Tag der Rekorde beim Wings for Life World Run Themen:Leichtathletik Viele Prominente finden es selbstverständlich, an den Start zu gehen. - Foto: Philipp-Schuster-Wings-for-Life-World-Run Von: Heinz Harauer 7. Mai 2017 LEICHTATHLETIK. Beim Wings for Life World Run gab es weltweit 155.288 Registrierungen. In Wien gingen 13.500 Teilnehmer an den Start. Bei optimalen Laufbedingungen starteten in Wien bei der vierten Auflage des Wings for Life World Run, zu dem Hannes Kinigadner und die Gesch.ftsführerin der Stiftung Wings for Life Anita Gerhardter gemeinsam den Startschuss gaben, 13.500 motivierte Teilnehmer. Hobbyläufer, Amateursportler, Profis und Promis aus allen möglichen Sportarten zeigten an 111 Locations weltweit Seite an Seite vollen Einsatz, um dem Catcher Car möglichst lange zu entkommen und gleichzeitig die Wings For Life Stiftung in ihrer Suche nach einer Heilung von Rückenmarksverletzungen zu unterstützen. Der Wings for Life World Run Doppelsieger Lemawork Ketema, der in diesem Jahr mit einer leichten Muskelverletzung an den Start ging, nahm sich ein Herz und lieferte sich mit den Topläufern weltweit ein Kopf-an-Kopf Rennen. Nach 87,16 Kilometern holte ihn das Catcher Car schließlich ein – mit diesem Auftritt stellte er seinen eigenen Rekord ein und meinte direkt nach dem Rennen: „Ich bin überglücklich heute. Regen und viel Wind haben es nicht einfach gemacht, aber ich habe es geschafft und möchte mich bei all meinen Fans für die Unterstützung bedanken.“ Ketema schaffte es mit dieser herausragenden Leistung auf Platz drei im globalen Ranking. Weiter kamen nur der polnische Ultraläufer Bartosz Olszewski, der bei 88,24 km vom Catcher Car überholt wurde und der globale Sensationssieger Aron Anderson (SWE). Der schwedische Abenteurer erklomm trotz seiner Rückenmarksverletzung unter anderem bereits den Kilimanjaro und bewies auch im heißen Dubai (UAE) seine unglaubliche Willensstärke. Mit seinem alltagstauglichen Rollstuhl legte er die unglaubliche Distanz von 92,14 km zurück und stellte damit nicht nur einen neuen Rekord auf, sondern kürte sich auch als erster Rollstuhlfahrer zum globalen Sieger des Wings for Life World Run. Mit Tränen in den Augen sagte er: „Vielen Dank allen für die Unterstützung. Es war unglaublich heiß und extrem hart für mich. Ich bin unglaublich müde, aber extrem dankbar, dass auf diesem Weg Geld gesammelt wird. Die Hoffnung, eines Tages wieder gehen zu können lebt weiter und ich möchte noch einen Dank an all die Menschen schicken, die das möglich gemacht haben.“ Bei den Frauen ließ Karin Freitag dem inneren Schweinehund keine Chance und sicherte sich mit 51,72 Kilometer den Sieg in Wien. Auf globaler Ebene entwickelte sich bei den Damen ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Österreicherin Cornelia Moser und Dominika Stelmach aus Polen. Beide konnten ihre persönlichen Bestleistungen deutlich überbieten. Am Ende war es die Polin, die mit 68,21 zurückgelegten Kilometern in Chile einen neuen Weltrekord aufstellte und sich den Sieg sicherte. Caroline Moser kam in Mailand mit starken 62,37 Kilometern auf Platz zwei und sicherte sich den nationalen Titel. Bei den Rollstuhlfahrern in Österreich bewies Margrit Fink, Staatsmeisterin im Rollstuhltennis, eindrucksvoll, dass sie auch im Ausdauersport Talent mitbringt und holte sich mit 32,21 Kilometer bei ihrer dritten Teilnahme den Sieg und stellte damit sogar eine neue globale Bestmarke auf. Daniel Kontsch verteidigte bei den Männern seinen Titel und verbesserte sich von 29,94 auf 34,78 Kilometer. Lukas Müller lieferte die Überraschung Bei den zahlreichen Promis, die in Wien am Start standen,waren Marcel Hirscher, Thomas Morgenstern uund Gregor Schlierenzauer heuer gemeinsam mit Freunden im Rollstuhl unterwegs. Die wohl größte Überraschung in dieser Konstellation lieferte Lukas Müller. Der 25-Jährige, der nach seinem Sturz im Januar 2016 im Rollstuhl sitzt, bewies abermals sein großes Kämpferherz. Die ersten 15 Kilometer legte er mit Thomas Morgenstern zurück und schaffte dann mit Hilfe seines Teams „Team Morgenstern/Müller“ und der eigenen Muskelkraft eine neue persönliche Bestleistung. Am Ende standen 30,12 Kilometer zu Buche. Ein überglücklicher Lukas Müller meinte: „Die meisten Barrieren befinden sich im Kopf, das habe ich heute wieder einmal vor Augen geführt bekommen. Ich dachte 15 Kilometer sind hoch angesetzt, am Ende habe ich 30 Kilometer geschafft und bin jetzt auch überglücklich! Ich möchte aus diesem Tag aber keinen Wettkampf machen, weil es wirklich darum geht, die Freude mit all den Teilnehmern zu teilen und dieser Bewegung gemeinsam noch mehr Größe zu verleihen.“ Beim Wings for Life World Run 2017 wurden insgesamt 1.431.183 Kilometer zurückgelegt und globale Spenden in Höhe von 6,8 Millionen Euro gesammelt. Damit wurde die Spendensumme aus dem Vorjahr wieder übertroffen. „Heute haben wir 6,8 Millionen Euro an Spendengeldern gesammelt – für alle Betroffenen und die Rückenmarksforschung wird diese Summe einen großen Unterschied machen“, so Wings for Life Geschäftsführerin Anita Gerhardter. Julia Mayer und Andreas Vojta holen 10.000m-TitelWACHAUmarathon – Kenianerin Lekapana holt StreckenrekordLimberger und Schrank die Velo/Run-SiegerDer fünfte Vision Run starten bei der NV ArenaDer Frauenlauf beginnt bei der NV-ArenaBeate Schrott läuft ins EM-SemifinaleAuch Beate Schrott schaffte Limit für EM in BerlinMayr gewann Worldcup-Bewerb am GroßglocknerIvona Dadic verpasst Siebenkampf-Rekord um 4 PunkteDie Limits stehen für EM-StartplatzvergabeVizeweltmeisterin Ivona Dadic LokalmatadorinDadic & Schrott starten beim Liese Prokop Memorial