St. Pöltener Karateka holte acht Medaillen in Kroatien

Funda Celo und Kristin Wieninger: Zwei Top-Sportlerinnen aus den Reihen des St. Pöltner Sport-Leistungszentrums mit BORG und HAS für Leistungssportler. - Foto: zVg
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KARATE. In Cakovec, der Hauptstadt der nördlichsten kroatischen Privinz gingen die 21. Medimurje Open über die Bühne. 

Mit fast 1200 Sportlerinnen und Sportlern aus 112 Vereinen bzw. elf Nationen zählt das Medimurje Open zu den größten Turnieren Europas. Und für Niederösterreichs Karateka gab es mit acht Medaillen eine Erfolgs-Prologierung schon zum Saisonbeginn.

Ein rauher Wind wehte in der allgemeinen Klasse, wo Kristin Wieninger wieder ihren Trainingsrückstand (Grundausbildung beim Bundesheer) testete. Während sie vor einer Woche in Lignano die starken Italienerinnen aus der Polizei-Sportgruppe besiegen konnte, erreichte sie diesmal Bronze hinter den Italienerinnen Noemi Nicosanti und Carola Casale. In der U21-Kategorie gewann die Heeressportlerin Silber und konnte beim Einzug ins Finale erstmals die Jugend-EM-Dritte Masa Simonic besiegen, gegen die sie in der Vorwoche einen Bewerb verloren hatte. Trainer Erhard Kellner: „Kristin hat nun ganz vorne Fuß gefasst. Selbst wenn einmal nicht alles klappt, landet sie in den Medaillenrängen – ihre Leistungen haben einen enormen Qualitätssprung hinter sich, und sie wird die Möglichkeiten beim Sport-Heer genauso nützen wie die tollen Möglichkeiten der letzten fünf Jahre in SLZ/BORGL.“

War die Neulengbacherin Funda Celo, Athletin im SLZ/HASL vor einer Woche in Lignano noch frühzeitig ausgeschieden, beendete sie das Turnier diesmal mit zwei Medaillen. Musste sie sich bei den Juniorinnen (U18) nach Freilos und Siegen über Majna Resinovic (Slowenien), Sabina Petkovic (Kroatien) und Pia Cesar (Slowenien) erst im Finale der Lokalmatadorin Lucija Gecevic knapp mit 2:3 geschlagen geben, war die 15-Jährige bei den Cadets (U16), in ihrer eigenen Klasse, nicht zu biegen. Sie marschierte mit Siegen über Laura Bozjak (Slowenien), Lena Jenicek  und Sabina Petkovic (beide Kroatien) sowie Nika Jelen (Slowenien) ins Finale, wo Schwester Isra Celo nach Siegen über Pia Cesar (Slowenien), Zoe Stober (Kroatien), Lilla Toth (Ungarn) und Matea Ecimovic (Kroatien) auf sie wartete. Das Geschwister-Duell ging an Funda: „Wir haben den Sommerferien zweimal täglich trainiert. Das musste sich in den Ergebnissen niederschlagen.“

Isra Celo, 13, wurde im eigenen Bewerb (U14) Dritte. Sie hatte ihre Duelle gegen die Slowenin Marina Dobrnjak und die Kroatin Nika Tutic gewonnen, ehe sie an der Kroatin Stela Horvat hängenblieb. Der Trostrundensieg über die Slowenin Masa Eterovic brachte ihre die Bronzemedaille.

Die Mini-Sensation brachte die dritte der Celo-Schwestern, die elfjährige Sima, bei ihrem ersten internationalen Auftritt. Sie gewann vorerst die Kata-Unterstufe (8.-5. Kyu) vor der Slowenin Eva Tomazic und den Ungarinnen Zaya Juhasz und Vivien Horvathjokus und wagte auch den Start in der Oberstufe, wo sie hinter der Slowenin Iskra Majsec und der Ungarin Szofi Dalnoki Bronze gewann.

Kristin Wieninger wird nächste Woche beim Premiere League Turnier in Deutschland starten, danach geht’s für alle zur Goju Ryu – WM nach Bukarest. Hauptziel der Herbst/Wintersaison für Wieninger und Celo: Jugend-WM in Teneriffa Ende Oktober.
 

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