Marianne Kellner ist Karate-Bundestrainerin

Die WM-Fünfte Kristin Wieninger - in der U21-Weltrangliste Sechste - mit Bundestrainerin Marianne Kellner. - Foto: zVg
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KARATE. St. Pöltnerin will als Bundestrainerin österreichische Karatesportler zu den Olympischen Spielen in Tokio führen.

Marianne Kellner war eines des sportlichen Aushängeschilder St. Pöltens: Früher als Wasser-Kunstspringerin, später als Karatekämpferin. Sie war 1989 gleichzeitig in den Nationalteams dieser beiden völlig verschiedener Sportarten und lockte damals den Journalisten kreative Schlagzeilen („In der Spannung zwischen Venus und Mars“) heraus, ehe sie sich endgültig für Karate entschied.

„Ich bin ein bodenständiger Mensch, daher fühle ich mich bei Karate sicherer als in der Luft“,  meint die ehemalige Trainingspartnerin von Olympiateilnehmer (1988 Seoul) und BORGL-Sportkoordinator Erich Pils. Sie war Ende der Achziger die erste Niederösterreicherin, die in Kata und Kumite Staatsmeisterschaftsmedaillen erringen konnte und holte sich als Kata-Spezialistin nach zehn Staatsmeistertiteln auch den Shotokan-WM-Titel im Kata-Team (2000).

Kellner hat japanischen Lehrer als Vorbilder

Sie lernte von namhaften Karatelehrern wie den Japanern Tsuguo Sakumoto, Seiichi Fujiwara, Shuji Tasaki und in den letzten Jahren mit Yoshimi Inoue, bei dem sie in Japan auch die Prüfung zum 7. Dan bestand und den japanischen Titel Kyoshi per Urkunde verliehen bekam. Und sie trainierte gemeinsam mit Weltmeistern wie Luca Valdesi, Antonio Diaz, Mie Nakayama und Rika Usami.
 
Nun engagierte der Österreichische Karatebund, als dessen Sekretärin sie seit fast 20 Jahren arbeitet, sie auch als Bundestrainerin für die Kata-Disziplin. Die Aufnahme des Karatesports ins Olympiaprogramm verleiht dieser Sportart nun besondere Flügel. Die Bundestrainerin: „Wir werden alles Menschenmögliche unternehmen, damit Österreich – am liebsten wäre mir natürlich Niederösterreich bzw. St. Pölten – im Kata-Bewerb der Olympischen Spiele 2020 in Tokio vertreten ist.“
 

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