Bärenstarke Rückkehr des Rallye-Champions Themen:Motorsport Strahlt über seinen Sieg bei der Lavanttal Rallye: Raimund Baumschlager. - Foto: Harald Illmer Von: Heinz Harauer 9. April 2016 MOTORSPORT. Der 13-fache Staatsmeister Raimund Baumschlager feierte seinen neunten Sieg bei der Lavanttal-Rallye. Die promobedarf24.com Lavanttal Rallye, powered by willhaben.at wurde auch heuer wieder vom Veranstalter MSC Wolfsberg organisiert. Damit feierte Österreichs älteste Rallye, die als Meisterschaftslauf gefahren wird, bereits ihr 40-jähriges Jubiläum. Werbung Der Wettergott meinte es mit dem Veranstalter MSC Wolfsberg nur teilweise gut. Am ersten Tag trat der erwartete Regen ein und brachte den Fahrern äußerst schwierige Streckenbedingungen. Am zweiten Tag besserte sich die Wettersituation, davon profitierten nicht nur die Teams mit ihren Aktiven, sondern auch die geschätzten 50.000 Fans, die trotz der differenten Wettersituation in die Region Lavanttal gekommen waren. Nach Walter Röhrl und Stig Blomqvist in den Vorjahren, sorgten diesmal Österreichs Rallyelegende Franz Wittmann mit dem Toyota GT 86 und der Deutsche Harald Demuth mit dem Ihle Audi Sport Quattro bei den Publikumsmitfahrten für spektakuläre Auftritte und damit auch für die notwendigen karitativen Spenden. Rundum zufrieden zeigte sich MSC-Wolfsberg-Obmann Gerhard Leeb, bei seiner Jubiläumsrallye: „Es war eine Rallye ohne die geringsten Probleme, alle Abläufe haben einwandfrei funktioniert, und auch sportlich wurde die Veranstaltung auf hohem Niveau von den Teilnehmern gefahren.“ Raimund Baumschlager revanchierte sich für die Niederlage zum Saisonstart vor drei Wochen im Rebenland und sicherte sich seinen neunten Sieg bei der Lavanttal-Rallye. Die Performance des 13-fachen Staatsmeisters unterschied sich von jener seiner Konkurrenten dahingehend, dass sie schlicht und einfach fehlerlos war. Egal ob wie zu Beginn im strömenden Regen oder dann auf trockenem Untergrund, der Champion hatte stets die passende Lösung bei sich bzw. in seinem Skoda Fabia R5. Mit imponierender Unantastbarkeit spulte der Oberösterreicher sein Programm ab, während seine schärfsten Konkurrenten in den PS-stärkeren Ford Fiesta World Rally Cars durch Defekte gleich zu Beginn arg gebeutelt wurden. Hermann Neubauer spielte die Antriebswelle einen Streich, indem sie beim Start brach. Zudem machte ein Reifen schlapp, und auch Gerwald Grössing kostete ein Reifenschaden frühzeitig alle Siegeschancen. Einzig Fabian Kreim in einem Skoda von Baumschlager, ließ der Lavanttal-Dominator ein wenig mitspielen, was der deutsche Vizemeister zu Platz zwei nützte. Für die Österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft ist Kreim jedoch nicht punkteberechtigt. Eine Art „Ehrenrettung“ gelang Hermann Neubauer noch auf der abschließenden Powerstage. Auf den 27 Kilometern der SP Schönweg nahm er Baumschlager 20 Sekunden ab, sicherte sich drei Zusatzpunkte für den SP-Sieg und somit die Meisterschaftsführung. „Das war ein unerwarteter Sieg für mich. Er war schwerer erkämpft als es ausgesehen hat. Umso glücklicher bin ich darüber. Gegen Ende habe ich Tempo weggenommen. Eine sichere Zielankunft war mir wichtiger“, so der zufriedene Oberösterreicher. Der Niederösterreicher Gerwald Grössing ist überzeugt: „Das war die schwierigste Rallye der heurigen Saison, das trau ich mich jetzt schon zu sagen. Jeder Kilometer hier war für mich eine Lehrstunde, aber unsere Lernkurve geht steil bergauf.“ Getriebedefekt kostete Michael Böhm möglichen Sieg In der äußerst stark besetzten 2WD-Wertung setzte sich der Steirer Daniel Wollinger durch. Der Renault-Clio-Pilot landete seinen ersten Sieg in dieser Klasse. Simon Wagner, der den Saisonauftakt im Rebenland gewonnen hatte, konnte nach anfänglichen Problemen mit der Reifenwahl am zweiten Tag in die Rallye finden und holte mit seinem Citroen DS3 R3 noch den zweiten Platz. Prominentestes Lavanttal-Opfer war sicherlich der dreifache Staatsmeister Michael Böhm. Nach seiner gestrigen Gesamtführung musste er heute den Opel Adam R2 drei Prüfungen vor Schluss mit Getriebedefekt abstellen. In der Junioren-Staatsmeisterschaft holte Simon Wagner den Sieg vor Luca Waldherr (Opel Adam R2) und Julian Wagner (Citroen DS3 R3). In der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft gewann Karl Wagner vor seinem Porsche-Kollegen Willi Rabl aus Mautern und Gerhard Openauer (Ford Escort). Wagner: „Bei meinem Comeback in der österreichischen Meisterschaft ist mir eine sensationelle Rallye gelungen. Und das, obwohl am ersten Tag bei Gott kein Porsche-Wetter geherrscht hat. Dem Veranstalter ist zu gratulieren. Die beiden Prüfungen am Prebl waren toll, und besonderes die langen Prüfungen Schönberg haben fahrtechnisch alles geboten, was ein Rallye-Herz begehrt.“ Lavanttal-Rallye 2016, Endstand nach 12 Sonderprüfungen: 1. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner A/A Skoda Fabia R5 2:01:13,9 Std 2. Fabian Kreim/Christian Frank D/D Skoda Fabia R5 +1:20,8 Min 3. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta WRC +1:44,8 Min 4. Gerwald Grössing/Siegfried Schwarz A/A Ford Fiesta WRC +3:23,3 Min 5. Krisztian Hideg/Istvan Kerek H/H Mitsubishi Evo IX +6:02,5 Min 6. Manuel Kößler/Marcus Poschner D/D Subaru Impreza R4 +6:46,7 Min 7. Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser D/D Mitsubishi Evo X +7:45,6 Min 8. Jaroslaw Szeja/Marcin Szeja CZ/PL Subaru Impreza +8:29,3 Min 9. Daniel Wollinger/Bernhard Holzer A/A Renault Clio Maxi +8:43,7 Min 10. Martin Kalteis/Günter Lang A/A Mitsubishi Evo VII +9:48,0 Min Aktuelle Punktestände: ORM: 1. Hermann Neubauer 49, 2. Raimund Baumschlager 47, 3. Gerwald Grössing 31. ORM-2WD: 1. Daniel Wollinger 49, 2. Simon Wagner 45, 3. Andreas Kainer 29. Junioren-Staatsmeisterschaft: 1. Simon Wagner 50, 2. Christoph Lieb und Luca Waldherr je 30. Die nächste ORM-Rallye 2016: Wechselland-Rallye am 29../30. April in Pinggau Werbung Wilder Punktekampf zwischen Hofer und BortolottiPlatz 6 für Hofer beim Heimrennen in SpielbergJäger triumphiert bei der ADAC GT4 in SpielbergDie große Show des Zauberlehrlings Erste Teams in Freistadt – das Rallye-Fieber steigtWieder Neuerungen bei der Jänner RallyeRallye W4 zählt auch 2019 zur StaatsmeisterschaftJanus Baumanis war auch in Kapstadt wieder topPremiere von Christoph Zellhofer vorzeitig beendetGroßes Kino schon im ersten DurchgangTolles Wetter für Fahrer und Fans vorausgesagtEin bewährtes Duo leitet die erste Rallye W4