Kletterasse zünden in der Schweiz den Turbo

Österreichs Team hielt sich auch in der Schweiz ausgezeichnet. - Foto: zVg
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WETTKLETTERN. Keine 60 Stunden blieben Österreichs Kletterasse nach dem Weltcup in Chamonix bis zur zweiten Station des Vorstieg-Weltcups in Villars.

Keine 60 Stunden Regeneration blieb Österreichs Kletterassen nach dem Finale des Weltcups in Chamonix bis zur zweiten Station des Vorstieg Weltcup 2016 im Schweizer Kurort Villars. Erstmals in der Geschichte des Vorstieg Weltcups gingen zwei Bewerbe in derart kurzen Zeitabständen über die Bühne. Österreich blieb diesmal zwar ein Podestplatz hauchdünn verwehrt, mit gleich fünf Top-10 sowie vier Top-6-Platzierungen bewältigten die KVÖ-AthletInnen den „Stresstest“ jedoch mit Bravour und überzeugten mit mannschaftlicher Kompaktheit.

Die kurze Regenerationszeit in Kombination mit der Seehöhe von Villars und einem selektiven Routenbau verlangte den AthletInnen bereits in der Qualifikation einiges ab. Österreichs Damen kamen mit den Qualifikationsrouten sehr gut zurecht und so qualifizierten sich mit Magdalena Röck (Platz 9), Jessica Pilz und Christine Schranz (ex aequo Platz 10), Katharina Posch (Platz 15) und Hannah Schubert (Platz 18) fünf von sechs Österreicherinnen souverän für das Halbfinale.

Österreicherinnen drehen im Halbfinale auf

Im Halbfinale zündeten Österreichs Damen den Turbo und lieferten eine beeindruckende Mannschaftsleistung ab. Die 18-jährige Hannah Schubert, die zuletzt in Chamonix auf Platz neun knapp ihren ersten Finaleinzug verpasste, startete von Platz 18 aus erneut eine Aufholjagd und beendete das Halbfinale nach einem entschlossenen Auftritt mit Platz 10 erneut in den Top-10. Noch besser machten es anschließend Christine Schranz (Platz 7), Magdalena Röck (Platz 6) und der Niederösterreicherin Jessica Pilz (Platz 5), die sich mit souveränen Leistungen je eines der acht begehrten Finaltickets sicherten.

Bis in die Haarspitzen motiviert und mit einer extra Portion Selbstvertrauen aufgrund der starken Teamleistung ausgestattet, präsentierte sich Österreichs Damen-Trio im Finale. Mit einer Höhe von 26+ übernahm Christine Schranz die Zwischenführung von der Japanerin Yuka Kobayashi und verbesserte sich vom siebten auf den sechsten Endrang. Magdalena Röck setzte als dritte Finalistin mit einer Höhe von 41+ ein neues Ausrufezeichen, übernahm die Zwischenführung von Schranz und setzte die Latte für die verbliebenen Finalistinnen gleich um 15 Züge höher. Jessica Pilz, die sich in Chamonix noch mit dem ungewohnten 15. Platz begnügen musste, zeigte ebenso wie Röck eine starke Leistung und scheiterte erst am selben Zug wie Röck, an dem nach Pilz auch für Anak Verhoeven (BEL) und Jain Kim (KOR) Endstation war. Lediglich Tagessiegerin Janja Garnbret (SLO) war es vorbehalten, diese Boulder-Sequenz der Finalroute zu lösen und so sicherte sich die junge Slowenin den zweiten Weltcupsieg in Folge. Dahinter belegten Jessica Pilz und Magdalena Röck aufgrund des Countbacks die Plätze vier und fünf hinter Verhoeven und Kim, die die selben Finalhöhen wie die Österreicherinnen erzielten.

„Nach dem intensiven und harten Trainingsblock im Juni nach der Matura hat mir in den letzten Tagen die körperliche und mentale Frische gefehlt. Auf der Leistung vom Halbfinale und vom Finale kann ich aufbauen und auch wieder Selbstvertrauen tanken. Von meiner Topform bin ich noch etwas entfernt, aber bis zur WM ist noch jede Menge Zeit“, freute sich Jessica Pilz aus Haag bei Amstetten über ihre Leistungssteigerung in Villars.

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