Karate Youth World Cup: WM-Tickets scheinen fix

Das St. Pöltener Team mit Kristin Wieninger (li.), Patricia Bahledova, Funda Celo, Bundestrainerin Marianne Kellner, Daniel Fiala und Jasmin Hörmann. - Foto: zVg
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KARATE. Das Ticket für die Jugend-WM dürften Wieninger, Celo und Bahledova bereits in der Tasche haben.

Nach einigen Jahren Anlauf verdiente der Youth World Cup im kroatischen Umag die Bezeichnung Weltcup, denn erstmals war tatsächlich die ganze Welt vertreten: Über 2500 Teilnehmer/innen aus 69 Ländern aller fünf Kontinente kamen zum Kräftemessen nach Istrien. Dementsprechend große Starterfelder gab es in den WM-Kategorien.

Als Erste der SLZ-Athletinnen startete die Neulengbacherin Funda Celo. Sie begann unter 62 Starterinnen der Cadets-Kata U16) gewohnt fulminant und besiegte die Italienerin Alice Capuzzo sowie Emma Ruthven (Schottland) glatt mit 5:0, wobei sie sich bei der Schottin für die Semifinal-Niederlage von Caorle im Jänner revanchierte. Endstation war im Viertelfinale gegen Sara Soldano (Italien), wobei Fachleute die Meinung vertraten, dass nach zwei „Wacklern“ der Italienerin eigentlich Celo hätte gewinnen müssen. Soldano schied eine Runde später gegen die Russin Anna Shcherbina aus, wodurch der Weg zu einer Medaille über die Trostrunde versperrt war. Dennoch eine markant-gute Performance von Funda Celo.

Im U21-Kata-Bewerb ließ der Weltverband ein neues Punktesystem testen. Die WM-Fünfte Kristin Wieninger hatte in ihrer Vorrunde kein Problem mit der schwedischen Meisterin Tina Waglund. Überraschend klar siegte sie dann in Runde zwei über die hoch eingeschätzte Kolumbianerin Diana Carolina Benjumea Hernandez. Auch im Viertelfinale konnte sich Wieninger durchsetzen: Die starke Spanierin Francesca Fàbregas-Eceiza i Araki hatte wenig Chancen gegen die frischgebackene BORGL-Maturantin. Im Semifinale musste sie sich dann der mehrfachen Jugend-Europameisterin Ema Brazdova allerdings hauchdünn geschlagen geben. Auch beim Kampf um Bronze hatte sie gegenüber der Mazedonierin Marijana Dimoska hauchdünn das Nachsehen. „Die Leistungsdichte ist in dieser U21-Kategorie bereits riesengroß – kein Vergleich mit U18 oder U16 – und man kann zu einem fünften Platz in einem solchen Weltklassefeld nur gratulieren“, meint Trainer Erhard Kellner, „man weiß ja auch nicht wie der Bewerb bei normal üblichem Flaggensystem ausgegangen wäre.“

Im Juniorinnen-Bewerb groß aufgezeigt

67 Starterinnen umfasste der Juniorinnen-Kata-Bewerb (U18): Patricia Bahledova stürmte mit 4:1-Siegen über die Serbin Ana Ducic, die Italienerin Agnese Fanti, die Russin Daria Tulyakova und die Kanadierin Melissa Bratic ins Viertelfinale, wo sie der starken Italienerin Noemi Nicosanti mit 0:5 den Vortritt lassen musste. Nicosanti gewann später den oberen Pool und eröffnete für Bahledova den Weg in die Trostrunde. Dort unterlag Bahledova der Serbin Aleksandra Jankovic und beendete den Bewerb auf Platz sieben. Bahledova kehrt nun nach einem zweijährigen Schul- und Trainings-Aufenthalt in St. Pölten wieder nach Vorarlberg zurück.
 
Daniel Fiala musste im Junioren-Kata-Bewerb (57 Starter) in Runde eins dem Südafrikaner Justin Baynes mit 1:4 den Vortritt lassen. Out dann für Baynes in der nächsten Runde gegen den Kanadier William Claveau = keine Trostrunde für Daniel. Der Trainingsrückstand – bedingt durch eine wochenlange schmerzhafte Ellbogenentzündung – war zu groß.

Das Ticket für die Jugend-WM dürften Wieninger, Celo und Bahledova bereits in der Tasche haben, da ihre internen Gegner allesamt schlechter abschnitten. Fiala hat bei den österreichischen Jugendmeisterschaften Ende September in St. Pölten noch eine Chance, sich für die WM zu qualifizieren.

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