Rasende Werkzeugkiste schockte die Konkurrenz Themen:Motorsport Michael Kogler mit Co-Pilotin Tina Annemüller. - Foto: Daniel Fessl Von: Heinz Harauer 9. Juni 2016 MOTORSPORT. Michael Kogler Gesamtdritter bei der Hirter-Rallye in Althofen und überlegener Sieger im Alpe Adria Rally Cup. Alle, die Michael Kogler als charmanten Piloten schätzen gelernt haben, sprechen davon, dass er zurzeit in Bestform fährt. Bei der Hirter-Rallye powered by UNIOR setzten Kogler und Tina Annemüller zu einer imposanten Aufholjagd an, die Kogler zwei sensationelle Gesamtbestzeiten einbrachten. Neben Gesamtrang drei holte man Platz zwei der ARC und einen überlegenen Sieg im Alpe Adria Rally Cup, dessen Tabelle man mit großem Vorsprung anführt. Werbung Beim Comeback der Kärnten-Rallye in der Region Althofen zählte Kogler zu den Hauptdarstellern im großen Showdown dieser selektiven Veranstaltung mit einem sensationellen Starterfeld von 96 internationalen Teams). So lag das Duo Kogler/Annemüller nach drei Sonderprüfungen exakt 25 Sekunden hinter dem bärenstarken Allrad-Subaru des ungarischen Piloten Daniel Fischer, während nur wenige Sekunden dahinter Lokalmatador Rene Zweibrot im Ford Fiesta R5 (Allrad) sowie Günther Knobloch im nach M1-Reglement aufgebauten und ebenfalls Allradantrieb ausgerüsteten Mitsubishi Lancer Evo IX M1 Aufstellung nahmen. Zwei Gesamtbestzeiten auf Asphalt geknallt Was dann folgte, war eine atemberaubende Aufholjagd der „rasenden Werkzeugkiste“, wie man es noch selten erlebt. Michael Kogler war auf der vierten Prüfung nicht mehr zu bremsen und brannte mit dem 2WD-Fahrzeug die Gesamtbestzeit in den Asphalt – ein Kunststück, das er auf SP 6 noch einmal wiederholen konnte. So wurden aus den 25 Sekunden Rückstand nur noch deren drei, weiter vier Sekunden dahinter lauerte Knobloch, der sich an der „Jagd“ des Führenden munter beteiligte und die fünfte Sonderprüfung für sich entscheiden konnte. Zwei Prüfungen vor dem Ziel fehlten Kogler nur drei Sekunden auf einen Gesamtsieg. Dass er an diesem Samstagnachmittag satte 22 Sekunden gutmachen konnte, war für den Wahl-Kremser alles andere als selbstverständlich. Die Freude an der eigenen Leistung strahlte in seinem Gesicht wie die Sonne, die ihn auf seiner Fahrt zumindest nicht völlig in Stich ließ. Kogler sagt rückwirkend: „Am Samstag hat einfach alles zusammengepasst – die Tagesverfassung war ebenso ausschlaggebend. Es war auch ein Tag, an dem es der ‚Wettergott‘ gut mit mir meinte. Was noch dazu sehr viel ausmacht: Ich komme derzeit sehr viel zum Fahren, fühle mich einfach wohl in dem DS3, in dem mir meine Zeit in der Dieselklasse entgegenkommt.“ Werbung Als es um den finalen Showdown ging, sandte der Himmel dann doch ein paar Regentropfen, die es Fischer erleichterten, noch einmal alles aus seinem Allrad-Boliden zu quetschen, während Kogler lediglich geschnittene Intermed-Reifen am Auto hatte. Letztendlich lachte Kogler als Gesamt-Dritter vom Podium, womit er als wieder einmal deutlich schnellster 2WD-Pilot Platz zwei in der Austrian Rallye Challenge (ARC) belegen und einen überlegenen Sieg im Alpe Adria Rally Cup feiern konnte. Dass er den zweifachen 2WD-Staatsmeister Max Zellhofer im PS-starken Suzuki Swift S1600 um runde 1,5 Minuten hinter sich halten konnte, weckte bei ihm beinahe sentimentale Erinnerungen: „Ich habe Max Zellhofer noch aus meiner Kindheit in Erinnerung, als er bereits im Rallyeauto saß und ich am Streckenrand stand. Ich sehe es als ein schönes Erfolgserlebnis, dass ich mich mit ihm bei dieser Rallye messen durfte.“ Der 2. UNIOR Pilot, Peter Schöller aus Marbach/Donau, konnte auf seinem Mitsubishi Lancer Evo VIII in der Gr. A ebenfalls glänzen und den sechsten Platz in seiner Klasse einfahren. Am 2. und 3. Juli steht im italienischen Cortina d‘ Ampezzo mit der Rally Valli della Carnia der dritte Lauf zum Alpe Adria Rally Cup auf dem Programm. Werbung Wilder Punktekampf zwischen Hofer und BortolottiPlatz 6 für Hofer beim Heimrennen in SpielbergJäger triumphiert bei der ADAC GT4 in SpielbergDie große Show des Zauberlehrlings Erste Teams in Freistadt – das Rallye-Fieber steigtWieder Neuerungen bei der Jänner RallyeRallye W4 zählt auch 2019 zur StaatsmeisterschaftJanus Baumanis war auch in Kapstadt wieder topPremiere von Christoph Zellhofer vorzeitig beendetGroßes Kino schon im ersten DurchgangTolles Wetter für Fahrer und Fans vorausgesagtEin bewährtes Duo leitet die erste Rallye W4