Michaela Polleres nun die ÖJV-WM-Hoffnung Themen:Judo Die Wimpassingerin Michaela Polleres zeigte in Berlin ihr großartiges Talent. - Foto: JCW Von: Heinz Harauer 3. August 2015 JUDO. Beim letzten und wahrscheinlich stärksten besetzten Turnier in Berlin mit 470 Starter aus 37 Nationen und fünf Kontinenten in der U21-WM-Qualifikationsserie, glänzte der Stern der Niederösterreicherin Michaela Polleres ganz besonders hell. Nicht nur, dass das junge Aushängeschild des JC Wimpassing Sparkasse dabei bereits zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit die Goldmedaille bei einem European Cup schafft, hamsterte sie damit weitere 100 Punkte in der IJF Junior Weltrangliste und rangiert damit derzeit bereits auf Rang fünf. Dieser fünfte Platz bedeutet erfreulicherweise eine Setzung und damit auch eine sehr gute Ausgangslage für die kommende WM in Abu Dhabi. Dabei ist die 18-jährige Michi heuer noch Erstjahrgang und hat gerade begonnen, in dieser Altersklasse mitzumischen. Nach einem Freilos setzte sich Michi Polleres in ihrem Auftaktkampf in der Gewichtsklasse bis 70 kg zunächst klar und rasch mit Ippon durch. Sie bezwang dabei die Türkin Rukiye Özerdem mit ihrer speziellen Aushebetechnik Ura nage. Michis Viertelfinalbegegnung gegen die Deutsche Giovanna Scoccimarro wurde dann zu einem Marathonkampf. Da in der regulären Zeit von vier Minuten keine Entscheidung erzielt werden konnte, wurde im sogenannten Golden Score, ohne Zeitlimit und Pause, bis zur ersten Wertung weitergekämpft. In diesem nicht enden wollenden Dauergefecht setzte sich die willensstarke Niederösterreicherin schließlich nach insgesamt 13,23 Minuten – das sind im Normalfall 3 ½ Kämpfe hintereinander – durch. »Die meisten Judoka sind nach so einem harten langen Match so leergepumpt, dass sie kaum noch einen weiteren Kampf gewinnen können, Michi ist dann aber erst so richtig auf Touren gekommen«, lobt Trainer Adi Zeltner seine konditionsstarke Athletin. Im Halbfinale konnte sich die Sporthilfe-Athletin nochmals steigern. Sie revanchierte sich bei ihrer Italienischen Gegnerin Alessandra Prosdocimo für ihre Finalniederlage von Paks mit einem wuchtigen Ippon für Ausheber und gewann diesen Kampf vorzeitig. Größte Medaillenhoffnung für Junioren-EM und WM Im darauffolgenden Finale stand ihr mit der Ungarin Szabina Gercsak das derzeitige Maß der Dinge in dieser Gewichtsklasse gegenüber. Die Magyarin, die bereits den Welt- und Europameistertitel, sowie die weltweiten Olympischen Jugendspiele (YOG) letztes Jahr in Nanjing für sich entscheiden konnte, ließ zuletzt durch einen fünften Rang bei den European Games der Erwachsenen in Baku aufhorchen. Davon unbeeindruckt, schlug die ruhige Wimpassingerin in diesem Kampf im richtigen Moment, dieses Mal mit rechter Aushebetechnik, zu und holte sich mehr als verdient den Tagessieg. Mit diesem Erfolg ist das junge Ausnahmetalent auch für Nationaltrainer Ernst Hofer die größte österreichische weibliche Medaillenhoffnung für die kommende Junioren EM und WM. Michaela Polleres eroberte in Györ den U23-EM-TitelMichaela Polleres eroberte EM-BronzemedailleZeltner erkämpfte auch in Warschau PodestplatzGoldmedaille für Lukas Reiter beim Heim-WeltcupPolleres holte zweite Masters-PlatzierungPolleres setzte Medaillenserie mit Silber fortWimpassinger Judoka in Podgorica auf MedaillenjagdMichi Polleres holte sich auch „ihre“ WM-BronzeMichaela Polleres jubelt über ersten PodestplatzSilbermedaillen für Michi Polleres und Stephan HegyiMichaela Polleres fix beim Judo-European-TurnierGold für Wimpassinger Talent in Bruck