitstrafe kassiert (5.).

In der Folge können die Vöslauer durch Rados Pesic und Muck aufholen, Lukas Gangel trifft zum 5:3 für die Margaretner (7. Minute), ehe wieder Pesic und Muck für den Ausgleich zum 5:5 sorgen (8. Minute). Spätestens jetzt sind auch die Niederösterreicher im Spiel angekommen. Die FIVERS halten dagegen, im Angriff schleichen sich aber Fehler ein und Vöslau kann mit leichten Kontertoren den Spielstand wiederholt ausgleichen (9:9, 17. Minute). Nikola Stefanovic bringt die Margaretner mit seinem dritten Tor wieder in Führung und der für Felix Friedel ins Tor gekommene Florian Haag hält gleich seinen ersten Ball. Max Nicolussi bringt die FIVERS daraufhin mit 11:9 in Führung (19. Minute). Benny Hirn kann verkürzen, Vöslau nimmt in der 20. Minute das erste Timeout. Vorerst scheitert Philipp Schuster vom 7-Meter, im Nachwurf erzielt er den erneuten Ausgleich. Dann kann sich für die Niederösterreicher Kirchknopf im Tor auszeichnen und Daniel Forsthuber bringt Vöslau erstmals in Führung (22. Minute). Nun laufen die FIVERS einem Rückstand hinterher, den sie aber immer wieder ausgleichen können. Luis Stummer bringt die Margaretner in der 28. Minute wieder in Führung, im Konter erhöht Alex Trzil wieder auf plus zwei (16:14). Haag hält den nächsten Ball und Stummer erhöht mit Flieger zum 17:14-Pausenstand.

Für Aufregung war auch mit dem letzten Wurf von Rados Pesic nach 30 Minuten gesorgt: Sein Freiwurf trifft Leander Brenneis im Mauerblock im Gesicht – die rote Karte für Pesic ist die Folge. Die Fivers zeigen sich von Beginn an der zweiten Hälfte konzentriert, Clemens Polszter erhöht per Konter zum 18:14, Fivers-Goalie Haag hält einen Siebenmeter von Schuster, gleich danach einen weiteren Versuch von Schuster aus der Distanz. So dauert es bis zur 36. Minute, ehe Strazdas vom Siebenmeter-Punkt erstmals in Hälfte Zwei für die Niederösterreicher trifft.

Bezucha erhöht im Gegenangriff auf 19:15 und Strazdas verkürzt wieder auf minus drei aus Sicht der Vöslauer. Einige Fehler im Angriffsspiel der Margaretner bringen die Vöslauer wieder zurück ins Spiel: Zweimal Strazdas und einmal Muck sorgen für das 20:19 (41. Minute) und Max Ginders gleicht in der 45. Minute zum 22:22 aus. Beim Stand vom 24:24 nimmt Fivers-Trainerin Zapletal das Timeout (48. Minute). Stefanovic trifft danach nur die Stange und Amberger bringt Vöslau mit 25:24 in Führung. Martinovic gleicht per Siebenmeter aus. Augustas Strazdas erhält in der 51. Minute seine dritte Zwei-Minutenstrafe und steht ab diesem Zeitpunkt den Vöslauern nicht mehr zur Verfügung. Auch ohne Pesic und Strazdas können sich die Vöslauer weiter im Spiel halten. Vöslau nimmt beim Stand vom 25:25 das Timeout (53. Minute), Philip Schuster brachte die Niederösterreicher mit 26:25 in Führung, Max Ginders setzt zum 27:25 nach.  Trzil verkürzt auf 27:26 für die Margaretner, Ex-Fiver Stojanovic erhöht in Unterzahl wieder auf 28:26 für die Vöslauer (58. Minute). Martinovic verkürzt nochmals, Kirchknopf hält einen Wurf von Stefanovic und Vöslau nimmt 30 Sekunden vor Abpfiff das letzte Timeout. Das Spiel endet letztlich 30:28 für Vöslau.

Vöslau hat mit diesem Sieg einen Riesenschritt zum dritten Platz und damit vorzeitigen Klassenerhalt gemacht. Die Margaretner können diesen aus eigener Kraft nur mehr dann erreichen, wenn Tirol kein Spiel mehr gewinnt und man selbst ab jetzt immer voll punktet. Tritt das nicht ein, dann muss man sich auf ganz enge Spiele im Best-of-3 gegen Graz gefasst machen.

Hollabrunn gegen Tabellenführer chancenlos

HSG Graz – UHC Erste Bank Hollabrunn 35:26. – Beste Torschützen: Pusterhofer (9); Graninger (6). – Die stark ersatzgeschwächten Weinviertler müssen sich bei der HSG Graz klar mit 26:35 geschlagen geben. Die Niederösterreicher schaffen es nicht, die Ausfälle zu kompensieren.

Der Tabellenführer des oberen Play-offs erwischt den besseren Start, liegt schnell mit 3:1 in Führung. Gal & Co. können die Partie aber bis zur 8. Spielminute offen halten, gleichen durch Auß zum 3:3 aus. Dann aber übernehmen die Gastgeber das Kommando, erspielen sich einen Vorsprung und bauen diesen kontinuerlich aus.

Hollabrunn ist zwar bemüht, kann den Grazern aber nur bedingt Paroli bieten. Aus einer kompakten Abwehr erzielen die Steirer im Konter einfache Tore und führen verdient zur Pause mit 18:11.

Die Grazer machen in Hälfte zwei dort weiter, wo sie aufgehört haben und ziehen Tor um Tor davon. Nach 38 gespielten Minuten, beim Stand von 24:13, ist die Partie entschieden. Die Niederösterreicher müssen in dieser Phase dem hohen Tempo Tribut zollen und kommen nur noch schwer zu Toren.

Trainer Ales Pajovic nutzt diese Gelegenheit und gibt allen Spielern viele Spielanteile. Zwischenzeitlich können sich die Weinviertler wieder etwas herankämpfen und verkürzen auf -minus Sieben. Am Ausgang der Partie ändert aber auch diese kurze Aufholjagd nichts mehr. Am Ende gingen Pusterhofer und Co. verdient als klarer Sieg vom Parkett.

Falken entführen einen Punkt aus Köflach

HSG Remus Bärnbach/Köflach – SU Falkensteiner Katschberg – St. Pölten 27:27. – Beste Torschützen: Cancar (6) bzw. Vuksa (8). – Bärnbach/Köflach dominiert fast die gesamte Spielzeit, doch die Falken stecken bis zum Schlusspfiff nicht auf und nehmen, durch ein 7-Meter Tor in letzter Sekunde, einen Punkt mit.

Den ersten Treffer des Spiels erzielte der St. Pöltner Kreisläufer Goran Vuksa, der in Summe acht Mal erfolgreich war. Es dauerte bis zur neunten Spielminute, ehe die Gastgeber erstmals eine Zwei-Tore Führung herausspielen konnten. Die Weststeirer agierten wesentlich konzentrierter als die Falken und können ihre Chance im Angriff souverän verwerten. Auch in der Verteidigung stehen die Gastgeber kompakter als die Gäste und haben zudem einen starken Keeper zwischen den Pfosten.

Christian Hallmann lässt die Fans beim Stand von 12:6, erneut jubeln und es scheint, als würden die Weststeirer dem ersten Sieg der Saison gegen die Falken entgegenfiebern. Doch noch vor der Pause finden die Gäste – die ohne Prokop antreten mussten – zurück ins Spiel und verkürzen auf 11:13. Timo Gesslbauer erhöht noch vor der Pause auf 15:11.

Auch im zweiten Abschnitt sehen die Besucher der Köflacher Sporthalle eine engagierte Heimmannschaft, die sich mit Fortdauer des Spiels wieder nach und nach Luft verschafft. In der 46. Spielminute ist es Ex-Falke Markovic, der den 23. Treffer der Weststeirer markiert – 23:18.

Wagesreiter und Co. lassen sich aber auch in dieser Phase nicht abschütteln und verkürzen wiederum auf zwei Treffer. Istvan Gulyas zückt die Time-Out Karte um den Spielfluss der Gäste zu unterbinden. Mit dem 25:24 Anschlusstreffer und kurz darauf dem 25:25 Ausgleich, nutzen die Gäste die Auszeit aber wesentlich besser als die Weststeirer.

Eigenbauspieler Christian Hallmann bringt seine Mannschaft dann in der 58. Spielminute nochmals in Führung. Im letzten Angriff des Spiels erhalten die Gäste, quasi mit der Schlusssirene, einen Siebenmeter zugesprochen. David Nigg behält die Nerven und verwandelt zum 27:27 Endstand. Die Steirer müssen somit weiter auf den ersten Sieg gegen St. Pölten warten.

 

 

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