U17-Team freut sich auf EM in Aserbaidschan

Seine fünfte Endrunde mit einen ÖFB-Team bestreitet Andreas Heraf als ÖFB-Teamchef. - Foto: ÖFB
Share Button

FUSSBALL. Das U17-Nationalteam ist in Vösendorf eingetroffen, um sich auf die U17-EM von 5. bis 21. Mai in Aserbaidschan vorzubereiten.

Das U17-Nationalteam ist am Freitagmittag in Vösendorf zusammengetroffen, um sich auf die U17-EM von 5. bis 21. Mai in Aserbaidschan vorzubereiten. Die ÖFB-Delegation tritt die Reise ins EM-Teamquartier nach Baku am Montag, 2. Mai an.


Werbung

Angesprochen auf seine fünfte Endrunde meinte Andreas Heraf: „Man darf das niemals zur Routine werden lassen. Es ist schön, dass es schon so oft passiert ist, aber es ist keine Selbstverständlichkeit. Das Niveau auf der internationalen Bühne ist sehr sehr hoch. Die Luft wird von Spiel zu Spiel immer dünner. Für die Jungs ist das eine Riesenerfahrung, die ihnen keiner mehr nimmt, unabhängig davon wie weit es geht.“ Vor der Abreise nach Baku muss Heraf seinen Kader noch reduzieren. „Ich habe 20 Spieler hier, wir dürfen aber nur mit 18 nach Aserbaidschan reisen. Wir hatten bei der Eliterunde viele verletzungsbedingte Ausfälle, vor allem in der Offensive. Von diesen Spielern machen wir uns jetzt ein Bild. Solche Entscheidung sind immer hart.“

Die Stärken seines Teams beschreibt der 48-jährige Wiener so: „Unsere Mannschaft lebt trotz talentierter Spielern vom Kollektiv und von unserem Zusammenhalt. Wir ziehen alle an einem Strang, die Jungs wissen auf dem Platz genau, was sie zu tun haben. Wir konnten in der Eliterunde im Entscheidungsspiel Frankreich schlagen, eine Mannschaft, die körperlich und spielerisch über uns zu stellen war. Mit Taktik und Einsatz haben wir sie in die Knie gezwungen.“

Von den Gegnern hat sich Heraf bereits ein Bild gemacht. „Über Deutschland braucht man nicht groß zu reden. Sie haben unglaubliche Qualität und sind der Favorit in der Gruppe und auch für den EM-Titel. Eine reizvolle Aufgabe für uns. Am wichtigsten ist das Auftaktspiel gegen Bosnien-Herzegowina, aber auch das Match gegen die Ukraine. Das sind sehr unangenehme Gegner, die körperlich sehr stark sind. Sie agieren viel mit hohen Bällen, betreiben von hinten heraus fast keinen Spielaufbau. Wir werden Geduld brauchen. Der Ehrgeiz ist ungebrochen und wir versuchen natürlich die Vorrunde zu überstehen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, im Vorfeld nicht zu viel zu spekulieren. Wir konzentrieren uns auf das erste Spiel und werden uns gut vorbereiten.“

Das U17-Nationalteam hat durch einen Last-Minute-Sieg gegen Frankreich das EM-Ticket gebucht. Kapitän Valentino Müller versucht die Szenen, als das Tor von Romano Schmid in der Nachspielzeit den Erfolg fixiert hat, in Worte zu fassen. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl und eine extreme Erleichterung. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt. Die Mannschaft hat das ganze Spiel hindurch sehr viel investiert, in den letzten Minuten nochmal alle Kräfte mobilisiert und deshalb wurden wir zum Schluss belohnt.“ Beim 17-jährigen Vorarlberger herrscht bereits große Vorfreude auf die EM: „Ich freue mich riesig auf die Endrunde in Aserbaidschan. Wir werden als Team in jedem Spiel alles geben, und natürlich wollen wir so weit wie möglich kommen.“

ÖFB-Präsident und Sportdirektor besuchten EM-Kader

ÖFB-Präsident Leo Windtner und Sportdirektor Willi Ruttensteiner haben die Mannschaft besucht und gaben ihre besten Wünsche mit auf die Reise. „Die erfolgreiche Qualifikation des U17-Nationalteams ist eine tolle Sache, über die wir uns alle sehr freuen und die nicht im Schatten der EURO in Frankreich untergehen darf. Es ist das Ziel unserer Nachwuchsentwicklung, bei möglichst vielen Endrunden vertreten zu sein. Die Landesverbände und die Klubs haben einen sehr hohen Aufwand betrieben, was auch eine große Belastung war“, so Windtner.

Der Präsident stellt für die Fortführung und Weiterentwicklung des Österreichischen Wegs Mittel in Aussicht: „Wir haben beschlossen, dass 25 Prozent aus dem Ertrag der EURO in Frankreich in den Österreichischen Weg fließen werden. Das soll einerseits Erleichterung für die Landesverbände und Klubs schaffen, und andererseits gewährleisten, dass wir in puncto Niveau, Standard und Qualität nicht zurückschrauben müssen.“

Sportdirektor Willi Ruttensteiner fügte hinzu: „Seit 2003 haben wir 17 Nachwuchs-Endrunden erreicht. Es gibt nur wenige Länder, die das geschafft haben. Ausschlaggebend ist unser Konzept.“ Ruttensteiner hob auch die gute Zusammenarbeit mit den Trainern hervor. Jeder Trainer gönnt dem anderen den Erfolg, für einen Sportdirektor ist es das Schönste, mit solchen Leuten zusammenarbeiten zu dürfen.

Für das Team wünscht er sich viele positive Erlebnisse und Erfahrungen: „Es ist für die Spieler irrsinnig wichtig, bei dieser Endrunde dabei sein zu können. Die Erfahrungen, die sie für ihre Karriere sammeln, sind das Entscheidendste. Wichtig ist, mit dem Turnier, dem Druck und den Rahmenbedingungen zurechtzukommen. Das ist der Grund, warum es diese Turniere gibt und das ist auch die beste Förderung, die es für einen Spieler geben kann.

Auslosung U17-EM 2016:
Gruppe A: Aserbaidschan (Gastgeber), Portugal, Belgien, Schottland
Gruppe B: Ukraine, Deutschland, Österreich, Bosnien-Herzegowina
Gruppe C: Frankreich, Dänemark, England, Schweden
Gruppe D: Italien, Serbien, Niederlande, Spanien

ÖFB-Spielplan:
Österreich – Bosnien und Herzegowina: Do., 5. Mai, 12.00 Uhr MESZ, 8 km Stadion Baku
Ukraine – Österreich: So., 8. Mai, 12.00 Uhr MESZ, 8 km Stadion Baku
Deutschland – Österreich: Mi., 11. Mai, 17.15 Uhr MESZ, Dalga Arena Baku

Viertelfinalspiele: 14./15. Mai (8km Stadium, Dalga Arena)
Halbfinalspiele: 18. Mai (Baku Olympic Stadium)
Finale: 21. Mai (Baku Olympic Stadium)


Werbung

1 Kommentar zu "U17-Team freut sich auf EM in Aserbaidschan"

  1. Hallo,
    die EM beginnt bald und ich drücke die Daumen für das deutsche Team! Damit ihr die Spiele in Ruhe verfolgen könnt, habe ich auf meiner Webseite mal alle Spielpläne gesammelt: http://www.emspielplan2016.eu
    Schaut doch gerne mal vorbei.
    Viele liebe Grüße aus Hamburg,
    eure Martina

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*