Robert Gardos verpasste in Budapest EM-Medaille Themen:Tischtennis Verlord das Duell um eine Medaille: Robert Gardos. - Foto: Projekt Rio Von: Heinz Harauer 23. Oktober 2016 TISCHTENNIS. Eine Superserie ist beenden. Erstmals seit 18 Jahren blieb das ÖTTV-Team bei einer EM ohne Medaille. Nichts wurde es aus der erhofften zweiten Einzelmedaille für Robert Gardos. Nach Bronze 2008 wollte der 37-jährige in Budapest eine weitere Medaille seiner Sammlung hinzufügen, Simon Gauzy erwies sich jedoch als nicht zu nehmende Hürde … Von 14 Europameisterschaften in Folge seit 1998 konnte der Österreichische Tischtennis Verband immer mit zumindest einer Medaille heimkehren, insgesamt stand man 35 mal am Podest, davon sieben mal ganz oben. Im Viertelfinale der Titelkämpfe von Budapest ging diese stolze Serie nun zu Ende. Nach zwei Siebensatzerfolgen in den Runde davor musste sich Robert Gardos dem Weltranglisten-19. Franzosen Simon Gauzy mit 2:4 geschlagen geben.Gardos, der bereits 2008 bei der in St. Petersburg Einzelbronze gewinnen konnte, legte zwar mit einem 11:5 fulminant los, der 21-jährige aus Toulouse zeigte sich aber von diesem Blitzstart unbeeindruckt und holte sich mit zweimal 11:8 die Führung. Gardos konnte mit einem 11:6 zwar noch einmal ausgleichen, im weiteren Spielverlauf war Gauzy aber spielbestimmend. Knapp wurde es noch einmal in Satz fünf, als Gardos nach 2:10 sechs Punkte in Folge holte, mit 11:8 ging der Franzose aber erneut in Führung. In Durchgang sechs war der beim deutschen Bundeligisten TTF Liebherr Ochsenhausen unter Vertrag Simon Gauzy vom Start weg ungefährdet und sicherte sich mit 11:5 die Medaille. „Ich war körperlich zwar noch fit, geistig war ich aber zu müde, um mich voll auf seine Variationen einstellen zu können. Er spielt wie Samsonov sehr abwechslungsreich, ich konnte mich einfach nicht schnell genug auf ihn einstellen. Ich habe hier fast immer die letzten Spiele am späten Abend bestritten und kam nie vor ein Uhr nachts ins Bett. Das zehrt natürlich an der Substanz.“, analysierte der Österreicher die Niederlage. Simon Gauzy sah den Grund für den Erfolg in seiner starken Vorhand:“ Ich wusste, wir sind beide große Kämpfer. Mein Plan war, mit der Vorhand großen Druck auszuüben, und ihn damit vom Tisch wegzubekommen. Zum Glück ging diese Taktik auf.“ Viertelfinale Jakub Dyjas (POL) – Kou Lei (UKR/15) 4:1 (-6,4,9,6,7) Emmanuel Lebesson (FRA/16) – Marcos Freitas (POR/3) 4:2 (-8,9,-11,6,7,9) Timo Boll (GER/4) – Benedek Olah (FIN/32) 4:2 (-6,-8,8,3,5,8) Simon Gauzy (FRA/6) – Robert Gardos (AUT/21) 4:2 (-5,8,8,-6,8,5) Semifinale Jakub Dyjas (POL) – Emmanuel Lebesson (FRA/16) Sonntag, 12:30 Uhr Timo Boll (GER/4) – Simon Gauzy (FRA/6) Sonntag, 13:30 Uhr Traismaurer TT-Asse ermittelten den MeisterDas Duo Fegerl/Polcanova sicherten sich EM-SilberDie Tischtennis-Jugend legte eine Talentprobe abTraismaurer TT-Oldies international unterwegsTeamspieler Stefan Fegerl ist Champions League-SiegerDie Tischtennis-Senioren waren auf MedaillenjagdTischtennis: Österreich triumphierte über DeutschlandEin Tischtennis-Märchen für Stefan FegerlFegerl unterschreibt in OchsenhausenFünf österreichische TT-Asse im EinsatzTischtennis: „Queen“ Sofia wiederholt Titel-HattrickFegerl im Champions League-Halbfinale