SKN-Wölfe beißen jetzt in der Bundesliga

Mit den Meisterleibchen wurde schon in Wiener Neustadt der Aufstieg in die Bundesliga gefeiert. - Foto: Facebook
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FUSSBALL. Mit einem mühelosen  3:0-Sieg im NÖ-Derby in Wr. Neustadt ist der Aufstieg des SKN in die Bundesliga perfekt.

Wiener Neustadt – SKN St. Pölten 0:3 (0:0). –  SCWN:  Schierl – Mally (40., Rusek), Pfingstner, Sittsam, Schicker – Duran – Fischer, Kindig (64., Maderner), Ebenhofer (75., Saurer), Stefel – Egho.- SKN: Riegler; Stec (75. Dober), Huber, Petrovic, Grasegger; Hartl (69. Schager), Brandl, Ambichl (66. Mader), Dieng; Thürauer, Segovia. . – Tore: Segovia (50.), Pfingstner (60., Eigentor), Brandl (67.). – Geschafft. Der SKN St. Pölten, der 2000 als Nachfolgeklub des insolventenVSE gegründet wurde, schaffte nach 16 Jahre den Aufstieg in die Österreichische Bundesliga. Der Meisterteller wird aber erst am Mittwoch – beim Spiel gegen den Floridsdorfer AC –  übergeben. Danach gibt es die offizielle Meisterfeier mit den Fans.

Das NÖ-Derby in Wiener Neustadt verlief relativ unspektakulär. Etwa 20 Minuten hielten die Gastgeber mit dem Fast-Meister mit, der nur einen Punkt zum Meistertitel brauchte und dementsprechend vorsichtig agierte. Dann wurden die Wölfe offensiver. In der 17. Minute musste Florian Sittsam den Ball sogar von der Linie kratzen. Weitere Chancen hatte der SKN durch einen Freistoß von Ambichl (22.) und durch einen Flachschuss aus spitzem Winkel von Hartl (24.).

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Nach der Pause leistete sich die Neustädter Defensive aber eine Unachtsamkeit: St. Pölten nutzte die Gelegenheit durch Daniel Segovia, der dem SC-Keeper Domenik Schierl mit einem Heber keine Chance ließ und damit für sein Team das so wichtige 1:0 erzielte (50.). Die Entscheidung fiel praktisch nach einer Stunde:  Andreas Pfingstner fälschte einen Schuss von Kapitän Lukas Thürauer ins eigene Tor ab. Ein Erfolgserlebnis gab es für Peter Brandl: Die SKN-Kampfmaschine, die monatelang wegen Knieproblemen außer Gefecht war, erzielte in der  67. Minute mit seinem ersten Erste Liga-Treffer das 3:0. Marvin Egho vergab in der 72. Minute die Chance auf den Ehrentreffer. Keine Frage: Wiener Neustadt war ein fairer Gegner, der trotz einiger Turbulenzen eine großartige Saison ablieferte.

Der Meister stellte einige Rekorde auf und ein

In 90. Minute war es dann so weit: die weißen Meisterleibchen wurden verteilt und schon während der Nachspielzeit an der Seitenlinie von Betreuern und Austauschspielern Freundentänze aufgeführt. Nach dem Schlusspfiff von Rene Eisner feierten alle, auch die angereisten 300 Fans der Wolfsbrigade, den Aufstieg.

Dass nach 22 Jahren wieder ein Klub aus der Landeshauptstadt in der nächsten Saison in der Bundesliga spielt, ist kein Zufall und vielleicht ein wenig auch dem LASK, dem zuletzt einzigen Konkurrenten im Kampf um die Meisterschale, zu verdanken. Er entließ Daxbacher im März aus fadenscheinigen Gründen, „Sir Karl“ wurde vom SKN verpflichtet. Von jenem Klub, den er mit zwei Meistertitel in die Regionalliga Ost führte. Mit dem Sieg in Wiener Neustadt wurde der bisherige Punkterekord mit 77 Zähler eingestellt, ebenso jener mit 25 Siegen in einer Saison. Goali Christoph Riegler hat 14mal zu Null gespielt. Und Dani Segivia hat vor dem letzten Spiel gegen den FAC mit 19 Treffern nur ein Tor weniger als der Tiroler Pichlmann.

Aber alle Rekorde hatte Hans Fehringer geradezu pulverisiert. Er ist seit 50 Jahren beim SKN und den Vorgängerklubs: 20 Jahre als Spieler und 30 Jahre als Masseur. Obwohl er schon vom Aufhören redete: Hans wird auch nächstes Jahr die Muskeln des Kaders in der tipico Bundesliga in Schuss halten.

Sky Go Erste Liga, 35. Runde:

LASK – SV Kapfenberg 1:1 (0:1). – Tore: Dovedan (58.) bzw. Elias (7.).

Austria Klagenfurt – Wacker Innsbruck 5:2 (2:1). – Tore: Miesenböck (13.), Zakany (45.+2), Koch (54.), Rep (93., 95.); Deutschmann (41.), Ojamaa (65.)

Austria Salzburg – Austria Lustenau 1:1 (0:0). – Tore: Bammer (49./Elfmeter); Grabher (63.)

Floridsdorfer AC – FC Liefering 0:3 (0:2). – Tore: Dwamena (20./91.), Filip (24.). – Rote Karte: Luxbacher (80./FAC)

1.Austria Lustenau18106236: 2136
2.LASK Linz18104437: 2634
3.FC Liefering1896337:2333
4.SV Kapfenberg1893625:2030
5.SC Wr. Neustadt1873824:3224
6.Wacker Innsbruck1857623:2522
7.WSG Wattens1847720:3119
8.Floridsdorfer AC1845920:2717
9.SV Horn18431119:2815
10.Blau-Weiß Linz1828815:2314
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