Weinviertel gewann Champions League-Spiel

Tolle Vorstellung von Daniel Habesohn im Champions League-Heimspiel. - Foto: ÖOC
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TISCHTENNIS. Die mehrfachen EM-Medaillengewinner Stefan Fegerl und Daniel Habesohn prolongierten mit Klubkollegen Hou Yingchao deren momentanen Erfolgslauf.

Zum Auftakt des zweiten Champions League-Abends in der Wolkersdorfer Schlossparkhalle traf Hou Yingchao auf seinen langjährigen Teamkollegen Zoran Primorac. Der Kroate, weiterhin in Diensten des russischen Vereins UMMC, machte dem chinesischen Legionär auf Seiten von Weinviertel NÖ das Leben zwar schwer, Hou holte mit 3:1 aber den wichtigen ersten Matchgewinn. Doppel- und Mannschaftseuropameister Stefan Fegerl stellte sich im zweiten Spiel der Wiederauflage eines Duells aus der Gruppenphase des Team-Bewerbs vor wenigen Tagen. Fegerl unterlag in Jekaterinenburg Alexander Shibaev glatt mit 0:3, lag auch gestern schnell mit 0:2 zurück. Doch der Waldviertler kämpfte sich mit einer sehenswerten taktischen und spielerischen Leistung zurück und rang Shibaev in fünf Sätzen nieder. “Shibaev hat seine starke Form von der EM fast ansatzlos in die Champions League getragen. Entsprechend schwer habe ich mir zu Beginn getan. Ab dem zweiten Satz und dank einiger wertvoller Tipps von Hou Yingchao in den Pausen habe ich aber die richtigen Varianten gegen ihn gefunden und mich zum richtigen Zeitpunkt für die Niederlage bei der Mannschafts EM revanchieren können”, freute sich Fegerl unmittelbar nach dem Sieg über seine dargebotene Leistung.

„Goldener“ Daniel Habesohn ohne Satzverlust

Den Abschluss bildete dann die Partie von Daniel Habesohn gegen Grigory Vlasov. Dem der Papierform nach glatten 3:0 Erfolg gingen allerdings drei sehr hart umkämpfte Sätze voran. Habesohn hatte jeweils das bessere Ende für sich und zeigte an diesem Abend Nervenstärke. Mit zwei Siegen aus zwei Partien liegt Weinviertel NÖ nun an der Spitze der Gruppe B. Die Niederösterreicher nutzten die Chance gegen die favorisierten Russen, die ohne Jun Mizutani und damit ohne ihre Nummer eins anreisten, bestmöglich aus. “Wer weiß, vielleicht entscheidet letztendlich der glatte Heimerfolg mit nur drei verlorenen Sätzen über den Aufstieg oder gar den Gruppensieg”, blickt Manager Hans Friedschröder zufrieden in die mahe Zukunft. Am 30. Oktober geht es auswärts weiter gegen die bis dato sieglosen Franzosen aus Hennebont.

Die mit zwei Gold- und einer Silbermedaille so erfolgreichen Tischtennis-Europameisterschaften in Jekaterinburg haben sich unter Österreichs Team-Europameistern in der Weltrangliste nur bei Daniel Habesohn ordentlich bemerkbar gemacht. Er rückte um neun Positionen auf Rang 54 vor. Robert Gardos blieb 26., Doppel-Europameister Stefan Fegerl verbesserte sich um einen Platz auf Rang 46.

Wienviertel Niederosterreich – UMMC Verkhnaya Pyshma 3:0

HOU Yingchao – Zoran PRIMORAC 3:1 (11:9, 10:12, 11:8, 12:10)
Stefan FEGERL – Alexander SHIBAEV 3:2 (3:11, 10:12, 12:10, 11:9, 11:5)
Daniel HABESOHN – Grigory VLASOV 3:0 (12:10, 13:11, 12:10)

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