Jugendspiele: Silbermedaille für Mercedes Schulte Themen:Olympia Böheimkirchen und das BORGL St. Pölten können stolz sein auf Mercedes Schulte. - Foto: ÖOC/Facebook Von: Heinz Harauer 20. Februar 2016 OLYMPISCHE JUGENDSPIELE. Zehn Medaillen holten sich Österreichs Sportler in Lillehammer. Mercedes Schulte aus Böheimkirchen gewann im Monobob Silber. Mercedes Schulte stand in Lillihammer da und weinte. Die Halbzeitführende hatte Silber im Monobob-Bewerb der Mädchen sicher. Und dann flossen Tränen der Freude. IOC-Präsident Thomas Bach stand nur ein paar Meter weiter, wollte die Niederösterreicherin trösten, aber die winkte nur ab: „Ich heule nicht wegen dem vergebenen Sieg – ich bin super zufrieden mit Silber. Ich weine, weil ich die Nerven behalten habe.“ Werbung Erst knapp zwei Jahre ist es her, dass Mercedes vom Karate zum Bobfahren kam. „Athletisch hat sie noch ein bisschen Rückstand – deshalb auch die vergleichsweise schlechten Startzeiten. Aber Mercedes ist irrsinnig trainingsfleißig und ehrgeizig. Sie weiß, was sie will und sie hat Talent“, meinte Coach Kurt Teigl nicht ohne Stolz. „Ich freue mich über die zehnte Medaille – wir liegen zwar im Vergleich zu Innsbruck ein bisschen zurück, andererseits hatten wir diesmal eine Reihe von vierten Plätzen. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden mit den Leistungen. Wir haben hier etliche hoffnungsvolle Talente gesehen – Mercedes gehört sicher dazu. Es ist schön zu sehen, dass man im Bobfahren auch als Flachländerin eine Chance hat“, zeigte sich auch ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel zufrieden. Karate-Guru Kellner prophezeite Spitzenplatz Ihr Ex-Trainer Erhard Kellner war von Anfang an von ihr überzeugt: „Ich bin mir sicher, dass Mercedes die österreichischen Farben in Norwegen hoch halten wird.“ Das sportliche Multitalent zeigte schon in jüngeren Jahren in Faustball, Volleyball (SHS Böheimkirchen) und im Karate (UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten) ihr Talent. Unter Marianne und Erhard Kellner platzierte sie sich 2013 bei den Goju Ryu Jugend-WM in Südafrika gleich dreimal am Stockerl (Gold im Team, Silber in der Kata, Bronze im Kumite). 2013 wurde der Bobverband auf das Bewegungstalent aufmerksam. Nach einem Jahr Training mit dem „Team Teigl“ wurde der Sechzehnjährigen klar: Das ist meine Sportart. Ihr Feingefühl für das Kurvenlenken im Eiskanal änderte ihre ursprüngliche Rolle als Bremserin im Zweierbob zur Pilotin im Monobob. Ab dem ersten Rennen landete die Böheimkirchnerin ständig im Spitzenfeld, was ihrem Bob-Trainer Kurt Teigl damals, im Hinblick auf die Youth Olympic Games, die Worte entlockte: „Ein Stockerlplatz ist ohne weiteres drinnen.“ Werbung Die Olympiateilnehmer im Rathaus verabschiedetKathi Gallhuber holte mit Mannschaft SilberZwölf NÖ-Olympiasportler verabschiedetVorstellung des Kaders für das „Projekt Olympia“Rot-weiß-rot dominiert die Kollektion für RioLillehammer: Die Spiele können beginnen20 Millionen Euro stehen für das Projekt Rio bereit