Lukas Reiter holte Silber und schaffte WM-Norm

Erfolgsduo Lukas Reiter und Michaela Polleres mit Nationaltrainer Patrick Rusch und Klubtrainer Andi Zeltner. - Foto: JCW
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JUDO. Spektakulärer Auftritt der Wimpassinger Judokas beim Europacup in Prag: Michaela Polleres gewann ihre Klasse, Lukas Reiter holt Silber und   schaffte die Norm für die U21-WM in Dubai.

Lukas Reiter gelang in Prag der erste Final-Platz bei einem U21 European Cup. Mit vier Siegen katapultierte er sich in der hart umkämpften Gewichtsklasse   bis 66 kg in das Finale. Gemeinsam mit seiner erst kürzlich gewonnenen Bronze-Medaille beim Männer-European-Cup im russischen Orenburg erbrachte er damit das von Nationaltrainer Patrick Rusch geforderte WM-Limit. Ebenso wie Clubkollegin Michi Polleres, startet er somit bei der im Oktober stattfindenden U21 WM in Abu Dhabi.

Nach einem Freilos in Runde eins aufgrund der Setzung, besiegte er seinen tschechischen Zweitrundengegner bereits nach wenigen Kampfsekunden mit einem imposanten Harai goshi Wurf. Im dritten Kampf bezwang Reiter   den Deutschen Vennekold ebenfalls vorzeitig mit Ippon durch Würgegriff. Im Viertelfinale wartete der Weißrussen Minkou, der seinerseits bereits WM- und EM-Medaillen auf dem Konto hat. Schließlich entschied Reiter in der allerletzten Kampfsekunde die Partie mit seinem bärenstarken Harai goshi.
Im Halbfinale,   gegen den Ukrainer Marandian, konnte der JCW-Athlet dermaßen überlegen ans Werk gehen, dass sein Gegner bereits vorzeitig mit vier Strafen von der Matte gehen musste.

Lukas Reiter qualifizierte sich somit für das Finale, musste dann jedoch passen. Eine unglückliche Schulterverletzung im Halbfinalkampf verhinderte ein weiteres Antreten. Die Freude über die erreichte Silbermedaille und das geschaffte WM-Limitüberwiegen jedoch eindeutig.

Michaela Polleres jubelte in Prag über Sieg

Michi Polleres vom JC Wimpassing Sparkasse zeigte einmal mehr ihre große Klasse in Prag. Gleich im ersten Kampf   in der Klasse bis 70 kg, besiegte sie die Russin Boderenko bereits vor der Hälfte der Kampfzeit mit Innenschenkelwurf und darauffolgendem Festhaltegriff. Gegen die Lokalmatadorin Szarzecova konnte sie sich durch eine wuchtige Aushebetechnik mit Ippon für das Halbfinale qualifizieren. Auch die großgewachsene Deutsche Blietz konnte der Niederösterreicherin nicht Herr werden und so setzte sich die junge Sporthilfe-Athletin in dieser Begegnung ebenso souverän mit Innenschenkelwurf durch und nagelte ihre Kontrahentin anschließend am Boden fest.
Das Finale gegen Kashkyn (Kasachstan) verlief absolut ebenbürtig. Doch hatte Michaela die stärkeren Nerven und siegte durch vier Bestrafungen ihre Gegnerin.

Diese heuer bereits zweite Goldmedaille bei einem U21-Europacu, bestätigt ihre derzeitige Topform und räumt ihr zugleich realistische Chancen für die kommende EM und WM ein.

Klubkollege Bernhard Alber zeigte ebenfalls starke Leistungssteigerung. Der HSZ-Sportler schaffte in der Klasse   bis 90 kg zwei sehenswerte Ipponwürfe und landete auf dem sehr guten siebenten Rang. Die drei Wimpassinger Polleres, Reiter und Alber waren übrigens die einzigen ÖJV-Athleten, die für Österreich in Prag punkten konnten. Cheftrainer   Adi Zeltner zeigte sich mit den erbrachten Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden und sieht sich in der konsequenten, harten Arbeit bestätigt.

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